Juniorprofessur Entrepreneurship in Gründung und Nachfolge

Nachhaltige Gründungschancen

Bio-Boom, Social Business, Umweltbewusstsein, Nachhaltigkeit, Green Tech, Fair Trade und Urban Farming: alles Schlagworte, die durch Trendforscher unter dem Begriff der Neo-Ökologie zusammengefast werden und für Unternehmensgründungen und die sächsische Wirtschaft von Relevanz sind.

So blickt beispielweise die sächsische Textilbranche auf eine lange Historie zurück. Die Globalisierung führte jedoch zu einer zunehmenden Verlagerung der Textilproduktion in Entwicklungs- und Schwellenländern mit geringeren Lohnkosten. Hier sind die Arbeits- und Produktionsbedingungen zu hinterfragen. Gleichzeitig stehen heute noch zahlreiche Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette in den traditionellen Textilregionen Oberlausitz, Chemnitz, Crimmitschau, Meerane, Glauchau, dem Erzgebirge und dem Vogtland zur Verfügung.

Jedoch entstammen heute nur noch 20% des Gesamtumsatzes der ostdeutschen Textil- und Bekleidungsunternehmen dem Produktionsbereich Bekleidung. Die Juniorprofessur beschäftigt sich in einem Projekt mit alternativen Vermarktungsansätzen für nachhaltig und regional produzierte Bekleidungstextilien. Dabei steht insbesondere die Anwendung aktueller Erkenntnisse der Konsumentenpsychologie im Mittelpunkt. Ziel ist es, Ansätze zu identifizieren, um die potenzielle Kundengruppen zu vergrößern und damit den Wettbewerbsvorteil der regionalen und nachhaltigen Produktion für die hiesige Textilindustrie nutzbar zu machen. Die Erkenntnisse können im Rahmen von Unternehmensgründungen oder –nachfolgen in der Textilbranche angewendet werden.

Das Projekt entstammt einer Zusammenarbeit mit der Professur für Textile Technologien der Technischen Universität Chemnitz.