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Barrierefreiheit
Barrierfreiheit

Inklusion und Barrierefreiheit

An der TU Chemnitz beschäftigen sich verschiedene Bereiche mit dem Thema Inklusion und Barrierefreiheit.

Im März 2009 hat Deutschland das völkerrechtliche Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (UN-Behindertenrechtskonvention, kurz UN-BRK) unterzeichnet. Mit der Ratifizierung verbunden ist die gesellschaftspolitische Zielstellung der Inklusion, das heißt der chancengleichen Teilhabe durch den Abbau einstellungs- und umweltbedingter Barrieren. In der UN-BRK zentral verankert ist das Recht von Menschen mit langfristigen körperlichen, seelischen, geistigen oder Sinnesbeeinträchtigungen (Art. 1) auf vollen Zugang zur Hochschulbildung; das Treffen angemessener Vorkehrungen im Hochschulbereich (Art. 24) und am Arbeitsplatz (Art. 27) sowie die Feststellung und Beseitigung von Zugangshindernissen und Barrieren (Art. 9). In der Folge veröffentlichte die Hochschulrektorenkonferenz die Empfehlung „Eine Hochschule für alle“, im Jahr 2011 die Bundesregierung den nationalen Aktionsplan sowie 2016 die Sächsische Staatsregierung den sächsischen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention.

Bereits im Herbst 2016 informierte das SMWK darüber, dass ab 2018 die seit 2015 zur Verfügung stehenden Sondermittel Inklusion nur noch mit der Maßgabe bereitgestellt werden, dass bis Ende 2017 ein hochschuleigener Aktions- und Maßnahmenplan zur Umsetzung des Übereinkommens der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen vorgelegt wird. Die Koordination der Erarbeitung dieses Aktions- und Maßnahmenplanes der TU Chemnitz obliegt seit Ende Februar Dr. Daniela Menzel. Nachdem Ende April ein erstes Kick-off-Meeting und eine leitfadengestützte Bestandsaufnahme der Arbeitsgruppe Inklusion stattgefunden hat, ist in Themenwochen "Inklusion" eine ausführliche Information und Beteiligung der Hochschulöffentlichkeit zum Aktions- und Maßnahmenplan der TU Chemnitz geplant:

Am 18. und 19. Oktober 2017 sind zwei Inklusionswerkstätten unter dem Motto „Nicht ohne uns über uns“ geplant. Hier können sich Studierende mit Beeinträchtigungen zu Erfahrungen, Studienbedingungen und Barrieren an der TU Chemnitz austauschen und konkrete Ideen zum Abbau dieser Barrieren entwickeln. Die Inklusionswerkstatt I findet am Mittwoch, dem 18.10.2017 von 13.00 bis 16.00 Uhr im Uni-Teil Straße der Nationen im Raum 1/367 statt. Eine zweite Inklusionswerkstatt steht am Folgetag, dem 19.10.2017 von 9.00 bis 12.00 Uhr auf dem Campus Reichenhainer Straße im Raum W040 (Weinholdbau) auf dem Programm.

Der 21. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerkes (2017) zufolge sind 11 Prozent aller Studierenden in ihrem Studium beeinträchtigt. Die zahlenmäßig größte Gruppe bilden dabei psychische Erkrankungen, welche von 47 Prozent als Beeinträchtigungsart benannt wird. Grund genug ein Seminarangebot zu konzipieren, welches verschiedene psychische Erkrankungen vorstellt sowie aufzeigt, inwieweit diese das Studium erschweren und welche Möglichkeiten der Unterstützung durch Lehrende und Beratende an der TU Chemnitz es gibt. Das Seminar „Studieren mit einer psychischen Beeinträchtigung“ bietet Raum für einen Erfahrungsaustausch und es werden Beratungsgespräche mit Studierenden simuliert, um die Beratungsqualität zu verbessern. Ziel ist es, die Akzeptanz für psychisch erkrankte Studierende zu erhöhen und ihrer Stigmatisierung entgegenzuwirken. Termin ist der 26. Oktober 2017 von 9.00 bis 15.30 Uhr im Alten Heizhaus. Die Einschreibung erfolgt über OPAL (Kursangebot der Zentralen Verwaltung) und richtet sich an Tätige in Lehre und Beratung aus allen Bereichen und Fakultäten der TU Chemnitz mit Interesse an diesem Thema.

Nach der Erstauflage 2016 wird für das erste Halbjahr 2018 ein 2. Tag der Inklusion mit dem Titel „Inklusion ist die Antwort – was war nochmal die Frage“ geplant. Nähere Informationen dazu folgen in Kürze.

Uni aktuell-Meldung vom 06.06.2017

Uni aktuell-Meldung vom 29.09.2017

Nach der 21. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerkes (2016) ist von einem Anteil von etwa 11 Prozent an Studierenden auszugehen, die eine oder mehrere gesundheitliche Beeinträchtigung/en haben und die sich erschwerend auf das Studium auswirkt bzw. auswirken. Im Vergleich zur vorherigen Befragungswelle (2012) hat sich ihr Anteil damit um vier Prozentpunkte erhöht. Damit Studierende mit Beeinträchtigung gleichberechtigt am Studienalltag teilhaben können, ist die TU Chemnitz bestrebt, Chancengleichheit beim Zugang, im Studium sowie bei Prüfungen zu ermöglichen. Alle Informationen zu Beratungsangeboten finden Studierende auf den Seiten der inklusiven Hochschule

Inhalte von Webseiten sind Menschen mit Beeinträchtigungen häufig nur schwer oder unvollständig zugänglich. Bei der Erstellung von Webseiten sind daher besondere Anforderungen zu berücksichtigen, um diese Barrieren abzubauen. Alle Hinweise und Informationen zum barrierefreien Webdesign finden Sie auf den Dokumentationsseiten des Universitätsrechenzentrums

Um pdf-Dokumente für motorisch beeinträchtigte Personen, Sehbehinderte und Blinde zugänglich zu machen, sind mehrere Arbeitsschritte notwendig. Auf den Seiten der inklusiven Hochschule werden diese Anleitungen gebündelt.

In Umsetzung der Vorgaben aus der UN-Behindertenrechtkonvention wird die TU Chemnitz auch im Jahr 2017 weiterhin verschiedene Maßnahmen zur Barrierefreiheit im Internet ergreifen. In diesem Zusammenhang wird eine Schulung zum Thema "Barrierefreie PDF-Dateien erstellen und püfen" (externer Dozent) stattfinden. Als Zielgruppe werden hierbei alle verantwortlichen MItarbeiter/-innen aus den betreffenden Bereichen und Fakultäten angesprochen. Eine Einschreibung in diese Veranstaltungen erfolgt in der Lernplattform OPAL

An den vier Standorten der TU Chemnitz orientieren sich Tag für Tag unzählige Hochschulangehörige sowie Gäste. Bisher waren historisch gewachsen sehr unterschiedliche Beschilderungen vorhanden. Diese haben jedoch teilweise erhebliche Mängel und weisen insgesamt kein einheitliches Leit- und Orientierungskonzept auf. Dies führt dazu, dass sich unter anderem Angehörige sowie Gäste unzureichend orientieren können. Um diese Situation zu verbessern wurde u. a. eine Bezeichnungsnomenklatur und ein Leitfaden zum Leit- und Orientierungssystem erstellt. Mehr dazu unter folgendem Link: https://www.tu-chemnitz.de/verwaltung/technik/luos/index.html