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Bachelorstudiengang Medical Engineering


Die Medizintechnik (Medical Engineering) ist ein interdisziplinäres Forschungs- und Arbeitsgebiet an der Schnittstelle zwischen den Ingenieur- und Naturwissenschaften und der Medizin. Die besondere Ausrichtung auf die Kombination von Aspekten des Maschinenbaus und der Medizin heben den Studiengang Medical Engineering der TU Chemnitz von bestehenden, elektrotechnisch geprägten, Hochschul- und Fachhochschulstudiengängen ab. Die Verknüpfung von konstruktionstechnischen, mechanischen und werkstoffwissenschaftlichen Lehrinhalten mit der Vermittlung von medizinischen und biomechanischen Kenntnissen ist aktuell deutschlandweit einzigartig.

Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels in den Industriestaaten mit einer zunehmend alternden und Gesundheitsangebote nachfragenden Bevölkerung zählen sowohl die Bundesregierung als auch die Deutsche Forschungsgemeinschaft die Forschung und Entwicklung in der Medizintechnik zu den Handlungsfeldern der Zukunft. Medizintechnik wird sowohl durch einen eigenen Aktionsplan der Bundesregierung hervorgehoben als auch explizit als Schlüsseltechnologie genannt und steht in der High-Tech-Strategie als zentrales Themenfeld im Fokus. Der konsekutiv angelegte Bachelorstudiengang Medical Engineering bietet daher – neben Perspektiven einer erfolgreichen und zielgruppengerechten Lehre für die Ausbildung gefragter Fachkräfte für einen internationalen Wachstumsmarkt – vielfältige Forschungsmöglichkeiten auf einem wissenschaftlich und wirtschaftlich hoch attraktiven Zukunftsfeld.



Voraussetzung: in der Regel allgemeine Hochschulreife
Regelstudienzeit: 7 Semester
Abschluss: Bachelor of Science (B.Sc.)
Studienbeginn: in der Regel Wintersemester

Ein 3-semestriger konsekutiver Master-Studiengang ist in Planung.

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Berufliche Möglichkeiten

Die medizinische Versorgung besitzt eine zentrale gesellschaftliche Bedeutung. Für breite Patientengruppen verfügbare Präventions-, Diagnose- oder Therapie-Möglichkeiten tragen wesentlich zum Lebensstandard in einem Land bei. In diesen Bereichen entstehen Innovationen durch die Entwicklung und Markteinführung neuer medizintechnischer Produkte. Die Medizintechnik stellt daher einen stetig wachsenden Markt dar, der eine große Nachfrage an Fachpersonal mit technischem Hintergrund und soliden medizinischen Kenntnissen generiert. Die aufgrund der Bevölkerungsentwicklung steigende Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen der Medizintechnik sowie zahlreiche Prognosen deuten auf langfristig starke Zuwachsraten und großes Beschäftigungspotenzial hin. Bereits heute besteht ein aus aktuellen Universitätsabsolventen kaum zu deckender Bedarf an Fachkräften an der Schnittstelle zwischen Medizinern und Klinikpersonal auf der einen und Ingenieuren und Technikern auf der anderen Seite. Nur durch eine inter- und transdisziplinäre Zusammenarbeit können zunehmend komplexere Produkte und Apparate entwickelt, vertrieben und in der medizinischen Praxis eingesetzt werden. Für die Absolventen des Bachelorstudiengangs Medical Engineering ergeben sich damit die folgenden Berufsfelder/Einsatzgebiete mit einer zu erwartenden, stark zunehmenden Beschäftigtenzahl:

  • Entwicklung medizintechnischer Produkte, Geräte, mechanischer Hilfsmittel und Einrichtungen, z.B. in Unternehmen sowie in Kliniken
  • Vertrieb medizintechnischer Produkte und Dienstleistungen
  • Betreuung der (Apparate-)Technik und Beratung in zunehmend technisch komplexer ausgestatteten Kliniken
  • Beratung und Evaluation technologischer Aspekte in Einrichtungen der öffentlichen Hand, z.B. in Gesundheitsämtern und -ministerien

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Studienaufbau

Der Studiengang ist thematisch nach Fachgebieten strukturiert, in denen jeweils in den ersten drei Semestern Grundlagenwissen vermittelt wird. Im weiteren Verlauf des Studiums werden diese Fachbereiche vertieft bzw. in der Synergie von medizinischen und technischen Inhalten vielfältige Anwendungsfelder der Medizintechnik vermittelt. Durch eine Reihe von Ergänzungsmodulen, aus denen die Studierenden frei auswählen können, wird speziell die Fähigkeit herausgebildet, sich mit den sprachlichen und kulturellen Besonderheiten sowohl der technischen als auch der medizinischen Wissenschaften auseinanderzusetzen und eine Vermittlerrolle zwischen Vertretern unterschiedlichster Fachbereiche zu übernehmen.

In einem 10-wöchigen Praktikum, in der Regel in Einrichtungen außerhalb des Hochschulwesens, erhalten die Studierenden erste Einblicke in mögliche spätere Berufsfelder und sind durch praktische Erfahrungen in für die Medizintechnik relevanten Tätigkeitsfeldern in der Lage, eigenständig fachspezifische Aufgaben zu lösen.

Der Studiengang schließt mit der Bachelorarbeit ab, deren Thema in engem inhaltlichem Zusammenhang mit dem Studiengang Medizintechnik steht. Die Bearbeitung der Bachelorarbeit kann wahlweise an der Technischen Universität Chemnitz oder in Unternehmen bzw. Einrichtungen außerhalb des Hochschulwesens mit Bezug zur Medizintechnik durchgeführt werden und befähigt die Studierenden, eigenständig wissenschaftlich-technische Aufgabenstellungen innerhalb einer vorgegebenen Frist zu bearbeiten sowie die Ergebnisse zu präsentieren und zu verteidigen.

Inhalte:

1.  Bereich Naturwissenschaften
   Technische Physik, Allgemeine und organische Chemie
2.Bereich Mathematik
   Höhere Mathematik I und II
3.Bereich Medizin und Biomechanik
   Anatomie, Physiologie, Biomechanik und Bewegungswissenschaft, Klinische Fachbereiche
4.Bereich Werkstoffe
   Werkstofftechnik/Kunststofftechnik, Biomaterialien und Werkstoffe der Medizintechnik, Werkstoffprüfung
5.Bereich Mechanik und Mechanismen
   Technische Mechanik – Statik/Festigkeitslehre/Dynamik, Mechanismentechnik
6.Bereich Konstruktion
   Darstellungslehre/Konstruktionslehre, Strukturleichtbau, Faserverbundkonstruktion
7.Bereich Fertigungstechnik
   Fertigungslehre, Mikro- und Nanosysteme, Mikromechanische Komponenten
8.Bereich Elektrotechnik und Informatik
   Elektrotechnik/Elektronik, Elektrische Messtechnik, Sensoren und Sensorsignalauswertung, Grundlagen der Informatik I und II
9.Bereich Medizinische Geräte und Materialien in der Praxis
   Gerätetechnik in der Diagnostik, Personengebundene Geräte, Gerätetechnik in der Therapie
10.Bereich Disziplinübergreifende Fächer
   Englisch in der studien- und berufsbezogenen Kommunikation,
   Wahlmöglichkeiten: Recht des geistigen Eigentums, Arbeits- und Gesundheitsschutz, Qualitäts- und Umweltmanagement,
   Anwendung von Qualitätstechniken, Präsentationstechniken, Gesprächsführung
11.Praktikum
   10-wöchiges Fachpraktikum in der Industrie
12.Bachelor-Arbeit

Eine industrielle Grundpraxis im Umfang von sechs Wochen (Grundpraktikum) sollte möglichst vor dem Studium erworben werden. Das Grundpraktikum ist spätestens bis zum Beginn des 3. Semesters nachzuweisen.

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Bewerbung

Die Bewerbung für ein Studium für deutsche Studieninteressenten erfolgt online.

Nutzen Sie dafür den Link Online-Bewerbung.

Nützliche Informationen zur Studienaufnahme finden Sie auf den nachfolgenden Links.

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Beratungsmöglichkeiten

Fachstudienberatung

Technische Universität Chemnitz
Fakultät für Maschinenbau
Prof. Dr. Martin Wagner
09107 Chemnitz

Sitz: Erfenschlager Straße 73, B-Bau: Zimmer B016A
Tel.: (0371) 531-36153
E-Mail: martin.wagner@mb.tu-chemnitz.de


Praktikantenamt und Studienorganisation

Technische Universität Chemnitz
Fakultät für Maschinenbau
Dr.-Ing. Brigitte Morgenstern
09107 Chemnitz

Sitz: Reichenhainer Str. 70, Zimmer A 017
Tel.: (0371) 531-32156
E-Mail: brigitte.morgenstern@mb.tu-chemnitz.de


Zentrale Studienberatung

Technische Universität Chemnitz
Zentrale Studienberatung
09107 Chemnitz

Sitz: Straße der Nationen 62, Zimmer 046
Tel.: 0371 531 55555, -32549, -31690
Fax: 0371 531 12128
E-Mail: studienberatung@tu-chemnitz.de

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