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Die Bedeutung der Fördertechnik

Fördertechnik ist die Technik des Fortbewegens von Arbeitsgegenständen und Personen durch technische Hilfsmittel in beliebiger Richtung und über begrenzte Entfernungen. Sie schließt auch die Lehre von den Fördermitteln und den durch sie gebildeten Systemen ein.

Der Inhaber der Professur Fördertechnik an der TU Chemnitz ist Prof. Dr.-Ing. Klaus Nendel.

Das Fördern stellt eine der wichtigsten Funktionen des Materialflusses dar und umfasst eine Vielzahl interessanter Techniken:

  • Stetigförderer, wie z.B. Band-, Ketten-, Riemen- und Schwerkraftförderer sowie Rollenbahnen für die quasi-kontinuierliche Stückgutbewegung,
  • Band- und Kettenförderer sowie pneumatische und Schwingförderer für den Transport von Schüttgut über kurze aber auch besonders große Entfernungen,
  • Förder-, Lager- und Kommissioniersysteme für Produktions- und Warenverteilprozesse,
  • Stapler, Wagen, Schlepper und fahrerlose Transportsysteme in Fertigungs- und Lagerbereichen,
  • Krane und Aufzüge für schwere Güter in den Bereichen der Bauindustrie und Verkehrstechnik,
  • Lagerregale, Regalbediengeräte sowie vollautomatische, computergesteuerte Lager- und Verteilsysteme
  • Steuer- und Informationssyteme einschließlich der Simulation von Materialflussprozessen.

Die Fördertechnik ist ein Wirtschaftszweig mit steigender Bedeutung. Vor allem durch den Einsatz der modernen Steuer- und Computertechnik ist diese Technologie einem ständigen Wandel unterzogen. Durch die Einbeziehung neuer Werkstoffe entstehen neue Wirkprinzipien und damit völlig neue Konstruktionen.

Die zunehmende Bedeutung der Fördertechnik zeigt sich im Exportanteil und im Wachstum der Branche im Vergleich zu anderen Zweigen des Maschinenbaus (vgl. folgende Diagramme). Die Entwicklung ausgewählter Zweige des Maschinenbaus in den letzten Jahren verdeutlicht eine weitere Graphik.


Entwicklung des Produktionswertes ausgewählter Zweige des Maschinenbaus im Zeitraum von 2002 bis 2010
Quelle: VDMA-Berechnungen 2010
Quelle: Statistisches Bundesamt/VDMA - Juli 2011

Quelle: Statistisches Bundesamt/VDMA - Juli 2011, Diagramme zum Vergrößern bitte anklicken

An der TU Chemnitz ist es möglich, im Studiengang Maschinenbau/Produktionstechnik die Ergänzungsrichtung Fördertechnik zu belegen. Im Hauptstudium ist eine Kombination mit folgenden Studienrichtungen besonders vorteilhaft:

  • Konstruktion im Allgemeinen Maschinenbau/Verarbeitungstechnik,
  • Fabrik- und Arbeitsgestaltung/Produktionsmanagement oder
  • Fertigungs- und Montagetechnik.

Die Ergänzungsrichtung Fördertechnik umfaßt 10 Semesterwochenstunden und kann durch weitere fakultative Vorlesungen, Übungen und Praktika aus dem Lehrangebot der Fakultät sowie durch Studien-, Projekt- und Diplomarbeiten auf dem Gebiet der Fördertechnik ergänzt werden.

Die im Rahmen der Lehrveranstaltungen vermittelten Kenntnisse der Fördertechnik sind für jeden Absolventen eines Maschinenbaustudiums wertvoll in bezug auf ein breites Spektrum späterer Einsatzmöglichkeiten als Ingenieur.