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Seniorenkolleg an der TU Chemnitz
Seniorenkolleg

Exkursionen des Seniorenkollegs an der TU Chemnitz

Teilnehmer berichten:

13. Sächsischer Seniorentag 2010 in Kamenz

 

Am 29. Mai dieses Jahres fanden sich 50 Hörer und Hörerinnen des Chemnitzer Seniorenkollegs pünktlich 8.00 Uhr am Busbahnhof zu einer ganztägigen Exkursion nach Kamenz, dem Austragungsort des 13. Sächsischen Seniorentages, ein.

Auf der Fahrt in diese geschichtsträchtige Region bot sich natürlich ein Besuch der Stadt Pulsnitz an,Museum bekannt für ihre beliebten Pfefferkuchen, die Blaudrucke und die Töpferei. Pulsnitz wurde schon 1225 urkundlich erwähnt und erhielt 1375 von Kaiser Karl IV. das Stadtrecht. Der fast vollständig erhaltene biedermeierlich - barocke Stadtkern, die Nikolaikirche sowie die ständige Ausstellung im Stadtmuseum zeugen noch heute von einer wechselvollen Geschichte.

Nicht zuletzt ist Pulsnitz die Geburtsstadt des berühmten Bildhauers Ernst Rietschel. Sein Geburtshaus ist renoviert und als Galerie den Besuchern zugängig. Es wird heute für Ausstellungen zeitgenössischer Kunst genutzt. So fand z. B. drei Wochen nach unserem Besuch eine Ausstellungseröffnung mit Werken des z. Zt. weltweit bekanntesten Malers Gerhard Richter in Anwesenheit des in Köln lebenden Künstlers statt.

Bei einer Führung mit Herrn Siegmar Schubert gewannen wir im „Haus des Gastes“ einen Eindruck von einer Pfefferküchlerei, die als kleines aber beeindruckendes Museum eingerichtet ist. Es zeigt eine Pfefferküchlerei um 1900 mit Maschinenbetrieb und Handausstattung. Die ausgestellten Maschinen waren teilweise bis 1970 noch in Betrieb. Die historische Ladeneinrichtung und weitere Ausstellungsstücke stammen von Pulsnitzer Bürgern und Pfefferküchlereien aus der Region. Interessant waren für die Besucher auch die Riechkästchen mit den typischen Pfefferkuchengewürzen und die ca. 150 ausgestellten Lebkuchendosen einer Privatsammlung. In der dazugehörenden Backstube kann man selbst Pfefferkuchen backen und mit Zuckerguss verzieren.
Als Überraschung wurde der berühmte „Rietschel - Kuchen“ von der Küchlerei Groschky zum Kauf angeboten, wovon reichlich Gebrauch gemacht wurde.

Zweite Station an diesem Tag sollte der Besuch des 100 Jahre alten Gutshofes in Lieske sein, etwa 10 km von Kamenz entfernt.
Der Missionshof Lieske beherbergt ein Wohnheim und Werkstätten für behinderte Menschen und Pfarrer Rainer Nitzschke erzählte uns viel Wissenswertes über die 113 jährige Tradition, behinderten Menschen ein Bestätigungsfeld zu schaffen.
Hier leben ca. 80 behinderte Männer, die in den Bereichen Tierhaltung, Fleischerei, Forstwirtschaft, Landwirtschaft, Sägewerk und Zimmerei, Montage und Verpackung, Hauswirtschaft, Landschaftspflege und Brauerei eingesetzt werden. Auch dieses Erlebnis hat nachhaltige Eindrücke bei unseren Teilnehmern hinterlassen, denn wer weiß schon, wie die Betreuung behinderter Menschen bei uns erfolgt und welch wichtige humanistische Aufgabe die Arbeit mit ihnen ist. Es hat uns schon in Erstaunen versetzt, über wie viele Teilbereiche die anerkannte Werkstatt für Behinderte verfügt.


Im Brauhaus Lieske  wurde natürlich das selbstgebraute Bier ausprobiert und die Küche war hervorragend, so dass wir gestärkt unsere Reise fortsetzen konnten, denn die nächste Station wartete schon auf uns.

Pünktlich 14.00 Uhr trafen wir im Landesmuseum in Kamenz ein.
Im ehemaligen Röhrmeisterhaus, empfing uns anlässlich des Seniorentages die Dezernentin für Stadtentwicklung, Frau Schirack. Als Überraschung gab es zur Begrüßung für jeden zum Kaffee ein traditionelles Lessingtörtchen, das wir während des sehr interessanten Vortrages über den berühmten Dichter und Sohn der Stadt Kamenz, Gotthold Ephraim Lessing, im doppelten Sinne genießen konnten.
Die anschließende Besichtigung des 1931 eingerichteten Museum und die ausführliche Stadtführung auf „Lessings Spuren“ rundete das Programm über Lessing ab. Vielen Dank dafür der Museumspädagogin Frau Handrick.
Leider konnten wir an der Abschlussveranstaltung des Seniorentages auf dem Kamenzer Marktplatz nicht mehr teilnehmen, denn dieser endete 16.00 Uhr.

Da auch das Wetter mitgespielt hat, war diese Exkursion insgesamt sehr schön und erfolgreich und hat hoffentlich jedem Teilnehmer Interessantes gebracht.

 

Christine Bauer

Juni 2010

Fotos: Renate Wolf


Grußwort der Staatsministerin Christine Claus zum 13. sächsischen Seniorentag

 

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