Nutzung eines Nameservers: Konfiguration des Resolvers
Die Adressierung eines Zielrechners (z.B. im WWW-Browser oder für
ssh oder
ftp) erfolgt meist über einen Namen
genauer:
vollständiger Hostname, z.B.
mailbox.hrz.tu-chemnitz.de, auch
FQDN - Full Qualified Domain Name).
Dieser Name muss von der Anwendung in eine
IP-Adresse (z.B. 134.109.133.25)
umgewandelt werden.
Dafür ist der sog.
Resolver zuständig, der wiederum einen
Nameserver befragt.
Auch für die umgekehrte Abbildung (IP-Adresse -> Name) oder
für die E-Mail-Zustellung wird ein Nameserver gebraucht.
Bei
Benutzung von DHCP erfolgt die Einstellung des
richtigen Nameservers
automatisch.
Neben der IP-Adresse werden via DHCP weitere Parameter übermittelt,
wodurch keine weitere Konfiguration vorgenommen werden muss.
Wenn DHCP nicht verwendet werden kann, muss der Systemadministrator
den Resolver konfigurieren.
Man muss die eigene Domain (z.B.
phil.tu-chemnitz.de)
festlegen und die IP-Adressen von schnell zu erreichenden Nameservern.
Linux / Unix
Der Resolver ist hier in den Bibliotheksfunktionen
gethostbyname, gethostbyaddr etc. enthalten.
Netzprogramme benutzen diese Funktionen, deren Verhalten
durch diverse Systemdateien beeinflusst werden kann.
Einrichtung der Datei
/etc/resolv.conf
domain bibliothek.tu-chemnitz.de Domain festlegen
nameserver 134.109.133.1 Erster Nameserver
nameserver 134.109.133.38 1. Backup-NS
In manchen Systemen muss noch festgelegt werden,
dass zur Auflösung von Hostnamen der Nameservice genutzt werden soll:
- Linux, Solaris:
/etc/nsswitch.conf:
hosts: dns files