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Seniorenkolleg an der TU Chemnitz
Seniorenkolleg

Projektgruppe "More than Neighbours" des Seniorenkollegs an der TU Chemnitz

Die Projektgruppe stellt ihre Arbeit vor dem Seniorenkolleg vor

Am 4. Dezember 2012  war unsere Arbeitsgemeinschaft eingeladen ihre Arbeitsergebnisse vor etwa 300 Teilnehmern des Seniorenkollegs an der Technischen Universität Chemnitz zu präsentieren.

Unser Projekt beschäftigt sich mit  intergenerativer Zusammenarbeit, lebenslangem Lernen und verschiedenen Gesichtspunkten der Industrieentwicklung in unserer Region, teilweise von ihrem Beginn an, besonders aber vor und nach der politischen Wende in Ostdeutschland.

                   

         Fünf Kinder einer vierten Klasse einer Schule in Freiberg nahm ebenfalls an unserer Präsentation teil.Die Kinder erfreuten die Zuhörer auch mit dem in unserer
           Region sehr bekannten "Steiger-Lied" der Bergleute.

Zuerst stellte unser Koordinator Klaus Bartoll die Arbeit unserer Gruppe, die Projektziele, die Zusammenarbeit mit Arbeitsgruppen in Einrichtungen im Ausland und den nicht so unkomplizierten Weg dar, die Möglichkeit zu erhalten, am Grundtvig-Projekt teilzunehmen. Die Präsentation demonstrierte die oft zeitaufwändigen Recherchen, die die Mitglieder der Gruppe durchzuführen hatten.
Ein Mitglied der Gruppe stellte verschiedene Industriebetriebe entlang der Zschopau dar, einem der wichtigen Flüsse in unserer Region. Er zeigte, dass eine Reihe Betriebe die Wasserkraft für verschiedene industrielle Zwecke nutzte. Er konnte auch beeindruckend das Auf und Ab der Belegschaftsanzahl entsprechend der wirtschaftlichen Situation darstellen. Zum Beispiel wurden die meisten Betriebe in den Jahren zwischen 1990 und 2000 geschlossen und viele Arbeitnehmer verloren ihre Arbeit, was einen hohen Stand der Arbeitslosigkeit zur Folge hatte. Andererseits wurden 500 neue Arbeitsplätze in neuerrichteten oder rekonstruierten Firmen in dieser Zeit geschaffen.

Ein weiteres Mitglied spach über die intergenerative Arbeit mit Schülern einer vierten Klasse in Freiberg, die seit einem Jahr die englische Sprache erlernen. Die Senioren sprachen dabei über ihr Leben und ihre frühere Arbeit, ermutigten die Kinder Fremdsprachen zu lernen und die Freundschaft zwischen den Völkern zu stärken. Die Kinder und unsere Gruppe unternahmen auch gemeinsame Ausflüge, z.B. zu einem früheren Bergwerk. Wir werden die Verbindung mit den Kindern  fortsetzen und wir alle beabsichtigen in Chemnitz das Schulmuseum zu besuchen, um zu erfahren unter welchen Bedingungen die Kinder vor 100 Jahren lernten. 

Ein anderer Teilnehmer beschrieb in Wort und Bild die internationalen Treffen unserer Gruppe, z.B. in Liberec, Gent und in Chemnitz. Bei diesem Treffen wurden die Arbeitsergebnisse der verschiedenen Arbeitsgruppen des Grundtvig-Programmes an unseren Partnerinstitutionen ausgetauscht und die Teilnehmer bekamen die Gelegenheit sich auch persönlich gegenseitig kennenzulernen.

Ein Gruppenmitglied widmete sich der Darstellung der Geschichte eines Industriezweiges, der in unserem Gebiet eine große Rolle spielte: Die Strick- und Wirkwarenindustrie, die von der regional berühmten Unternehmerfamilie Esche begründet wurde. Dem Teilnehmer gelang es auch, die Entwicklung dieser Industrien im letzten Jahrhundert sowie die grundlegenden Veränderungen im Jahr 1990 darzustellen. Er wies auch auf die Veränderungen in der Industriestruktur und der Etablierung neuer Branchen hin.

Zum Schluß stellte der Berater unseres Projekts Herr Prof. Schöne ein mögliches neues Projekt vor, das sich  mit Problemen der europäischen Identität befasst. Derzeit halten wir nach Partnern in anderen Ländern Ausschau, die mit uns über dieses Thema forschen könnten.

Autor: Dr. Jochen Kleinhempel   

 

 

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