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Seniorenkolleg an der TU Chemnitz
Seniorenkolleg

Exkursionen von Mitgliedern des Seniorenkollegs an der TU Chemnitz

The Malta Experience

Die Exkursion von 18 Teilnehmenden des Seniorenkollegs
an der TU Chemnitz nach Malta vom 10.04. bis 18.04.2006

Aufgrund des sehr lebendigen und interessanten Vortrages des maltesischen Botschafters in der Bundesrepublik Deutschland, William C. Spiteri, entwickelte sich die Idee einer Lernpartnerschaft unter Beteiligung des Seniorenkollegs an der Technischen Universität Chemnitz und der Universität des dritten Lebensalters an der University of Malta. Bei einem herzlichen Empfang durch Prof. Joseph Troisi, Carmelina Grech und Helen Borg Bonicci wurde diese mit Prof. Dr. Roland Schöne, Karl Richter, Horst Klaus, Jürgen Hummitzsch und Christian Vogel im Mai 2005 in Malta weiter konkretisiert. Und nach weiteren 11 Monaten Vorbereitungszeit war es endlich soweit.

Am 10. April 2006, zu beinahe nachtschlafender Zeit, fröstelnd, aber voller Erwartung, starteten 17 Senioren des Seniorenkollegs an der TU Chemnitz unter Leitung zweier sprach- und landeskundlicher Studierenden zu einer achttägigen Exkursion nach Malta. Zunächst ging es mit dem Bus zum Franz Joseph Strauß Flughafen nach München, wo sich unsere Gruppe durch den Gast aus Düsseldorf noch um eine Person vergrößerte, dann per Flugzeug nach Valletta.

Malta 1Die Insel empfing uns mit Sonne und frühsommerlichen Temperaturen, sodass von Beginn an man
soll ja die äußeren Umstände nicht unterschätzen – auch das Klima innerhalb der Gruppe von einer lockeren, fröhlichen, aufgeschlossenen und interessierten Atmosphäre bestimmt wurde.
Das Programm dieser acht Tage, liebevoll zusammengestellt von unseren Gastgebern sowie den Organisatoren aus Chemnitz, bot eine sehr gelungene Mischung aus Landeskunde, Geschichte, Kultur, Natur, Sprache und Begegnung mit Vertretern unserer Partnereinrichtung. Ein zentraler Bestandteil dieser „Bildungsreise“ war der Englischkurs, welchem Einige zu Beginn durchaus kritisch gegenüberstanden.

Das dieser letztlich vom Großteil der Teilnehmenden als Erfolg erlebt wurde, war im Besonderen der ganz persönliche Verdienst unserer „Englischlehrerin“ Helen Borg Bonicci. Sie verstand es mit ihrer warmherzigen Melange aus british correctness und maltesischem Charme, trotz unterschiedlichster Voraussetzungen der einzelnen Teilnehmenden, für die Englische Sprache zu begeistern und den Unterricht somit für alle gewinnbringend zu gestalten.

Malta 2Darüber hinaus war Helen eine kunstliebende Reiseführerin; ihre Begeisterung für die Malerei Caravaggios in der St. Johns Co-Cathedrale wirkte regelrecht berührend. Ihre mitreissendenden Ausführungen zur Geschichte der Insel wurden am Ende des ersten Tages durch die virtuelle Historienshow „The Malta Experience“ ergänzt, was alles in allem ein ebenso informativer wie gelungener Auftakt unser Exkursion darstellte.

Nachdem wir uns mit unserer vorläufigen Wahlheimat Sliema näher vertraut gemacht hatten, sollten wir zunächst die Hauptstadt Valetta näher kennenlernen.. Dabei hatten wir das Glück durch Helen und Carmelina einen sehr persönlichen wie individuellen Einblick in das Leben, die Religion sowie die Kultur der Einheimischen zu bekommen.

Die Hafenrundfahrt bildete einen weiteren Höhepunkt der Reise. Bei strahlend blauem Himmel und ruhiger See entdeckten wir Sliema, Valetta und The Three Cities aus den Blickwinkel der Seefahrer, welche damals wie heute bedeutenden Einfluss auf den Inselstaat ausüb(t)en.

Malta 3Der Umstand, dass unser Ausflug mit den Osterfeierlichkeiten und somit dem bedeutendsten Ereignis auf Malta zusammenfiel, eröffnete uns ein Erlebnis ganz anderer Art. Die äußerst detailgetreu vorbereiteten Osterprozessionen, ursprünglich Ausdruck einer Art gestalteter Bilderbibel im Sinne tiefer Volksfrömmlichkeit, empfanden wir als schön und eindrucksvoll zugleich. Sicher sind heutzutage auch touristische Aspekte nicht zu übersehen.          

Auch in musikalischer Hinsicht wurde während der Reise für Abwechslung gesorgt. Neben einem großen Kirchenkonzert am ersten Abend, bot das Lunch Klavierkonzert in einem der ältesten Theater Europas – dem Manoel Theatre – die Möglichkeit, kurz die gesammelten Eindrücke mit musikalischer Untermalung Revue passieren zu lassen..

Ein weiterer, sehr beeindruckender Exkurs in die Vergangenheit der Insel erfolgte im Rahmen der Besichtigung von Mdina und Rabat. Wie aus den Namen bereits hervorgeht, lernten wir bei erneut wunderschönem Wetter die arabischen Wurzeln dieses früheren Handelszentrums im Mittelmeer kennen.

Einen Beweis für die sprichwörtliche Gastfreundlichkeit der Malteser liefert Helen und ihre Schwester, indem sie unsere 20'köpfige Gruppe in das gemeinsame Zuhause einlud. Bei Snacks und Getränken konnten wir einen authentischen Einblick in die Maltesischer Lebensart genießen.

Um unseren Gastgebern unsere Heimat näher zu bringen und damit auf die Region Chemnitz aufmerksam zu machen sowie den persönlichen Austausch mit den Vertretern des dortigen Seniorenkollegs zu forcieren, revangierten wir uns mit einem Vortrag inklusive anschließender Diskussionsrunde. Während Familie Hoffmann sehr anschaulich und fundiert über die Geschichte von Chemnitz und seiner Umgebung referierten, lieferten eine Bilderpräsentation und ein Video einen Überblick über das Chemnitz von Heute. Die anschließende, sehr rege Diskussion entpuppte sich als bereicherndes Erlebnis für beide Gruppen, und lassen dazu auf einen unterhaltsamen Gegenbesuch der Malteser hoffen, welcher für Anfang Oktober 2006 geplant ist.

Ein großartiger Abschluss war der Ganztagesausflug auf die Nachbarinsel Gozo, der wieder durch die informativen Ausführungen von Helen und Carmelina begleitet wurde. Besonders das eigens für die Lernpartnerschaft arrangierte Mittagessen diente nicht nur einem (vorerst) letzten gemütlichen Zusammensein, sondern bot auch kulinarisch Einblick in die Kultur Maltas. Somit endete das Erlebnis Malta, welches wir tatsächlich mit allen Sinnen genossen haben.


    Verfasst von: Dr. Klaus Pohl
 
    Ergänzt und übersetzt von: Christian Vogel

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