Werkstofftechnische bzw. werkstoffwissenschaftliche Probleme spielen in allen Bereichen der Forschung, der Produktion und des Qualitätswesens eine bedeutende Rolle. Hieraus leiten sich die Arbeitsaufgaben der Professur ab. Sie reichen von der Grundlagenforschung über die Entwicklung und Prüfung von Werkstoffen bis zur Werkstoffanwendung, der Fertigung von Erzeugnissen und der Untersuchung von Schadensfällen.
Kernthemen der Forschung an der Professur:
- Elektrolytentwicklung zur Legierungsabscheidung und für Konversionsschichten
- Neue Werkstoffeigenschaften durch generative Fertigung und Kombinationsverfahren
- Design von Grenzflächen und Übergangsstrukturen in Hybridverbunden
- Thermomechanische und thermochemische Werkstoffbehandlung
- Werkstoffermüdungs- und -schädigungsverhalten, insb. an beschichteten und korrodierten Werkstoffen
- Nutzung von Modellierung und Künstliche Intelligenz für Entscheidungsunterstützung und menschzentrierte Digitalisierung von Fertigungsprozessen
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06.10.2026Veranstaltungen der Professur
Vom 28. September bis 2. Oktober 2026 fand an der Professur Werkstoff- und Oberflächentechnik bereits zum dritten Mal die internationale Summer School „Modelling and Simulation in Materials and Surface Engineering“ statt. 17 Studierende nutzten die fünftägige Veranstaltung, um ihr Wissen über moderne Methoden der Modellierung und Simulation in der Werkstoff- und Oberflächentechnik zu vertiefen und gleichzeitig praktische Erfahrungen zu sammeln. Das abwechslungsreiche Programm verband theoretische Grundlagen mit praktischen Übungen. Auf dem Programm standen unter anderem eine Einführung in die Finite-Elemente-Methode (FEM), Wärmeübertragungs- und Galvaniksimulationen mit COMSOL Multiphysics, thermodynamische Simulationen mit JMatPro sowie Ermüdungs- und Verschleißsimulationen mit Abaqus und fe-safe.
06.10.2026Auszeichnungen der Professur
Große Anerkennung für die Professur Werkstoff- und Oberflächentechnik der TU Chemnitz und das Fraunhofer IKTS aus Dresden: Unser gemeinsames Forschungsprojekt zur Entwicklung einer rohstoffeffizienten Alternative zu Wolframcarbid-Cobalt (WC-Co) wurde als „IGF-Projekt des Jahres 2026“ ausgezeichnet. Hartmetallwerkstoffe auf Basis von Wolframcarbid und Cobalt sind aufgrund ihrer hohen Verschleißbeständigkeit in vielen industriellen Anwendungen etabliert. Gleichzeitig zählen Wolfram und Cobalt in der Europäischen Union zu den kritischen Rohstoffen. Forscher:innen der Professur Werkstoff- und Oberflächentechnik und des Fraunhofer-Instituts für Keramische Technologien und Systeme entwickeln deshalb leistungsfähige Alternativen.
28.09.2026Auszeichnungen der Professur
Mohammad Dodangi, Mitarbeiter an der Professur Werkstoff- und Oberflächentechnik, wurde mit dem DGO-Nachwuchsförderpreis 2026 der Deutschen Gesellschaft für Galvano- und Oberflächentechnik (DGO) ausgezeichnet. Der mit 1.500 Euro dotierte Preis würdigt seine herausragenden wissenschaftlichen Leistungen und sein persönliches Engagement. Überreicht wurde die Auszeichnung im Rahmen der ZVO-Oberflächentage des Zentralverbandes Oberflächentechnik vom 16. bis 18. September 2026 in Karlsruhe.
23.09.2026Rico Drehmann
Die DFG-Forschungsgruppe „Funktionsflächen durch adiabatische Hochgeschwindigkeitsprozesse: Mikrostruktur, Mechanismen und Modellentwicklung – FUNDAM³ENT“, die von Prof. Thomas Lampke seit 2022 als Sprecher geleitet wird, wird für weitere 4 Jahre gefördert. Das Fördervolumen für diesen Zeitraum beträgt insgesamt rund 3,9 Mio. €. Das aus sechs Teilprojekten bestehende Konsortium forscht an einem ressourceneffizienten Verfahren zur Blechteilefertigung.
22.09.2026Projekte der Professur
Mit dem Online-Kick-off am 16. September 2026 fiel der offizielle Startschuss für das IGF-Leittechnologieprojekt „StaBiEl – Potenziale des Stanzens zur hochratenfähigen Produktion von Bipolarplatten für die Elektrolyse“. Gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU, dem Bereich Fügen des Fraunhofer IWU sowie dem Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS entwickelt die Professur Werkstoff- und Oberflächentechnik (WOT) in den kommenden 30 Monaten eine durchgängige Prozesskette für das erstmalige hochratenfähige Stanzen von Bipolarplatten.
