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Universitätsbibliothek
Chronik

Die Chronik: Jahreszahlen und Fakten im Überblick

Foto: Georg Heinrich Eberhard Schnedermann © Universitätsarchiv

1836 wurde die Bibliothek gegründet, sie ging aus den getrennten Büchereien der Gewerbschule, der Baugewerkenschule und der Werkmeisterschule hervor.

1848 bekam die Bibliothek erstmals ein eigenes Zimmer im neuen Schulgebäude an der Dresdner Straße.

1861 beging die Bibliothek ihr 25-jähriges Jubiläum. Der Bestand umfaßte 5150 Bände, 1121 Broschüren und 154 Tafeln. In zwei geschriebenen Verzeichnissen - einem alphabetischen Verfasserverzeichnis und einem nach 11 Sachgruppen geordnetes Sachverzeichnis - war der Bestand erfaßt.
Die Bibliothek wurde von Prof. Schnedermann, dem Direktor der 3 vereinigten Lehranstalten geleitet; ein Expedient erledigte alle Bibliotheksarbeiten.

1862 erhöhte sich der Buchbestand auf 20 000 Bände.

1864 bis 1874 mit einer Unterbrechung von 1867 - 1870 leitete Prof. Böttcher die Bibliothek.

Foto: Georg Heinrich Judenfeind-Hülße © Universitätsarchiv

1867 wurde das anfallende Arbeitspensum so hoch, dass ein Bücherwart (Leiter der Bücherei) eingestellt werden mußte.
Lehrer Junghänel übernahm dieses Amt bis 1870.

1874 stellte man den ersten Büchereibeamten ein: Prof. Judenfeind-Hülße nahm dieses Amt bis 1903 wahr.

1877/78 bezog die Bibliothek im neugebauten Schulgebäude am Schillerplatz Räume im Erdgeschoß.
Das erste gedruckte Bücherverzeichnis wurde herausgegeben.
Die Bibliothek wurde Auslegestelle für Patentschriften des Deutschen Patentamtes für Chemnitz und Umgebung.

Abbildung der Büchereiordnung von 1910

1878 wurde die Verwaltung der Bibliothek zentralisiert.

1886 beging die Bibliothek ihr 50-jähriges Jubiläum. Ihr Bestand betrug 19 164 Bände (incl. Atlanten und Broschüren), 308 Karten, 3600 Patentschriften.

1896 Erweiterung der Leseräume

1906 zog die Bibliothek in den Erweiterungsbau der Technischen Staatslehranstalten an der Albertstraße um, wo sie das 2. bis 4. Obergeschoß nutzen konnte. Der Lesesaal hatte 36 Sitzplätze, 150 Bände Nachschlagewerke und 160 Zeitschriften.

1910 bekam die Bibliothek eine gedruckte Büchereiordnung, die den ganzen geschäftlichen Betrieb der Bibliothek regelte. Ihr Bestand wuchs auf 39 776 Bände (einschließlich 2591 Atlanten und Broschüren), 830 Karten, 229 281 Patentschriften.

1936 betrug der Bestand ca 65 000 Bücher und 624 000 Patentschriften. Außer rein maschinen-, chemisch- und textiltechnisch orientierten Büchern erwarb man auch Literatur zur Politik- und Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftsgeographie, Flug- und Waffenwesen sowie Tiefbau, Straßenbau und Vermessungswesen.

1948 wurde der ausgelagerte Altbestand der Stadtbücherei angeschlossen, da die Bücherei zerstört wurde.
Der Gesamtbestand wurde von faschistischer Literatur gesäubert. Übrig blieben 42 873 Bände, 17 554 Broschüren, 3 660 Bildtafeln, Karten und Atlanten und 749 122 Patentschriften.

1950 führte man die Patentschriften dem neugegründeten Patentamt in Berlin zu.

1953 wurden die Bestände der ehemaligen Bibliothek aus der Stadtbücherei ausgelagert und die Bibliothek der Fachschule wieder angegliedert.

Foto: Der Ausleihraum der Bibliothek 1955 © Universitätsarchiv

1954 durfte die Bibliothek wieder am Leihverkehr teilnehmen.

1955 begann der Ausbau zur Hochschulbibliothek und der erste ausgebildete Bibliothekar, Herr Dieter Scheffel, nahm seine Arbeit auf. (vorher meist Bibliothekare im Nebenamt)

1958 bis 1962 erhöhte sich die Zahl der Lesesaalplätze auf 72, es wurde ein Bücheraufzug eingebaut und die Bibliothek um 3 Magazingeschosse erweitert. Die Anzahl der Mitarbeiter stieg auf 22.

Es begann der Aufbau der Abteilung Patentschriften und Normenblätter, die alle Patente der DDR und der BRD ab 1945 sammelte.

Foto: Der Lesesaal der Bibliothek 1958 © Universitätsarchiv

1960 begann der Aufbau des Zentralkataloges für den Bezirk Karl-Marx-Stadt auf den Gebieten Technik und Naturwissenschaften. 1962 arbeiteten 200 Institutionen an diesem Katalog mit.

1961 wurde begonnen, die Abteilung technisch-wissenschaftliche Auskunftsstelle aufzubauen, die später zum Informationslesesaal entwickelt wurde.
Bis zu diesem Jahr nahm Prof. Dr. Klitzsch die Funktion des Bibliotheksvorstandes wahr.

1962 besaß die Bibliothek 150 657 Titel.

1963 wurde Herr Dr. phil. Scheffel zum Bibliotheksdirektor berufen. Er hatte dieses Amt seit 1961 kommissarisch inne.

1969 unterstellte man als Ergebnis der 3. Hochschulreform die einzelnen Institutsbibliotheken und deren Bearbeiter dem Direktor der Hochschulbibliothek. (Vorher waren die Bestände, zu meist Handbestände, an die Institute angegliedert)

1970 gab es Überlegungen die kleinen Zweigbibliotheken zu großen Fachbibliotheken zu konzentrieren. Das war der Auftakt zum Aufbau einer dezentralen Hochschulbibliothek.
Ein erneuter Beschluß forderte die Einstellung der Patentauslegestelle.

Foto: Die Eingangszone der Zentralbibliothek 1965 © Universitätsarchiv

1973 schlossen sich die kleineren Zweigbibliotheken zu 13 Sek­tionsbibliotheken zusammen, welche Literatur von fachlich angrenzenden und zusammen­gehörenden Wirtschaftsgebieten zur Verfügung stellten. Sie erhielten zur Unterscheidung ein "S" mit einer Zahlenkombination.

1974 wurden Teile der Literatur erstmals in ein Freihandsystem nach Konkordanz aufgestellt. (Dreiteilung in Lehrbuchsammlung, Freihand und Magazinbestand)
Eine Normschriftensammlung wurde eingerichtet. (DDR-Standards, DIN-Normen usw.)

1980 In Umsetzung eines Ministerratsbeschlusses erfolgt die Einrichtung der Polytechnischen Patentbibliothek (PPB)

1983 erhielt die Bibliothek den Status der Zentralen Fachbibliothek für Maschineningenieurwesen der DDR.

1985 Die PPB zieht von der Zentralbibliothek (Informationslesesaal)in das Nebengebäude des Instituts für Fachschulwesen, Annaberger Str.

Foto: Bibliothekrin sitzt am ersten PC + Drucker und gegenüber stehen 3 junge Frauen, 1988 © Barbara Kretschmar

1988 Der erste Computer und der erste Nadeldrucker kamen zum Einsatz.

Die erste Anwendung erfolgte in der Zeitschriftenstelle mit einem selbstgeschriebenden Zeitschriftenverwaltungsprogramm unter Redabas (Relationales Datenbanksystem).

Ein baugleicher PC hielt den Anforderungen in der Ausleihe nicht stand, so dass er 1989 durch einen Computer P8000 ersetzt wurde, denn er besaß eine Festplatte und ein Multi-User-Betriebssystem, mit dem man mehrere Terminals parallel betreiben konnte.

1990 bemühte man sich die abgegebenen Patentsammlungen zurück zu bekommen.
Die Bibliothek des Rochlitzer Instituts für Lehrerbildung wurde an den Bestand der Bibliothek angegliedert, blieb aber noch eigenständig.
Es wurden Recherchemöglichkeiten in CD-ROM Datenbanken und erste Onlinerecherchen möglich.

1993 übernahm Dr. Hermes die Leitung der Bibliothek.
Es wurden 1200 Bestandseinheiten von der Rochlitzer Bibliothek nach Chemnitz überführt.
Die Bibliothek übernahm die Literatur der VEB Fettchemie und des Fritz-Heckert-Kombinates Chemnitz. Es wurden umfangreiche Aussonderungen von Mehrfachexemplaren durchgeführt.
Die Polytechnische Patentbibliothek wurde zum PatentInformationszentrum erklärt.
Der Zettelkatalog wurde abgebrochen, man katalogisierte nun im Südwestverbund und recherchierte im OPAC. Gleichzeitig wurde die Regensburger Aufstellungssystematik eingeführt.

1994 führte man die Sektionsbibliotheken zu 4 Teilbibliotheken (Wirtschaft/Geisteswissenschaften, Elektrotechnik/Physik, Maschinenbau und Zwickau) zusammen. Die Zweig- und Forschungsbibliotheken blieben bestehen.

1996 begann man mit der Einführung eines kommerziellen elektronischen Ausleihsystems an allen Standorten.
Es konnten die abgegebenen Patentschriften zurück nach Chemnitz überführt werden.
Die Teilbibliotheken Elektrotechnik/Physik und Maschinenbau zogen gemeinsam in die renovierten Räumlichkeiten des Weinholdbaus und bildeten die Teilbibliothek für Natur- und Ingenieurwissenschaften.

1997 zog die Teilbibliothek Geisteswissenschaften und Mathematik in das Pegasus Center. Gleichzeitig wurde der Medienbestand der Zwickauer Teilbibliothek mit in diese Räumlichkeiten integriert.

1998 siedelte sich auch das Fachinformationszentrum im Pegasus Center an.
Im Sommer wurde die WWW-Fernleihe für die Mitarbeiter und Studenten der Universität frei geschaltet.
Umzug des PatentInformationszentrums (PIZ) in das Internationale Begegnungs- und Informationszentrum der TU Chemnitz, Bahnhofstraße 8.

2000 wurde die Forschungsbibliothek Informatik in die Hauptbibliothek integriert.
Im November 2000 erfolgte ein personeller Wechsel an der Spitze der Bibliothek: Frau Thümer wurde mit der Wahrnehmung der Geschäfte der Leitung der UB beauftragt, da Herr Dr. Hermes für die Dauer von 3 Jahre von der Universitätsleitung mit dem Verfassen der Universitätschronik beauftragt wurde.

2001 Das PIZ ist nun offizielle Annahmestelle für Schutzrechtsanmeldungen des Deutschen Patent- und Markenamtes.
Das URZ übernahm die Verantwortung für die Entwicklung der IT-Infrastruktur der UB. Es entstand ein Konzept, das mit Hilfe von HBFG-Mitteln schrittweise umgesetzt wird: Die Öffentlichkeitsbereiche wurden mit leistungsfähigen PC-Benutzer­arbeitsplätzen ausgestattet, die alle mit einem Internetzugang ausgestattet sind und die digitale Verarbeitung der Rechercheergebnisse gestatten.
Das Datenbankzugangssystem CHARLI (Chemnitzer Datenbank-Infoserver Online) konnte bereitgestellt werden.
Alle CD-ROM- und Online-Datenbanken werden über eine einheitliche WWW-Schnittstelle angeboten.

2003 Eine neue Organisationsstruktur wurde umgesetzt: aus den Abteilungen Katalogisierung und Erwerbung entstand der Bereich Medienbearbeitung; der Öffentlichkeitsbereich der Zentralbibliothek und die 3 Teilbibliotheken wurden zum Bereich Service zusammengefasst.
Das neue integrierte und sachsenweit eingesetzte Bibliothekssystem LIBERO wurde im März 2003 in Betrieb genommen.
Im August 2003 wurde mit dem Aufbau einer Fachbibliothek (STFB) im Rahmen des EU-Projektes Sächsisch-Tschechisches Hochschulzentrum begonnen.
Im Laufe des Jahres wurde die Forschungsbibliothek Chemie in die Zentralbibliothek eingegliedert.
Die Sächsische Bibliotheksgebührenverordnung wurde in Kraft gesetzt. Außerdem wurden die Bibliotheksordnung, die Benutzungsordnung und die Ordnung zur Nutzung der öffentlichen Computerarbeitsplätze der UB überarbeitet.

2005 Das Projekt Informationskompetenz wurde mit dem Ziel initiiert, im Rahmen der Bachelor- und Masterstudiengänge an der TU Chemnitz die darin festgeschriebene Schlüsselqualifikation Informationskompetenz zu vermitteln.
Das virtuelle Auskunftssystem Question Point wurde eingeführt, so dass Nutzer unabhängig von den Öffnungszeiten Fragen an die Mitarbeiter der Bibliothek stellen können.
Das Auslösen und Bearbeiten von Fernleihaufträgen erfolgt im Onlinebetrieb, dies hat wesentlich kürzere Bearbeitungszeiten zur Folge.
Die Bibliothek bietet erstmals Elektronische Semesterapparate (ESEM) an.

Foto: Selbstverbuchungsanlage © Sven Aurich

2006 übernimmt Frau Angela Malz die Leitung der Bibliothek.

2007 Einführung der Lehrveranstaltung Vermittlung von Informationskompetenz für die Bachelorausbildung in den Fächern Germanistik, Technikkommunikation, Politikwissenschaften, Anglistik und Wirtschaftswissenschaften.

Der erste Selbstverbuchungsautomat in der Campusbibliothek I wird eingesetzt.

2008 beschließt das Rektorat der TU Chemnitz die Gründung eines Universitätsverlages als Abteilung der Bibliothek. Mit der Gründung soll für Angehörige der TU Chemnitz eine attraktive Möglichkeit geboten werden, kostengünstig unter der Marke der TU Chemnitz zu publizieren. Sie ist die einzige sächsische Hochschule, die einen eigenen Universitätsverlag besitzt.
Des weiteren wird die Universitätsbibliographie ins Leben gerufen.

2009 Die Benutzungsordnung wurde ins Englische übersetzt.
Die UB führte das Open Source Ticket Request System (OTRS) ein. Alle Dienstleistungen sind über eine einheitliche E-Mail-Adresse erreichbar.
Innerhalb der Sächsisch-Tschechischen Hochschulinitiative werden bis 2012 weitere Mittel zur Verfügung gestellt für den weiteren Ausbau der Sächsisch-Tschechischen Fachbibliothek.
Die Lehrveranstaltung Vermittlung von Informationskompetenz wird als Blended Learning angeboten. Als Lernplattform wird OPAL genutzt.
Die Teilbibliotheken Wirtschafts- und Rechtswissenschaften, Natur- und Ingenieurwissenschaften und der Bestand Mathematik wurde zur CampusBibliothek II zusammengeführt. Somit verringert sich die Anzahl der Bibliotheksstandorte auf 3 (Zentralbibliothek, CampusBibliothek I und CampusBibliothek II) und das PatentInformationszentrum.

2010 Ein sachsenweiter Volltextserver – Quality Content of Saxony (Qucosa) ist entstanden. Die Volltexte der TU Chemnitz werden nun über Qucosa gehostet. Über das neue Portal "MONARCH+" werden alle Dienstleistungen der Universitätsbibliothek zu Open Access vereinigt.

Frau Angela Malz wird Direktorin der Bibliothek.

2011 Im Zusammenhang mit der Bewerbung der Stadt Chemnitz zur „Stadt der Wissenschaft 2011“ und den Plänen der Universitätsleitung, in der Innenstadt einen geisteswissenschaftlichen Campus aufzubauen, soll die „Alte Aktienspinnerei“ zu einer zentralen Bibliothek umgebaut und ein wichtiges Element im Innenstadtcampus werden. Deshalb wurde ein Wettbewerb ausgelobt, die „Alte Aktienspinnerei“ zu einer modernen Zentralbibliothek auszubauen.

2012 Der OPAC wurde durch den neuen Katalog finc auf Suchmaschinenbasis abgelöst.
Speziell für Gymnasiasten wurde das Tutorial LENA (Literatur ermitteln, navigieren, analysieren) erarbeitet.

2013 wurden die Gewinner des Architekturwettbewerbes zum Umbau und der Erweiterung des denkmalgeschützten Gebäudes „Alte Aktienspinnerei“ gekürt: die Bietergemeinschaft Lungwitz, Heine, Mildner (Dresden) und Rabe (Berlin).

Am 1.12. startete das Ziel3-Projekt Bibliotheksnetzwerk „Informationen grenzenlos“: Ziele des Projektes war die grenzüberschreitende Informationsvermittlung. Bis zur Abschlussveranstaltung am 11.11.2014 gab es zahlreiche gemeinsame Anschaffungen und die grenzüberschreitende Nutzung elektronischer Medien, es fanden Schnupperaufenthalte, Workshops und Bibliothekstage statt.

2014 Am 1.1.2014 wird das Universitätsarchiv als selbständige Abteilung in die Universitätsbibliothek eingegliedert.

Foto: Blick in den Eltern-Kind-Raum mit Arbeitspltz und Kinderschreibtisch, CampusBibliothek II © Sven Aurich

Es wurde ein Eltern-Kind-Raum in der CampusBibliothek II eröffnet.
Eine interaktive Standortkarte wurde entwickelt, in den Bibliothekskatalog integriert und auf der Homepage verlinkt.
Mit Hilfe von DFG-Fördermitteln werden Publikationen in Open-Access-Zeitschriften unterstützt.

2015 Einführung von RDA (Resource Description and Access), dem neuen Standard für die Katalogisierung.