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Seniorenkolleg an der TU Chemnitz
Seniorenkolleg

Eröffnung des Sommersemesters 2013 des Seniorenkollegs an derTU Chemnitz

Zuckertüte für ältesten Studienanfänger

Das Seniorenkolleg der Technischen Universität ging gestern in díe 40. Runde.
Erstmalig hat ein 90-Jähriger begonnen.

Für Friedrich Seidel war gestern ein besonderer Tag: Der Start des 40. Semesters des Seniorenkollegs der TU war gleichsam Premiere für den 90-Jährigen im Hörsaal. Der Studienanfänger bekam von Professor Roland Schöne, wissenschaftlicher Leiter des Seniorenkollegs, vor den versammelten Kommilitonen eine Zuckertüte überreicht.
"Einen Mann, der mit 90 Jahren bei uns anfängt, das hatten wir noch nie", sagte Schöne. "Aber zum Lernen ist man nie zu jung umd nie zu alt."

Friedrich Seidel freut sich auf neues Wissen. "Besonders die Vorlesungen über Astronomie, Raumfahrt und über technische oder ökonomische Probleme interessieren mich", sagte der Diplomingenieur. Bis 1988 arbeitete er im Industriewerk an der Zwickauer Straße in der Forschung und Entwicklung von
Hydraulik. Auch als Rentner habe er noch großes Interesse am Leben. Für ihn gilt: "Ich will doch nicht versauern." Nach wie vor interessiere er sich sehr für das aktuelle Geschehen in der WeIt. Es sei ihn wichtig, immer auf dem Laufenden zu sein. Der entscheidende Motor sich beim Seniorenkolleg einzuschreiben, sei seine „Enkelin gewesen. Die 23-Jährige studiert selbst, erst in Chemnitz, jetzt in Berlin. "Sie hat mich sehr stark motiviert, mir zugeredet, das zu machen", sagte der 90-Jährige. Sie sei auch mit ihm zusammen in die Uni gekommen um ihm bei der Einschreibung behilich zu sein; „Sie sorgt eben dass ich nicht versauere."

Wie es ihm gelungen ist, auch im hohen Alter noch agil zu sein, das könne er auch nicht erklären. „Ich habe kein Rezept." Er bewege sich gern, gehe  schwimmen und habe viel mit seinem Computer zu tun.

Für das 40. Semester des Seniorenkollegs haben sich 902 Hörer angemeldet. Hinzu kommen regelmäßig rund 40 Tagesgäste. Da die Zahl in den vergangenen Jahren stetig gestiegen ist, finden die Vorlesungen nun in zwei Veranstaltungs-Reihen, immer abwechselnd dienstags statt, erklärt Schöne   "Die Referenten sagen, die Senioren seien viel disziplinierter und  sachkundiger als junge Studenten." Außerdem würden sie mehr nachfragen. "Vielleicht", mutmaßt Schöne, "weil die Jungen mehr Angst davor haben, vielleicht eine dumme Frage zu stellen, obwohl das oft die besten“sind."

 

Artikel der Freien Presse vom 03.04.2013, Seite 11
Autorin:  Jana Peters

Foto: Seniorenkolleg


Anmerkung:

Nachdem nun neben dem Pressebetrag (Pressebeiträge der TU über das Seniorenkolleg sind immer im Navigationsframe unterhalb von "Neues" bei "TU Pressebeiträge" zu lesen auch dieser Beitrag in der Freien Presse publiziert wurde, bin ich neugierig, was nun inhaltlich über den Eröffnungsvortrag von den Teilnehmern des Seniorekollegs berichtet  wird.

Rolf Rosch

Webmaster und Teilnehmer
des Seniorenkollegs

Presseartikel