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Fotos sehen lernen

Ausstellung im Zentrum für Lehrerbildung der TU Chemnitz ermöglicht ab 4. November 2014 verschiedene Blicke auf die Praxis der Reformpädagogik im 20. Jahrhundert

Historische Schulfotos stellen für Erziehungswissenschaftler und Bildungsforscher eine unverzichtbare Quelle dar, da sie einen einzigartigen Blick hinter die Türen von Klassenzimmern ermöglichen. Am Zentrum für Lehrerbildung der Technischen Universität Chemnitz wird derzeit eine Sammlung von rund 3.000 Fotos zur Unterrichtspraxis von niedersächsischen Volks- und Reformschulen aus der Zeit von 1920 bis 1960 gemeinsam mit dem Archiv der Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung in Berlin erschlossen und untersucht. Zudem dient dieser Fotobestand der Grundschullehrerausbildung an der TU Chemnitz hinsichtlich erziehungswissenschaftlicher Forschungsmethoden. „Studenten können so einen kritischen Blick auf die Praxis der Reformpädagogik im 20. Jahrhundert werfen, aber auch bisher unbekannte reformpädagogische Methoden kennenlernen, die sie in ihren künftigen Unterricht integrieren können“, sagt der Projektinitiator Prof. Dr. Bernd Dühlmeier, Inhaber der Professur Schulpädagogik der Primarstufe.

Parallel dazu wurde eine Ausstellung mit dem Titel „arbeiten. sprechen. spielen. feiern.“ konzipiert, die am 4. November 2014 um 13.15 Uhr in der 3. Etage des Rawema-Haus, Straße der Nationen 12, mit einem Einführungsvortrag eröffnet wird. Interessenten können danach die Ausstellung von 28 ausgewählten Fotos bis zum 9. Januar wochentags in der Zeit zwischen 7 und 17 Uhr im Rawema-Haus kostenfrei besichtigen. Der Zugang erfolgt über den Haupteingang und den Aufzug. 2015 wird die Ausstellung auch in der Chemnitzer Stadtbibliothek im Kulturhaus DAStietz und im Ebersdorfer Schulmuseum gezeigt. Sie richtet sich insbesondere an Studierende des Lehramtes, an aktive Lehrer, an Wissenschaftler in den Bereichen Historische Bildungsforschung, Erziehungswissenschaft und Schulpädagogik sowie an Interessierte aus Berufen der pädagogischen Praxis.

Darüber hinaus ist die Ausstellung so konzipiert, dass sie für universitäre Lehrveranstaltungen wie die Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten genutzt werden kann. „So können zum Beispiel Kenntnisse der Fotoanalyse vermittelt werden, um grundlegende Kompetenzen im wissenschaftlichen Arbeiten mit der Quelle Foto aufzubauen“, sagt der Ersteller der Ausstellung und Projektleiter Lars Förster. Fakultativ vertiefen können Chemnitzer Studierende diese methodischen Grundlagen in der Lehrveranstaltung „Visual History – Bilder als historische Quellen“, (dienstags, 17.15 bis 18.45 Uhr, Weinhold-Bau, Raum W035), die im Wintersemester 2014/2015 im Studiengang Europäische Geschichte an der TU Chemnitz angeboten wird.

Die Ausstellungszeiträume und -orte im Überblick:

4.11.2014 bis 9.1.2015 Zentrum für Lehrerbildung der TU Chemnitz im Rawema-Haus, 3. Etage, Foyer
15.1.2015 bis 24.2.2015 Stadtbibliothek Chemnitz im Kulturhaus DAStietz, untere Bibliotheksebene
9.5.2015 bis 20.6.2015 Ebersdorfer Schulmuseum, Chemnitz

Eine im Universitätsverlag erschienene Begleitbroschüre zur Ausstellung lässt sich auf der Webseite des Zentrums für Lehrerbildung als PDF kostenfrei herunterladen oder ist per Nachfrage auch in gedruckter Form erhältlich.

Weitere Informationen zur Ausstellung und zum Fotoprojekt erteilt Lars Förster, Telefon 0371 531- 35286, E-Mail lars.foerster@zlb.tu-chemnitz.de.

Mario Steinebach
26.10.2014

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