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Studium mit Behinderung

Beratung für Studierende mit Beeinträchtigung

Sieben Prozent der Studierenden an deutschen Hochschulen haben eine Beeinträchtigung, die sich erschwerend auf das Studium auswirkt. Damit Studierende mit Beeinträchtigung gleichberechtigt am Studienalltag teilhaben können, ist die TU Chemnitz bestrebt, Chancengleichheit aller gesellschaftlicher Gruppen zu ermöglichen.

Der Übergang in ein Studium stellt eine große Herausforderung dar bei der wir Studierende optimal unterstützen möchten. Da jede Beeinträchtigung individuell und damit unterschiedlich ist, stehen Studienanfänger und Studierende mit Handycap häufig vor umfangreichenden Herausforderungen. Um Sie beim Start aber auch im Laufe des Studiums zu unterstützen, ist Frau Menzel von der Zentralen Studienberatung für beeinträchtigte Studieninteressenten und Studierende ein erster Anlaufpunkt, der möglichst frühzeitig aufgesucht werden sollte, um Fragen und Probleme zum Studium zu klären.


Portrait: Dr. Daniela Menzel
Dr. Daniela Menzel
Studienberaterin
  • Telefon:
    +49 371 531-34939
  • Fax:
    +49 371 531-12128
  • Raum:
    Straße der Nationen 62, Böttcher Bau, 047
  • E-Mail:

Ich sehe mich als Kontaktperson für verschiedene Zielgruppen mit ihren individuellen Anliegen.

Zielgruppe sind Studieninteressenten und Studierende mit:

  • Mobilitätsbeeinträchtigungen
  • Sehbeeinträchtigungen
  • Hörbeeinträchtigungen
  • Sprechbeeinträchtigungen
  • psychischen Erkrankungen (z.B. Depressionen)
  • chronischen Krankheiten (z.B. Rheuma, Morbus Crohn oder Diabetes)
  • Legasthenie und andere Teilleistungsstörungen
  • Plötzliche Erkrankung

Anliegen:
  • Information zum Studienaufbau und -ablauf
  • Studienorganisation
  • Bauliche Voraussetzungen – Barrierefreiheit
  • Hilfe bei der Erstellung des Stundenplans – Kommunikation mit anderen Einrichtungen zur Verlegung von Veranstaltungen bei Barrieren
  • Unterstützung bei der Beantragung von Nachteilsausgleichen
  • Unterstützung bei der Beantragung nichtanrechenbarer Studienzeiten aufgrund nicht selbst zu vertretender Umstände (Rückstufung im Studium)
  • Unterstützungsleistungen aufzeigen
  • Finanzierung
  • Netzwerkaufbau – Herstellen von Kontakten zu weiteren Stellen

Ich arbeite intensiv mit internen und externen Einrichtungen zusammen, um Lösungen für einen reibungslosen Studienablauf zu finden:

Barrierefreiheit

Die TU Chemnitz ist barrierefrei und arbeitet stetig an der Verbesserung der baulichen Gegebenheiten. Alle Universitätsteile sind mit Fahrstühlen ausgestattet, bieten Rampen, behindertengerechte Toiletten und sind zum Teil ebenerdig gestaltet. Der bauliche Prozess ist nie komplett abgeschlossen, daher freuen wir uns auch über Anregungen oder Verbesserungsvorschläge unserer Studierenden, um das Studium möglichst reibungslos zu gestalten.

Aufgrund der Größe unserer Universität ist es uns möglich, individuell auf Anfragen einzugehen und eine intensive Beratung anzubieten.

Universitätsteil Straße der Nationen
  • Fahrstuhl im Böttcher-Bau
  • Fahrstuhl im Eingang Mittelbau
  • Behindertengerechte Toiletten vorhanden
  • Teilweise aufwändiger Zugang zu den Seminar- und Hörsälen – Kontakt zu Frau Menzel wird empfohlen

Carolastraße
  • Rampe für Rollstuhlfahrer

Universitätsteil Reichenhainer Straße

Zentrales Hörsaal- und Seminargebäude N:
  • Ebenerdiger Zugang
  • Keine Türenautomatik
  • Geräumiger Fahrstuhl
  • Zugang zu allen Seminar- und Hörsälen möglich
  • Behindertengerechte Toiletten vorhanden

Weinhold-Bau:
  • Ebenerdiger Zugang
  • Türenautomatik
  • Fahrstuhl
  • Zugang zu allen Seminar- und Hörsälen möglich
  • Behindertengerechte Toiletten vorhanden

Rühlmann-Bau:
  • Ebenerdiger Zugang
  • Türenautomatik
  • Fahrstuhl
  • Zugang zu allen Seminar- und Hörsälen möglich
  • Behindertengerechte Toiletten vorhanden

Mensa:
  • Ebenerdiger Zugang
  • Keine Türenautomatik
  • Geräumiger Fahrstuhl
  • Behindertengerechte Toiletten vorhanden

Wohnheime:
  • Behindertengerechte Wohnheime über das Studentenwerk Chemnitz-Zwickau. Das Studentenwerk Chemnitz-Zwickau verfügt in Chemnitz über 7 behindertengerechte Wohnungen. Diese befinden sich im Wohnheim Vettersstraße 72

Universitätsteil Erfenschlager Straße
  • Zugang über Rampen möglich - erhöhter Zeitaufwand für Studierende mit Mobilitätsbeeinträchtigung
  • Drehtür
  • Kein Fahrstuhl vorhanden
  • Zugang zu Seminar- und Hörsälen eingeschränkt – Kontakt zu Frau Menzel wird empfohlen
  • Behindertengerechte Toilette vorhanden – Zugang je nach Lage des Hör- oder Seminarsaales aufwändig

Universitätsteil Wilhelm-Raabe-Straße
  • Zugang über Rampe möglich
  • Fahrstuhl vorhanden
  • Zugang zu allen Seminar- und Hörsälen möglich
  • Behindertengerechte Toiletten vorhanden

Ausstattung der Technik

Behindertengerechte Arbeitsplätze
  • Blindenarbeitsplatz in der Universitätsbibliothek (Braillezeile, Drucker, Vorlesesoftware, Braillepapier etc.)
  • Blindenarbeitsplatz im PC Pool Campus Straße der Nationen
  • Sehgeschädigten-Arbeitsplatz in der Fakultät für Mathematik (Vorleseeinrichtung, Vergrößerungssoftware etc.)
  • Sehgeschädigten/Blinden-Arbeitsplatz in der Fakultät für Informatik (Vorleseeinrichtung, Vergrößerungssoftware und teilweiser Ausstattung Blindenarbeitsplatz etc.)
Technik
  • 2 Laptops für Sehgeschädigte Studierende der Fakultät Human- und Sozialwissenschaften (Laptops mit großem Display zur Nachverfolgung Vorlesung für Sehgeschädigte)
  • Audioguide-Anlage - 10 Schleifen in Betrieb (Zentrales Hörsaal- und Seminargebäude: N114 und N115)
  • WLAN-basiertes latenzarmes mehrkanaliges Audio-Übertragungssystem für mobile Endgeräte für hörgeschädigte Studierende und Mitarbeiter (Straße der Nationen: 1/ Heizhaus, 1/ 232, 1/ 316; Zentrales Hörsaal- und Seminargebäude: 2/ N111, 2/ N113, 2/ C104; Wilhelm-Raabe-Straße: 4/ 032)
  • Download der dazugehörigen APP (das Smartphone wird zum Hörgerät)
Mobilar
  • höhenverstellbare Tische für Hörsäle der TU Chemnitz für Rollstuhlfahrer
  • höhenverstellbare Tische für Zweigbibliotheken der TU Chemnitz für Rollstuhlfahrer
  • höhenverstellbare Tische im Bereich Universitätskommunikation für zentrale Veranstaltungen
  • höhenverstellbares Whiteboard für Vorlesungen für Rollstuhlfahrer
Weiteres
  • Treppenmarkierung für Sehgeschädigte im Zentralen Hörsaal- und Seminargebäude N
  • Arbeit an der Umsetzung der barrierefreien Webseitengestaltung (Überprüfung und Anpassung des Corporate Design auf Barrierefreiheit, Erstellung einer barrierefreien Landingpage, Schulungen zur Gestaltung barrierefreier Dokumente und PDFs)
Ruheräume
  • Aktuell gibt es an der TU Chemnitz noch keine speziell eingerichteten Ruheräume

Nachteilsausgleiche

Mit einem Nachteilsausgleich soll gewährleistet werden, dass Studierende mit einer Behinderung gleichberechtigt Studien- und Prüfungsleistungen erbringen können.

Ein Nachteilsausgleich ist keine Bevorteilung eines Studierenden sondern der Ausgleich eines Nachteils!

Nachteilausgleiche erhöhen Chancengleichheit und fördern individuelle Lösungen für spezielle Situationen.


Beispiele für Nachteilsausgleiche:

  • Verlängerung der Bearbeitungszeit bei zeitabhängigen Studien- und Prüfungsleistungen
  • Unterbrechung von zeitabhängigen Studien- und Prüfungsleistungen durch individuelle Erholungspausen, die nicht auf die Bearbeitungszeit angerechnet werden dürfen
  • Aufteilung einer Prüfungsleistung in Teilleistungen
  • Ersatz von schriftlichen durch mündliche Leistungen und umgekehrt
  • Zulassen von Gebärdensprachdolmetscher sowie zur Verfügung stellen von adaptierten (Prüfungs-) Unterlagen
  • Umformulierung der Prüfungsaufgaben in verständliche Schriftsprache, evtl. in Verbindung mit einer Zeitverlängerung
  • Zulassen oder zur Verfügung stellen von notwendigen Hilfsmitteln & Assistenzleistungen
  • Durchführung der Prüfung in einem gesonderten Raum

Beantragung eines Nachteilsausgleichs:

  • Studierender stellt einen formlosen Antrag auf Nachteilsausgleich
  • Unterstützung erhalten Studierende durch die Zentrale Studienberatung oder die Sozialberatung des Studentenwerks
  • Beschreibung der gesundheitlichen Situation
  • Formulierung des Nachteilsausgleichs durch den Studierenden
  • Der Antrag muss ein ärztliches Attest über die Beeinträchtigung beinhalten
  • Ein Nachteilsausgleich muss für jede Prüfung in jedem Semester neu beantragt
  • Der Antrag wird beim zuständigen Prüfungsausschussvorsitzenden eingereicht
  • Wird dem Nachteilsausgleich stattgegeben, erfolgt die Umsetzung durch den jeweiligen Prüfer
  • bei Zustimmung erfolgt die Umsetzung durch die jeweiligen Prüfer

Presseartikel