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Seniorenkolleg an der TU Chemnitz
Seniorenkolleg

Arbeitsgruppe PC und Internet, AG 4

Teilnehmer berichten

Neue Kupfervorkommen in der Lausitz

18.01.2011 
Geschäftsführer. Volker Spieth, KSL Kupferschiefer Lausitz GmbH
Referent: Herr Baumann ,Leiter Technik

Seit 800 Jahren gibt es Bergbau in Deutschland und im Mansfelder Land. Das Walzwerk in Hettstedt ist der letzte Rest der einst bedeutenden Kupferföderung in der ehemaligen DDR.
Mit dem Niedergang der Kupferförderung im Thüringer Revier mußte nach neuen Vorkommen gesucht werden. In der Lausitz wurden dafür die Arbeiten von 1954 bis 1980 durchgeführt. Der Abbau war dann ab 1985 geplant gewesen. Das Projekt wurde aber nie begonnen, weil Aufwand und Nutzen (niedriger Kupferpreis) unverhältnismäßig war.,
In der Zeit von 1964 bis 2010 wurden in der VR Polen (größter Kupferproduzent in Europa )1 000 000 000 Tonnen Kupferschiefer gefördert.
Als Beispiel :In einem Windrad befinden sich 200 km Kupferdraht (30 000 kg) , im Auto ca. 20 kg.
Die Entwicklung der Wirtschaft verlangt Unmengen an Kupfer und anderen Metallen.
In der Lausitz geht man von einem Aufkommen von 200 Mio. Tonnen Kupferschiefer aus, mit einem Gehalt von 1,4% Kupfer. Das sind etwa 2 500 000 Tonnen reines Kupfer, wenn man einen entsprechenden Verlust mit berechnet. Der Betrieb will etwa 4-5 Mio. to Kupferschiefer pro Jahr fördern. Dazu sollen etwa 1 000 Menschen beschäftigt werden. Durch diese Ansiedlung sollen in der Region 2 000 zusätzlich Arbeitsplätze geschaffen werden.
So in der Elektroindustrie und in der Dienstleistung und in der Verwaltung.
Die Förderung soll östlich vom September in 1 000 m Tiefe liegen.
Die maximale Dicke der Schicht liegt bei 8 Metern. Die durchschnittliche Dicke bei etwa 2,5 Metern.
Das Feld ist 15 000 Meter lang und 3 000 Meter breit.
Der Schiefer lagert in 900 bis 1500 Meter Tiefe im Durchschnitt bei 1053 Metern.
Hauptbestandteil ist kohlenstoffreicher Schwarzschiefer.
Die Investitionen betragen 30 Mio.€ für die Entwicklungsphase.
Als Gesamtinvestition sind etwa 1 000 000 000 €  veranschlagt.
Der Betrieb soll mit 2 Förderschächten 5 000 000 Tonnen Kupferschiefer im Jahr fördern.
Die US- Firma MINERA nutzt die alten DDR- Unterlagen und hat den Zuschlag 2007 bekommen.
Im Mai 2010 hat das Landesamt in Cottbus die Gewinnungsrechte für Brandenburg erteilt.
Im Dezember 2010 hat das Oberbergamt in Freiberg Gewinnungsrechte für Sachsen erteilt.

  • 2011 Planfeststellung -Machbarkeitsstudie
  • 2012 soll mit der Errichtung des Bergbaubetriebes begonnen werden.
  • 2017 soll dann der erste Kupferschiefer gefördert werden.

Ein Kupferhütte vor Ort wäre das beste ... bedeutet aber Kosten. Und Kosten schmälern den Gewinn ...
Vor Ort soll eine Anreicherung des Materials erfolgen und dann das angereicherte Material in die
Hütte nach Helbra gebracht werden. Dort sollen auch die Begleitmetalle gewonnen werden.
Das sind unter anderem: Gold, Silber, Zink, Blei, Eisen, Arsen, Gallium, Indium, Tellur ... also doch recht interessante Sachen ....
Rein von der Sache her ist das ein feines Vorhaben.

Weiterhin können Sie folgende Verweise nachschauen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Kupferschiefer
http://de.wikipedia.org/wiki/Kupferbergbau
http://de.wikipedia.org/wiki/Kupfer
http://de.wikipedia.org/wiki/Kupferzeit
http://de.wikipedia.org/wiki/Porphyrische_Kupferlagerstätte
http://de.wikipedia.org/wiki/September#Kupferlagerstätte
http://www.lausitzer-bergbau.de/historisch/hist-frameset.htm
http://de.wikipedia.org/wiki/Zechsteinmeer  

Meine abschließende Meinung:
Die Sache ist eine sehr spekulative, weil vom Weltmarktpreis für Kupfer abhängig. Es kann daher durchaus sein, daß der Preis für Kupfer sinken wird.


Gerd Lossau


Hier ein Beitrag der Tagesschau vom 07.04.2010
http://www.tagesschau.de/wirtschaft/kupfer100.html

Presseartikel