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So können Umfragen noch schneller durchgeführt werden

Informatiker stellen ab 15. Februar auf der LEARNTEC 2005 eine Software zur Erstellung von Fragebögen und zur Auswertung von Umfragen vor

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Chris Hübsch überprüft die Aufbereitung eines Fragebogens für die Internet- und für die Print-Version. Foto: Mario Steinebach

Wer Umfragen oder Evaluationen durchführt, sollte sich eine neue Software der TU Chemnitz einmal genau anschauen. Denn Wissenschaftler der Professur für Rechnernetze und verteilte Systeme zeigen vom 15. bis 18. Februar 2005 auf der Fachmesse für Bildungs- und Informationstechnologie LEARNTEC im Karlsruher Kongresszentrum (Stand 368) eine Lösung, mit der es möglich ist, Fragebögen sehr schnell und einfach sowohl für das Internet als auch für den Druck aufzubereiten und auszuwerten.

Wer schon einmal einen Fragebogen erstellt hat, kennt das Problem: Erst müssen die Fragen formuliert und in eine sinnvolle Reihenfolge gebracht werden. Im Anschluss wird der eigentliche Fragebogen grafisch aufbereitet - sei es für die Print- oder für die Internet-Version. Im Falle einer Internet-Umfrage folgt als letzter Schritt die Erstellung einer passenden Webapplikation zum Erfassen und Auswerten der Umfragedaten. Dies ist sowohl monoton als auch fehlerträchtig.

Informatiker der TU Chemnitz schufen nun mit Hilfe der Sprache zur Internet- Kommunikation XML eine Lösung, mit der sich Fragebögen einfach und kurz beschreiben lassen. Der Anwender kann sich jetzt ganz gezielt um die kreativen Inhalte des Fragebogens kümmern, die Umwandlung ins webfähige HTML-Format übernimmt das Chemnitzer Programm zur Fragebogengenerierung.

Für die Auswertung der Umfragen ist ein Export in eine Datei im CSV-Format (Comma Separated Values) möglich. Dateien in diesem Format, bei dem die einzelnen Werte durch Komma getrennt sind, können leicht von Statistik- oder Tabellenkalkulationsprogrammen verarbeitet werden. Zusätzlich können auch PDF-Versionen der Fragebögen generiert werden, um papiergebundene Umfragen durchzuführen. Um die Ergebnisse bei webbasierten Umfragen durch mehrfach abgeschickte Fragebögen nicht zu verfälschen, können auch so genannte Einweg-Codes generiert werden. Die konsequente Verwendung von XML-Technologien ermöglicht es, das Fragebogensystem jederzeit um neue Fragetypen zu erweitern und sich neuen Anwendungsgebieten anzupassen.

Praktische Erfahrungen mit dem neuen Programm wurden an der TU Chemnitz bereits bei webbasierten Evaluationen von Lehrveranstaltungen sowie bei einer Soziologie-Umfrage gemacht. Die Software kann vom Server der TU Chemnitz heruntergeladen werden: http://rnvs.informatik.tu-chemnitz.de/xquest . Diesen kostenfreien Service nutzten bereits weltweit 220 Interessenten.

Weitere Informationen: TU Chemnitz, Fakultät für Informatik, Straße der Nationen 62, 09107 Chemnitz, Diplom-Informatiker Chris Hübsch, Telefon (03 71) 5 31 - 13 77, E- Mail chris.huebsch@informatik.tu-chemnitz.de

Mario Steinebach
08.02.2005

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