Das Referat Sport befürwortet die Erklärung der adh "zur Flüchtlingssituation im Hochschulsport"

Das Referat Sport befürwortet die „Erklärung des Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverbandes zur Flüchtlingssituation im Hochschulsport“ vom 19.01.16 und schließt sich dieser an.

Dazu Rik Brey, Referent Sport: "Die Unterbringung Geflüchteter in Turnhallen ist menschenunwürdig und auf Dauer nicht hinnehmbar. Vernünftige Unterbringungssituationen könnten auch Synergien und Integrationsprojekte fördern durch die Nutzbarmachung der Sportflächen."

Zur Information ein Auszug aus der Erklärung:

"Allgemeiner Deutscher Hochschulsportverband

Viele Menschen haben in den vergangenen Monaten ihre Heimat verlassen und tun dies immer noch, um in Europa eine sichere Zuflucht zu finden. Diese Flucht ist für die meisten Betroffenen mit weitreichenden Entbehrungen und Opfern verbunden. Dies sollte uns vor Augen führen, wie wichtig es ist, diesen Menschen ein Gefühl des Willkommenseins entgegen zu bringen. Die Würde des Menschen sollte bei allen Überlegungen und Handlungen in diesen Tagen an erster Stelle stehen.

Wie auch in vielen anderen Bereichen der Gesellschaft hat der starke Zustrom von Flüchtlingen Auswirkungen auf die Arbeit und das Engagement der Institutionen des Hochschulsports. Der Allgemeine Deutsche Hochschulsportverband e.V. (adh) begrüßt mit Blick auf diese Situation die Erklärung „Flüchtlinge in Sportdeutschland“ des Deutschen Olympischen Sportbundes, und schließt sich dieser grundsätzlich an.

Viele Hochschulsporteinrichtungen haben sich dazu entschlossen, durch die Einbindung in ihre Angebote einen besonderen Teil zur Integration von Flüchtlingen beizutragen. Insbesondere vor dem Hintergrund der noch vielerorts ungeklärten Frage der Versicherung der teilnehmenden Flüchtlinge ist dieses Engagement vor Ort besonders zu würdigen.

Die Durchführung des Hochschulsports ähnlich wie andere Bereiche des Sports in Deutschland wird aber durch die Nutzung von Sporthallen als Flüchtlingsunterkünfte beeinträchtigt. An manchen Standorten des Hochschulsports in Deutschland werden Sportstätten und anliegende Büroräume sehr kurzfristig und umfänglich in Beschlag genommen und ohne nähere Information zur Überlassungsdauer besetzt. Reguläre Kurse des Hochschulsports und Trainingsgruppen fallen so dauerhaft aus. Die Möglichkeiten Flüchtlinge in die Angebote des Hochschulsports zu integrieren oder spezielle Angebote zu schaffen, werden dadurch wesentlich erschwert – teilweise sogar unmöglich gemacht.

Die verantwortlichen Stellen auf allen Ebenen der Politik haben erkannt, dass eine langfristige Integration der asylsuchenden Menschen nur mit vollem Einsatz in gesamtgesellschaftlicher Anstrengung umzusetzen ist.

Um die Möglichkeiten und das Engagement des Hochschulsports voll in diese Bemühungen einbinden zu können, ist eine Unterstützung von staatlicher Seite, sei es in Form von finanzieller Förderung oder in der Erleichterung formaler Restriktionen (bspw. Versicherungsfragen), sehr wünschenswert. Der Allgemeine Deutsche Hochschulsportverband richtet daher die Bitte an die politischen und gesellschaftlichen Entscheiderinnen und Entscheider der Kommunen, der Ländern und des Bundes,…

…, die Akteure des Hochschulsports vor Ort, aber auch in den Landeskonferenzen und im adh in alle Entscheidungen mit einzubeziehen, die den Hochschulsport betreffen,

…, diese Akteure über alle Maßnahmen durch eine transparente Kommunikation und regelmäßige Information in Kenntnis zu halten,

…, im Bedarfsfall auch über unbürokratische Lösungen sichere und verlässliche Rahmenbedingungen für alle Beteiligten zu schaffen,

…, die durch die zweckfremde Nutzung und den Nutzungsausfall von Sporthallen entstandenen Kosten angemessen zu berücksichtigen,

…, den Hochschulsport und seine Vertretenden bei der Entwicklung mittel- und langfristiger Strategien zur nachhaltigen Integration der anerkannten Flüchtlinge in die Gesellschaft einzubinden.

Für den Vorstand des adh

Felix Arnold
Vorstandsvorsitzender "

http://www.adh.de/fileadmin/user_upload/adh.de/pdf/AL_12.4.4_-_Positionspapier_-_Fluechtlingssituation_im_HSP.pdf


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