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Familiengerechte Hochschule
Audit Familiengerechte Hochschule

Audit Familiengerechte Hochschule

Seit März 2001 fördert und vergibt die berufundfamilie gGmbH - eine Initiative der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung - das audit familiengerechte hochschule. Ziel dabei ist die Entwicklung einer familienfreundlichen Hochschulkultur. Das audit familiengerechte hochschule versteht sich als strategisches Managementinstrument, das Wege aufzeigt, wie die Vereinbarkeit von Beruf bzw. Studium und Familie verbessert und langfristig in der Hochschulpolitik verankert werden kann.

 
Allgemeine Ziele des Audits:
  • Eine entspanntere Ausbildungs- und Arbeitssituation für Studierende und Hochschulbeschäftigte mit familiären Aufgaben.
  • Eine größere Chancengleichheit zwischen Beschäftigten oder Studierenden mit und ohne familiäre Aufgaben, das heißt insbesondere auch zwischen Frauen und Männern, da Frauen immer noch mehr Familienarbeit leisten.
  • Ein besseres Betriebsergebnis der Hochschulen durch effizienteren Personaleinsatz sowie die Reduzierung von Studienabbrüchen und Studiendauer.
  • Profilbildung und Attraktivitätssteigerung der deutschen Hochschulen, die durch eine familiengerechtere Hochschulstruktur gesellschaftliche Verantwortung übernehmen.

 

Zielgruppen:
  • "Kunden" der Universität mit Familienaufgaben: Studierende, Austauschstudierende, extern Promovierende, Tagungs- und Kongressteilnehmer und -teilnehmerinnen sowie Teilnehmende an der universitären Weiterbildung
  • Beschäftigte der Universität mit Familien: Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Nichtwissenschaftliches Personal, Beschäftigte in Technik und Verwaltung, Auszubildende, Professoren und Professorinnen sowie Gastdozenten und -dozentinnen
  • Funktionsträger und Funktionsträgerinnen der Universität: Universitätsleitung, Professoren und Professorinnen, Personalabteilung und Personalvertretung, Frauenbeauftragte, Studentenrat
  • Funktionsträger hochschulnaher Einrichtungen: Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Studentenwerks               
 
​Die Hertie-Stiftung hat für die Auditierung acht Handlungsfelder vorgegeben:
Familiengerechte Hochschule

Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Manuela Schwesig (l.), übergab dem Kommissarischen Rektor Prof. Dr. Andreas Schubert (2.v.r.) und Repräsentanten weiterer Hochschulen die Urkunde. Fotoquelle: www.berufundfamilie.de

  1. Arbeits-, Forschungs- und Studienzeit
  2. Arbeits-, Forschungs- und Studienorganisation
  3. Arbeits-, Forschungs- und Studienort
  4. Informations- und Kommunikation
  5. Führung
  6. Personalentwicklung und wissenschaftliche Qualifizierung
  7. Entgeltbestandteile und geldwerte Leistungen und Studienfinanzierung
  8. Service für Familien

 

 

Der Weg ist das Ziel:
Familiengerechte Hochschule
Der Rektor der TU Chemnitz, Prof. Dr. Klaus-Jürgen Matthes, und Auditor Dr. Michael Fillié unterschrieben am 07.09.2006 den Vertrag über die Durchführung des audit familiengerechte hochschule

Die Universitätsleitung der Technischen Universität Chemnitz beschloss im Juli 2006, das Zertifikat "audit familiengerechte hochschule" anzustreben. Dieses wird durch die berufundfamilie gGmbH, eine Initiative der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, verliehen. Anliegen des Projektes "Familiengerechte Hochschule" ist es, eine tragfähige Balance zwischen den betrieblichen Interessen der Universität und den familiären Interessen ihrer Beschäftigten und Studierenden zu erreichen und dies langfristig in der Universität zu verankern. 2006 stellte die TU Chemnitz den Antrag auf Auditierung als „Familiengerechte Hochschule“.

Die Auditoren Dr. Michael Fillié und Dr. Heike Maria Linhart begleiteten die Universität durch den Auditierungsprozess. In zwei Workshops wurden ausgehend von einer Ist-Standsanalyse Strategien, Ziele und Maßnahmen für die Erreichung des Zertifikates festgelegt.

Die Hertie-Stiftung entschied am 30.11.2006 positiv über die Auditierung der TU Chemnitz, welche damit als erste Hochschule in Sachsen das audit-Grundzertifikat zum audit familiengerechte hochschule erhielt. Für die Umsetzung der erarbeiteten Maßnahmen in den einzelnen Handlungsfeldern hatte die Universität drei Jahre Zeit. Danach erfolgte die Re-Auditierung.

Als erste Hochschule Sachsens stellte sich die TU Chemnitz zum wiederholten Male der Auditierung durch die berufundfamilie gGmbH, um unter Beweis zu stellen, dass an ihr Beruf, Studium und Familien perfekt zusammenpassen. Damit möchte die TU Chemnitz signalisieren, dass sie auch weiterhin bestrebt ist, ihren Mitarbeitern und Studierenden Arbeits- und Studienbedingungen zu bieten, die sich problemlos mit Elternschaft und Betreuung pflegebedürftiger Angehöriger vereinen lassen.

Das Audit-Verfahren wurde wie bereits 2006 durch Herrn Dr. Michael Filié als Auditor begleitet und durch das Projektteam der TU Chemnitz vorbereitet und durchgeführt. Das mehrstufige Verfahren baute auf der Berichterstattung zum audit familiengerechte hochschule aus den letzten drei Jahren, ergänzt durch ein umfangreiches Antragspapier, auf. Im Strategieworkshop vom 17.09.2009 wurde die Umsetzungsstruktur für die Aufrechterhaltung des Zertifikates festgelegt. Hierzu gehörten neben der kritischen Überprüfung der Zielstellung des Verfahrens auch die sensible Neudefinition des Familienbegriffes der TU Chemnitz.

Am 08.10.2009 folgte der eigentliche Auditworkshop, welcher der Erarbeitung von Maßnahmen und Zielvereinbarungen für die Arbeit der kommenden drei Jahre vorbehalten war. Auf Grundlage dieser Vorarbeiten wurden alle notwendigen Unterlagen zum audit familiengerechte hochschule (Re-Auditierung) fristgerecht bei der berufundfamilie gGmbH eingereicht. Am 07.12.2009 wurde die TU Chemnitz über die Bestätigung des Zertifikates benachrichtigt, welches nunmehr bis zum 07.12.2012 gültig ist.

Familiengerechte Hochschule
Berlin, 11. Juni 2010:      
Der Rektor der TU Chemnitz, Prof. Dr.-Ing. habil. Klaus-Jürgen Matthes erhält das Zertifikat aus den Händen der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Kristina Schröde
Die Technische Universität Chemnitz wurde im Dezember 2012 erneut als familiengerechte Einrichtung ausgezeichnet und erhielt das Zertifikat zum "audit familiengerechte hochschule" im Rahmen eines umfangreichen Re-Auditierungsverfahrens. Die TU Chemnitz konnte nun bereits zum dritten Mal unter Beweis stellen, dass Familie und Universität perfekt zusammenpassen.
"Die Chemnitzer Universität möchte auch weiterhin ihren Mitarbeitern und Studierenden gute Arbeits- und Studienbedingungen bieten, damit Elternschaft und die Betreuung pflegebedürftiger Angehöriger mit der Arbeit oder dem Studium an der Uni gut vereinbar sind", sagt die Frauenbeauftragte der TU Chemnitz, Dr. Renate Wißuwa. "Die familien-bewusste Hochschulpolitik ist ein wichtiger Baustein in der Gesamtausrichtung unserer Universität", sagt der Rektor der TU Chemnitz, Prof. Dr. Arnold van Zyl. Familiengerechte Bedingungen für Studium und Forschung sind ein wichtiger Standortfaktor, damit Studierende und Beschäftigte motiviert und gern an der Universität studieren beziehungsweise forschen. "Als familiengerechte Hochschule trägt die TU dazu bei, dass die Attraktivität von Chemnitz als Studien-, Arbeits- und Lebensort ständig steigt."

Die Chemnitzer Universitätsangehörigen mit Kindern können vielseitige verschiedene familienorientierte Angebote nutzen. Diese reichen von Kooperationen mit uniexternen Kinderbetreuungseinrichtungen
über spezielle Beratungs-, Informations- und Sportangebote bis hin zu Mentoring-Programmen für Frauen im wissenschaftlichen Bereich. Sehr gut unterstützt wird die TU Chemnitz dabei auch vom Studentenwerk Chemnitz-Zwickau, das beispielsweise Spielecken in den Mensen eingerichtet hat, ein kostenfreies Mittagessen für Kinder anbietet oder Eltern-Kind-Räume mit Wickelmöglichkeiten im "Zwergencampus" bereitstellt. Aber auch Veranstaltungen wie die Kinder-Uni Chemnitz, Kreativnachmittage und Ferienangebote sind weitere Puzzlesteine im Gesamtbild der familiengerechten TU Chemnitz.
"In den kommenden Jahren wollen wir alle Angebote noch besser vernetzen und darüber auf der zentralen Informationsplattform der familiengerechten Hochschule kommunizieren", berichtet Dr. Wißuwa.
 

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