Laut und bunt für eine bessere Bildung – Student_innenrat der TU Chemnitz ruft am 1. Mai zum Handeln auf!

Für Toleranz, Integration und Bildung ruft der Student_innenrat der TU Chemnitz am 1. Mai zu einer Demo mit dem Motto „Bildung ist kein Ausverkauf“ auf! Getroffen wird sich an der Reichenhainer Straße 55 (vor der Mensa) um 9:30 Uhr. Anlass hierfür ist die schlechte Bildungspolitik in ganz Deutschland, die seit Jahren vernachlässigt, verdrängt und vergessen wird. Die Demonstration richtet sich nicht nur an Student_innen, sondern auch an Eltern, Schüler_innen, Lehrer_innen und Mitarbeiter_innen der Hochschulen, denn Bildung ist ein Thema, das Jede_n etwas angeht.

Besonders die Finanzierung ist immer wieder ein leidiges Thema. Die Unterfinanzierung ist bereits an den Grund- und Sekundarschulen bemerkbar. Der Lehrer_innenmangel führt zu massiven Stundenausfällen, immer größer werdenden Klassen, u.v.m. Diese Missstände sind seit Jahren deutlich für alle sichtbar, werden aber von der Politik nur in akuten Fällen notdürftig und ungenügend nachgebessert. Wo sollen die Schüler_innen dabei Toleranz, Integration und Kommunikation lernen?

Finanzielle Einsparungen machen auch vor der universitären Lehre nicht Halt. „Längst nicht alle Lehrenden haben eine unbefristete Stelle, was zu Unsicherheiten und entsprechend viel Fluktuation führt.“, merkt Stanley 
Jarosczinsky, Referent für Lehre und Studium, an. "Unsichere, ständig wechselnde Lehre kann nicht die Basis für dauerhaft erfolgreiche Studiengänge sein. Auch nicht für die Entscheidung einer späteren beruflichen Zukunft." Viele Hochschulen rühmen sich mit einem großen Anteil eingeworbener Drittmittel. Obwohl dies eine beachtliche Leistung ist, zeugt es vor allem von einer ungenügenden Grundfinanzierung. Besonders kleinere Hochschulen spüren diesen Verlust deutlich. Bereits profilierte Hochschulen haben es leichter, sich für zusätzliche Förderungen zu bewerben, zum Beispiel auf die Exzellenzcluster. Diese sollen Leuchttürme der Wissenschaft sein, lassen dabei aber große Teile der Bundesländer dauerhaft im Dunkeln.

Margreet Kneita, Mitorganisatorin der Demonstration, schließt ab: „Im Schatten der Ausreden „kein Geld, keine Zeit, keine Notwendigkeit“ zerstört die Sparpolitik nicht nur das Bildungsniveau ganzer Generationen, sondert lässt auch Fremdenhass, Neofaschismus und Gewalt gedeihen und nährt so eine Gesellschaft die Geschwüre treibt, wie sie “Der III. Weg” auf die Straße bringt.“ Dieser mobilisiert Neonazis aus ganz Deutschland zu einer Demo am 1. Mai. Mit seiner Demonstration setzt der Student_innenrat ein Zeichen gegen die rechtsextreme Partei. Laut. Bunt. Und für eine bessere Bildung.

Für Rückfragen steht Ihnen Verena Traubinger, Öffentlichkeitsarbeit der Demonstration, unter 0176/70455000 sowie unter ausverkauf@stura.tu-chemnitz.de gerne zur Verfügung.


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