Lösungen für personenunabhängige E-Mail-Adressen
E-Mail-Adressen sind an der TU Chemnitz im allgemeinen personenbezogen,
d.h. unter
vorname.name@bereich.tu-chemnitz.de
erreicht man genau eine Person, die zum Lesen der E-Mail ihr persönliches
Loginkennzeichen und Passwort benötigt.
Häufig besteht jedoch auch der Wunsch, Mail-Adressen für Einrichtungen
(Fakultäten, Professuren, Projekte) oder Funktionen (Dekan, Verantwortliche, Info) zu vergeben.
- Diese Adresse soll personenunabhängig sein.
- Die E-Mail soll von bestimmten Personen bearbeitet werden können.
- Dieser Personenkreis kann wechseln (z.B. im Vertretungsfall), wobei die E-Mail-Adresse gleich bleibt.
So soll z.B. die (imaginäre) Professur "Bitmagie" der Fakultät für Informatik erreichbar sein via:
Bitmagie@informatik.tu-chemnitz.de
Diese Mail soll normalerweise von der Sekretärin bearbeitet werden, im
Vertretungsfall von einem Kollegen.
Der/die Professor/in möchte natürlich auch Zugriff auf die Mailbox haben.
Zur Zustellung einer E-Mail an eine allgemeine, personenunabhängige Adresse bieten wir folgende Möglichkeiten:
1. Weiterleiten der E-Mail an eine Person via Alias
Eine eintreffende E-Mail wird
an eine persönliche Mailbox zugestellt.
Im Vertretungsfall muss der Mail-Administrator informiert werden, der die Weiterleitung ändert.
Problem: Die E-Mail ist nur von einer Person lesbar, die E-Mail landet mit in deren persönlicher Mailbox.
Ihr persönliches Passwort dürfen Sie niemandem weitergeben - dies verstieße gegen die Benutzungsordnung des URZ!
2. Verteilen der E-Mail an eine Mailing-Liste (Verteiler)
Eintreffende E-Mail wird
an mehrere Empfänger in deren persönliche Mailboxen verteilt.
Im Vertretungsfall muss der Administrator der Mailing-Liste die Mitglieder ändern.
Problem: Der Bearbeitungsstand der E-Mail ist nicht ersichtlich, mglw.
beantworten dann mehrere die E-Mail (oder verlassen sich auf den anderen).
Dies ließe sich durch organisatorische Maßnahmen regeln:
Verantwortlichkeiten festlegen, bei Beantwortung einer E-Mail soll
eine Kopie an die Verteilerliste gesendet werden.
3. Zustellung der E-Mail in eine Gruppen-Mailbox
Eingehende E-Mail wird
an eine Gruppen-Mailbox zugestellt, auf die mehrere Personen
(mit ihren persönlichen Passworten) zugreifen können.
- Die Zugriffsrechte können differenziert vergeben (und geändert) werden (z.B. "nur Lesen" oder "Lesen+Schreiben").
- Die persönlichen E-Mails werden nicht mit den "allgemeinen" Mails vermischt.
- Der Bearbeitungsstand (gelesen, beantwortet) ist einsehbar.
- Im Vertretungsfall muss der Administrator der Gruppen-Mailbox dem Vertreter die entsprechenden Rechte geben.
Voraussetzung: Es muss ein
IMAP-fähiges Mailprogramm benutzt werden,
z.B.
Thunderbird,
Outlook, oder
IMP-Webmail.
Mailprogramme, die auf das ältere POP-Protokoll eingestellt sind, können diese Variante nicht benutzen.
Nach Einrichten der Gruppen-Mailbox erscheint diese in der Ordner-Übersicht. Falls das nicht der Fall ist, dann die Gruppen-Mailbox abonnieren: Thunderbird: Datei → Abonnieren: Dort in der Hierarchie
group Ordner anklicken.
Man muss dann neben seiner persönlichen Mailbox noch eine weitere Mailbox überwachen.
Zur besseren Organisation kann man in der Gruppen-Mailbox weitere Unterordner (z.B. "Erledigt") anlegen, in die dann bestimmte Mails abgelegt werden.
Dies erfordert jedoch eine gewisse Disziplin bei allen Bearbeitern.
Im E-Mail-Programm Thunderbird und in Webmail sieht man das so wie rechts abgebildet.
Damit gesendete E-Mails auch die Absenderadresse dieser Gruppen-Mailbox tragen, muss man
im E-Mailprogramm eine zusätzliche Identität anlegen.
In Webmail geht das über Einstellungen → Persönliche Angaben, im Thunderbird via
Menü Extras bzw. Bearbeiten → Konten:
Dort unter "Weitere Identitäten"
die Funktions-E-Mail-Adresse anlegen.
Zur
Einrichtung einer Gruppen-Mailbox wenden Sie sich bitte an den
URZ-Helpdesk und teilen die
gewünschte E-Mail-Adresse sowie den Administrator mit.
Die
Einstellung der Zugriffsrechte
erfolgt durch den Administrator der Gruppen-Mailbox mit einem Webbrowser.
Nach dem Anmelden klickt der Administrator auf das Symbol

beim betreffenden Gruppen-Ordner
und stellt die Rechte ein.
4. Bearbeitung der E-Mail über ein Trouble-Ticket-System
Wenn es mehrere Bearbeiter für Anfragen an eine E-Mail-Adresse gibt, wird auch eine Gruppen-Mailbox schnell unübersichtlich.
Dann empfiehlt sich die Benutzung eines webbasierten Auftragssystems - eines sog. Trouble-Ticket-Systems, das für Auftragsbearbeitungen wesentlich mehr Funktionen als ein Mailprogramm bietet, aber auch eine gewisse Einarbeitung erfordert.
Kriterien für den Einsatz eines solchen Trouble-Ticket-Systems sind:
- Die E-Mails lösen Aufträge aus oder sind Anfragen zu Dienstleistungen, die von mehreren Bearbeitern in kurzer, definierter Zeit beantwortet werden sollen.
- Die durch die E-Mails ausgelösten Vorgänge müssen von mehreren Mitarbeitern nacheinander bearbeitet werden (Workflow).
- Die Bearbeitung der Aufträge bzw. Anfragen soll nachvollziehbar sein und dokumentiert werden. Die Verantwortung für einen Auftrag hat zu einem Zeitpunkt immer genau ein Bearbeiter.
- Bei Verzögerungen soll das System geeignet reagieren, z.B. im Krankheitsfall des Bearbeiters
- Auch telefonische Anfragen sollten aufgenommen und als Vorgang nachvollziehbar dokumentiert werden.
Das URZ als Dienstleistungseinrichtung für die TU setzt seit 2007 für Anfragen und Aufträge seiner Benutzer das Open Trouble Ticket System OTRS ein.
Hier landen alle E-Mails, die an unsere Helpdesk-Adresse
support@hrz.tu-chemnitz.de gesendet werden.
Der Benutzer erhält sofort eine Antwort mit einer Vorgangsnummer, die Bearbeiter im URZ beantworten die Anfragen oder verteilen diese an zuständige Mitarbeiter.
Rückfragen werden dem Vorgang automatisch zugeordnet.
So werden z.B alle Aufträge, Anfragen und Störungsmeldungen zu
VoIP?-Diensten über OTRS bearbeitet.
Dabei können die Aufträge durch die Benutzer auch über ein Webformular abgesendet werden.
So sieht ein Bearbeiter seine Aufgaben in einem Webbrowser:
2008 wurden über 9000 Anfragen und Aufträge mit Hilfe von OTRS beantwortet.
Das Trouble-Ticket-System wird neben dem URZ auch von anderen Bereichen benutzt.
Wenn Sie das System zur Vorgangsbearbeitung nutzen oder kennenlernen möchten, wenden Sie sich bitte an uns.
Senden Sie eine E-Mail an
support@hrz.tu-chemnitz.de - und Ihre Anfrage wird von uns via OTRS bearbeitet.