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Seniorenkolleg an der TU Chemnitz
Seniorenkolleg

Exkursionen des Seniorenkollegs an der TU Chemnitz

Teilnehmer berichten:

Exkursion zur "terra mineralia"
 

Am 22.10.2009 besuchte eine Gruppe von 65 Seniorinnen und Senioren die "terra mineralia" im Freiberger Schloß Freudenstein.

Diese Mineralienausstellung wird seit ihrer Eröffnung im Oktober 2008 mit lobenden Worten beschrieben, wie

  • "die schönsten Steine aus der Schatztruhe der Mutter Natur",
  • "farbenprächtige Glanzstücke der Erde in neuem Licht,"
  • Schätze der Erde in bisher nie dagewesener Schönheit".

    Die Besucher wußten also in etwa, was sie erwartet.

    Die Freiberger Stiftungssammlung ist die weltgrößte private Sammlung von Mineralien. Diese wurde 2004 von der Pohl-Ströher-Mineralienstiftung der TU Bergakademie Freiberg als Dauerleigabe überlassen. In einem Zeitraum von 60 Jahren hat Frau Dr.Erika Pohl-Ströher, eine in der Schweiz lebende und aus Sachsen stammende Unternehmerin - sie war langjährige Geschäftsführerin und Mitinhaberin der Kosmetikfirma WELLA -, die umfangreiche und wissenschaftlich bedeutsame Sammlung zusammengetragen und aufgebaut. Die gesammelten Objekte stammen aus Fundstellen in aller Welt.
    Frau Dr. Pohl-Ströher stellte diese Mineraliensammlung als Stiftungssammlung der TU Bergakademie Freiberg zur Verfügung.

    Für die Präsentation der Sammlung wurde mit Schloß Freudenstein eine angemessene Form gefunden.
    Das Schloß kann auf eine lange Geschichte verweisen. Im 12. Jahrhundert wurde die Vorgängerburg von Schloß Freudenstein zum Schutz der Stadt und des Silberbergbaus errichtet und 1577 zum Residenzschloß umgebaut. Ende des 18. Jahrhunderts erfolgte ein Umbau zum Speicher und die Nutzung als Getreidespeicher, ehe das Schloß später mehr oder weniger dem Verfall preisgegeben war.
    Das vorher wie eine Ruine wirkende Gebäude wurde zum Zwecke der Mineralienausstellung umfassend saniert, d.h. modern umgebaut und renoviert. Bereits 2008 fand das Sächsische Staatsarchiv/Bergarchiv hier seinen Platz.

    Unsere Seniorengruppe nahm an einer Führung durch die "terra mineralia" teil und erlebte damit sozusagen eine einzigartige mineralogische Reise um die Welt.

    Die im Oktober 2008 eröffnete Schau "terra mineralia" wurde Ende März 2009 durch die Eröffnung des Asiensaales mit 1000 Exponaten noch um eine bedeutende Attraktion reicher. Die weltgrößte Mineraliensammlung wird jetzt auf einer Fläche von ca. 1500 m² präsentiert.

    Die Grundlage des Ausstellungskonzeptes ist eine regionale Systematik. Dem Besucher werden auf drei Etagen Mineralien aus Europa, Asien, Amerika, Australien und Afrika gezeigt, pro Kontinent jeweils nach entprechenden Ländern geordnet.

    Mit der besonderen Raumgestaltung, speziellen Lichteffekten und mehr als 140 Großvitrinen hat die Sammlung einen wirkungsvollen Rahmen erhalten.

    Höhepunkte der Ausstellung ist die Schatzkammer, die in einem Renaissance-Gewölbe präsentiert wird. Hier warten die schönsten und größten Exemplare der Sammlung darauf, bewundert zu werden, darunter sogar Mondgestein und ein Meteorit vom Mars.

    Dem Besucher wird auch ein Bummel durch einem nachgebauten Berg-Gang angeboten. Dort kann man nachvollziehen, wie die Bergleute früher solche Hohlräume im Gestein fanden, in dessen Inneren Kristalle wachsen.

    Neben den vielen zu bestaunenden Mineralien bietet die Ausstellung auch interessante Informationen zu den Fundstellen, Fakten zur Erdgeschichte und Wissenswertes zu Mineralien in unserem Alltag. Man kann z.B. auch erfahren, wie Mineralien die Technik und Kultur beeinflussen und verändern.
    Besonders hervorzuheben ist, dass die "terra mineralia" sowohl für Laien als auch für Experten/Wissenschaftler gleichermaßen interessant ist und Kinder sowie Jugendliche ebenfalls begeistern kann.

    Die Exkusion zur weltggrößten Mineraliensammlung war für alle Teilnehmer ein Erlebnis. Beeindruckt hat vor allem - neben den vielfältigen Informationen - die Fülle der Exponate, deren großartige Formen und Farben sowie das glitzern und flimmern dieser Exponate in fantastischem Licht. Es bestand in der Seniorengruppe die einhellige Meinung, irgenwann "privat" nochmals die "terra mineralia" zu besuchen.

    Text und Fotos:

Renate Wolf

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