Einrichtung eines Secondary Nameservers
1. Notwendigkeit
Viele Netzprogramme nutzen zur Umsetzung von Rechnernamen in IP-Adressen
einen
Nameserver (NS).
Das
Domain Name System (DNS) ist somit ein Basisdienst, ohne
das (fast) gar nichts geht...
Deshalb ist die sorgfältige Konfiguration ein MUSS!
Für die meisten Subnetze der TU Chemnitz ist die Benutzung der zentralen
DNS-Server ausreichend - siehe
Konfiguration des Resolvers.
Nur bei hohen Abfragezahlen oder Anforderungen ist der Betrieb eines
eigenen NS im Subnetz zu überlegen.
Bevor ein NS installiert werden soll, bitte zwecks Abstimmung unbedingt mit dem URZ/Datenkommunikation Rücksprache nehmen.
2. Auswahl eines Hosts für NS
Ein Host, auf dem ein NS installiert werden soll, sollte ein
UNIX-Rechner
sein, der
ständig verfügbar (sprich: angeschaltet) ist.
3. Installation der Software
Aus Sicherheits- und Performance-Gründen sollte nicht
die vom Hersteller mitgelieferte Software (
/usr/sbin/named bzw.
/usr/sbin/in.named) verwendet werden, sondern die
Original-BIND-Software, z.Z.
bind-9.X.
In aktuellen Linux-Distributionen sind die aktuellen BIND-Pakete enthalten.
4. Konfiguration
Folgende Dateien sind von hier zu kopieren und einzuspielen:
-
/etc/named.conf Start-Konfiguration, dort das Arbeitsverzeichnis für den NS festlegen (directory ..., dieses vorher anlegen, z.B. /var/named, muss für Nutzer named schreibbar sein, Platzbedarf ca. 1 MB).
- im Arbeitsverzeichnis:
db.cache - keine Änderungen
db.127.0.0 - saturn.hrz durch entspr. Hostnamen und fri.hrz durch Admin.Subdomain ersetzen.
Erläuterungen zu diesen Files sind als Kommentare darin enthalten,
außer der o.g. Änderung
nichts verändern!
Zugriffsrechte und Eigentümer dieser 3 Files:
-rw------- named (Leserechte für others stören aber auch nicht...)
5. Start
Als Superuser:
# rndc start bzw.
/usr/sbin/rndc
Das Programm begibt sich in den Hintergrund und läuft als Daemon.
Dies ist zu überprüfen:
rndc status
Desweiteren ist der Start des NS beim Booten einzutragen
6. Arbeitsweise und Kontrolle
Gewisse Zeit nach dem Start sollten im Arbeitsverzeichnis
zwei zusätzliche Dateien abgelegt sein:
db.tu-chemnitz und
db.134.109
Diese Dateien hat der NS vom Primary NS
saturn.hrz.tu-chemnitz.de geholt
und benutzt diese als Datenbasis.
In gewissen Zeitabständen wird die Aktualität der Daten
automatisch überprüft und ggf. ein File neu beschafft.
Der NS kann nun alle Anfragen zu Adressen/Namen innerhalb
tu-chemnitz.de
selbst beantworten (andere Anfragen werden an die Primary NS gerichtet).
Über die Programme
host, nslookup oder
dig kann der neue NS
abgefragt werden.
Der
named sendet Informationen via
syslog
daemon.notice (oft in
/var/log/messages).
Mit dem Steuerprogramm
rndc kann die Arbeitsweise des Nameservers
beeinflusst/kontrolliert werden:
rndc start |
Startet den named |
rndc status |
Status report (ala 'ps') |
rndc reload |
überprüft die Aktualität der Daten |
rndc restart |
Kill + Neustarten |
rndc dumpdb |
interne Datenbasis und Cache werden nach
Arbeitsverzeichnis/named_dump.db geschrieben -
Kontrollmöglichkeit. |
rndc stats |
Statistikdaten werden nach Arbeitsverzeichnis/named.stats
geschrieben. |
rndc trace |
Debug-Level wird erhöht, schreibt nach
Arbeitsverzeichnis/named.run. Achtung - viele
Daten! |
rndc notrace |
schaltet Debugging aus. |
rndc querylog |
schaltet das Loggen der Anfragen um. Für jede Anfrage wird via
syslog daemon.info eine Zeile geschrieben. Achtung -
viele Daten! |
rndc stop |
Kill |