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Zentrum für Lehrerbildung

Grundschuldidaktik Sport und Bewegungserziehung

 

Im Fach Sport und Bewegungserziehung setzen sich die Studierenden sowohl mit theoretischen als auch praktischen Aspekten des Sportunterrichts auseinander. Grundlegend für diese Auseinandersetzung ist ein weiter Sportbegriff, der deutlich darüber hinausgeht, dass Sport einzig die Summe aller Sportarten ist. Im Bereich Sport und Bewegungserziehung geht es darum, alle Erscheinungsformen des sportlichen, spielerischen und künstlerischen Bewegungshandelns zu thematisieren. Auf theoretischer Ebene werden die Studierenden vor allem mit didaktischen, methodischen und pädagogischen Aspekten konfrontiert, da diese im Hinblick auf die Tätigkeit im Grundschullehramt im Mittelpunkt stehen. Darüber hinaus werden soziologische, historische und naturwissenschaftliche Themen der Bewegung und des Sports erschlossen. In der praktischen Ausbildung reflektieren die Studierenden ihre Erfahrungen, die sie am eigenen Leib machen können, in Bezug auf eine Praxis des Sportunterrichts. Auch hier stehen nicht Sportarten im Mittelpunkt, sondern Bewegungsfelder, die durchaus anhand von ausgesuchten Sportarten konkretisiert werden können. Das Ziel ist es, die zukünftigen Lehrerinnen und Lehrer zu befähigen, einen pädagogisch wertvollen Sportunterricht für alle Kinder gestalten zu können.

Inhalte der Professur

  • Didaktik des Sports und der Bewegungserziehung

  • Pädagogik des Sports und der Bewegungserziehung

  • Methodik des Sports und der Bewegungserziehung

  • Praxis der Bewegungserziehung und des Sports

  • Ausgewählte Inhalte von Sportsoziologie, Sportgeschichte, Sportmedizin, Sportpsychologie

Professurinhaberin

Portrait: Jun. Prof. Dr. Meike Breuer
Jun. Prof. Dr. Meike Breuer
Sprechzeiten Mi 10:00 - 11:00 Uhr so wie nach Vereinbarung
  • Telefon:
    +49 371 531-34427
  • Fax:
    +49 371 531-834427
  • Raum:
    1/R318
  • E-Mail:

Mitarbeiter

Portrait: Lars Klewe
Lars Klewe
Lehrkraft für besondere Aufgaben,
Sprechzeiten: Di 11:00 - 12:00 Uhr
  • Telefon:
    +49 371 531-39427
  • Fax:
    +49 371 531-839427
  • Raum:
    1/R301
  • E-Mail:

Wissenschaftliche Hilfskräfte

Portrait: Manuela Grünzig (B. Sc.)
Manuela Grünzig (B. Sc.)

Studentische Hilfskräfte

Portrait: Sharon Pluschke
Sharon Pluschke
Portrait: Laura Günsel
Laura Günsel
Portrait: Angelina Buchwald
Angelina Buchwald

ProMotiKuS (PROfessionelle Kompetenz und MOTIvationsentwicklung im Lehramtsstudium KUnst und Sport)

Ein positives domänenspezifisches Selbstkonzept gilt als prädiktiv für akademische und berufliche Leistungen. Ein Ziel des Lehramtsstudiums sollte es daher sein, zur Entwicklung professioneller Kompetenz beizutragen. Allerdings fehlen bislang fachspezifische Untersuchungen, wie sich diese während des Studiums, des Referendariats und im Verlauf der Berufspraxis bilden, anpassen oder evtl. verändern.

PROMOTIKUS erforscht daher die Entwicklung von Motiven zur Berufswahl (unter besonderer Berücksichtigung der späteren Motivation zur Ausübung des Berufes) sowie von Professioneller Kompetenz (unter besonderer Berücksichtigung des Gegenstandsverständnisses Sport bzw. Kunst)

Dabei interessiert besonders, ob sich diese Aspekte fachspezifisch oder übergreifend abbilden lassen und wie sie sich auf das Lehrerhandeln auswirken. Die zentralen Fragen lauten:

  • Welche übergreifende Motive führen zur Aufnahme des Grundschullehramtsstudiums und speziell des gewählten Didaktikfachs?
  • Wie lassen sich professionelle Kompetenzen fachspezifisch konzeptualisieren und ihre Entwicklung erfassen?
  • Inwieweit entwickeln sich Kompetenzen und Motive im Studium und sind in der Praxis handlungsleitend?
  • Lassen sich bestimmte Typen von Studierenden identifizieren?

Hierzu werden längsschnittlich als auch im Querschnitt anerkannte quantitative Erhebungsinstrumente (Pohlmann und Möller, 2010; Retelsdorf et al., 2014) eingesetzt und durch qualitative Erhebungen ergänzt und erweitert. Weitere Informationen zum Design und erste Ergebnisse finden Sie hier.


Tablets im Sportunterricht der Grundschule

Die Nutzung von Videos zur Optimierung von Bewegungen hat im Sport eine lange Tradition, auch wenn der technische Aufwand in der Vergangenheit enorm war. Durch die technische Entwicklung von digitalen Medien ist es jetzt allerdings möglich, diese ohne großen Aufwand in den Sportunterricht mit einzubeziehen. Daraus ergeben sich dringende Anfragen an die Lehrpraxis.

Im Projekt meLT wird daher untersucht, inwieweit Tablets im Sportunterricht der Grundschule einen Mehrwert für den Lernprozess einbringen können. Ziel ist es dabei, digitale Medien als Lernprozessbegleiter sowohl für die Wissenskonstruktion als auch die Könnensentwicklung im Sportunterricht zu implementieren und durch Grundlagen- und anwendungsbezogene Forschungsarbeit Konzeptionen zu entwicklen. Die zentralen Fragen lauten:

  • Auf welche Weise lässt sich das Tablet methodisch und didaktisch sinnvoll in den Sportunterricht der Grundschule einbauen?
  • Inwieweit lässt sich die Entwicklung und Optimierung von Fertigkeiten, Fähigkeiten, Wissen und Reflexion durch den Einsatz von Tablets fördern?

Aktuell werden daher Lehrkräfte in Fortbildungen zum Einsatz von Tablets geschult, um perspektivisch Sportunterricht gestalten zu können, in dem Tablets didaktisch sinnvoll sowohl Lerngegenstand als auch Arbeitsmittel sind. Über diesen Unterricht werden durch Befragungen von Lehrkräften und Lernenden per Interviews und Fragebogen Daten erhoben.

Spezielle Informationen für interessierte Lehrkräfte: Projektflyer

Am Zentrum für Lehrerbildung besteht zudem die Möglichkeit, im Rahmen von Fortbildungen und Coachings den Einsatz von Tablets in den Fächern Englisch, Kunst, Sport und Sachunterricht zu erproben. Interessierten Schulen bietet das Zentrum für Lehrerbildung:

  • Allgemeine Einführungen in die Nutzung von Tablets im Unterricht sowie Vertiefungen in einem gewünschten Fach
  • Die Bereitstellung von Tablets im Klassensatz für die Zeit des Unterrichtsprojektes
  • Eine gemeinsame Planung von Unterrichtsprojekten
  • Eine Begleitung bei der Durchführung und Auswertung des Unterrichts mit Tablets

Läroplan vs. Bildungsempfehlung – schwedische und deutsche Konzepte für den Kindergarten im Vergleich

Das Thema frühkindliche Bildung ist in aller Munde. Mehr Plätze für die U-3-Betreuung und mahnende Worte an ausreichende Qualität kommen aus Politik, Wissenschaft und Industrie. Daher entwickelt jedes Bundesland Empfehlungen, Pläne etc. als Leitlinie für die Einrichtungen. Die Verbindlichkeit ist ebenso unterschiedlich wie Aufbau und teilweise Inhalt dieser Konzeptionen. Das Land NRW lädt „Einrichtungen und Schulen dazu ein, … Möglichkeiten der Umsetzung zu realisieren und die pädagogischen Schwerpunkte der Grundsätze für ihre alltägliche Arbeit zu reflektieren“ (MGFFI, Schulministerium NRW, 2010, S. 5), in Bayern dient der Bildungsplan dagegen als „Orientierungsrahmen“ (BSMfASF, 2006, S. 37). In Sachsen wiederum hat der Plan eine ähnliche Unverbindlichkeit wie in NRW: „Der Bildungsplan soll eine thematisch-methodische Orientierungshilfe und ein Instrument für die Professionalisierung pädagogischer Fachkräfte sowie zur Ausgestaltung des Bildungsauftrages von Kindertagespflege, Krippen, Kindergärten und Horten sein.“ (SSMK, 2011, S. 11)

Die Bemühungen zur Entwicklung von Bildungsplänen gründen auf der Erkenntnis, dass Deutschland immer noch, nach Fthenakis (2010), europaweit eines der am stärksten unterentwickelten Betreuungssysteme für die jüngsten Kinder hat. Der Nachholbedarf ist erkannt und soll aufgearbeitet werden. Der Bewegung der Kinder und ihrem Spiel werden in allen Plänen Raum gegeben. Einig sind sich die Verfasser darüber, dass Bewegung für eine gelungene Entwicklung maßgeblich und zentral ist.

International werden die Länder Skandinaviens stets als Vorbilder gesehen. Das System der frühkindlichen Bildung Schwedens zum Beispiel ist international anerkannt und hoch angesehen. Im Gegensatz zu Deutschland sind die Vorgaben für den Kindergarten als Lehrplan ebenso verpflichtend wie diese Dokumente für die Schule. Das Thema Bewegung wird in diesem Lehrplan nicht explizit erwähnt, sondern als grundlegendes Konzept betrachtet, das sich aus dem Bild des Kindes ergibt.


bewegtes ICH – Mentoring im Sport für Kinder“

Das Projekt bewegtes ICH ist ein bewegungsorientiertes Mentoring zwischen Studierenden und Kindern mit unterschiedlichen medizinischen Indikationen oder besonderen Bedürfnissen, die keinen Zugang zum Sport finden. Ein Mentor/eine Mentorin begleitet ein Kind über einen Zeitraum von bis zu zwölf Monaten. Während dieser Phase vermitteln sie einen bewegungsorientierten Lebensstil, Freude an Bewegung, Spiel und Sport und gehen individuell auf die Bedürfnisse und Barrieren ihres Mentees ein. Beide treffen sich einmal in der Woche und gestalten eine Bewegungseinheit oder nehmen gemeinsam an Angeboten von Sportvereinen oder Sportanbietern teil. Hier wird an die Interessen und Wünsche der Kinder angeknüpft, um den (Wieder-)Einstieg in das Feld von Bewegung, Spiel und Sport zu gestalten. Als eine Art „großer Bruder/große Schwester“ spielt die persönliche Bindung zwischen den Mentoren und ihren Mentees eine wichtige Rolle und ermöglicht, neben den physischen Aspekten, eine psychosoziale Stärkung.

Die Ziele des Projektes sind:

(1) die Freude an Bewegung sowie Erfolgserlebnisse im Sport für die Kinder erfahrbar zu gestalten,
(2) eine Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit und damit des Gesundheitszustandes und der Lebensqualität zu erreichen und
(3) eine langfristige Integration der Kinder in bestehende „rezeptfreie“ Bewegungsangebote von Vereinen oder anderen Organisationen zu ermöglichen.

 

Das interdisziplinäre Projekt verbindet die Sportdidaktik mit der Sportmedizin, um so optimal auf die Bedürfnisse der Kinder eingehen zu können. In Zusammenarbeit mit dem Sozialpädiatrischen Zentrum Chemnitz und dem Verein für Gesundheitssport und Sporttherapie e.V. Chemnitz sind die ersten Strukturen und Angebote bereits entstanden.

Im Rahmen der Kooperation mit dem LandesSportBund Sachsen erhalten die Lehramtsstudierenden die Möglichkeit, mit dem erfolgreichen Abschluss bestimmter Module (voraussichtlich im 7. oder 8. Semester) die Übungsleiterlizenz C Profil Kinder/Jugendliche als Zusatzqualifikation zu beantragen. Eine zusätzliche Ausbildung ist nicht notwendig. Die Lizenz ist vier Jahre gültig und bildet die Grundlage, um in einem Sportverein als Übungsleiter tätig zu werden. Sie eröffnet als Zusatzqualifikation interessante Tätigkeitsfelder neben dem Studium oder ergänzend zum Dienst an einer Schule. So können beispielsweise Kooperationen zwischen Schulen und Vereinen gefördert oder sinnvolle Ganztagsangebote gestaltet werden. Zusätzlich erhält der eigene Sportverein eine Förderung für lizenzierten Übungsleiter, welche dem Kinder- und Jugendsport zugutekommen kann.

Voraussetzungen

  • erfolgreicher Abschluss der relevanten Module (siehe Formblatt)
  • Zustimmung zum Ehrenkodex
  • Mitgliedschaft in einem Sportverein

Ablauf der Beantragung

  • Aktuelle Notenbescheinigung im Prüfungsamt holen (als Nachweis für erfolgreiche Modulbelegung)
  • Formblatt zur Beantragung (2 Seiten) ausfüllen und bestätigen lassen
    • von Lars Klewe (Termin oder Sprechzeit)
    • und vom Sportverein
  • den Ehrenkodex 2x ausfüllen
    • ein Exemplar für die Beantragung
    • ein Exemplar für den Sportverein
  • per Post die Beantragung einschicken mit:
    • ausgefülltem Formblatt (2 Seiten)
    • 1x Ehrenkodex
    • 1x Kopie des Erste-Hilfe-Nachweises (nicht älter als zwei Jahre)
    • Beantragungsgebühr von 5
  • zu senden an:
    • Herr Tom Seifert, Landessportbund Sachsen, Goyastr. 2d, 04105 Leipzig

Download der Unterlagen

 

Presseartikel