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Eine Woche voll mit Experimenten - 12.03.2018



Vom 5. bis zum 9. März 2018 öffnete das Schülerlabor Chemie seine Türen für 22 Abiturienten des BSZ Oschatz. In der sechsten Auflage der Veranstaltung hatten die Schüler(-innen) des Leistungskurs „Ernährungslehre mit Chemie“ die Gelegenheit Experimente in den chemischen Laboratorien der TU Chemnitz durchzuführen und so ihren Unterricht in der Klassenstufe 12 eine Woche lang mit Experimenten zu ergänzen. Ermöglicht wird diese Kooperation zwischen Schule und dem Institut für Chemie durch das Projekt TU4U. Die Mitwirkung der Professuren Koordinationschemie, Physikalische Chemie und Polymerchemie trugen dazu bei, die Woche interessant und lehrreich für die Schüler zu gestalten. „Wir möchten den Schülerinnen und Schülern mit unseren Versuchen aufzeigen, wie weit sie ihr Wissen aus den Schulfächern Chemie, Physik und Mathematik zur Bewältigung komplexer naturwissenschaftlicher Experimente schon trägt. Die Ermittlung einer Kalibrierfunktion aus einer Messreihe ist für viele der Schüler(-innen) das erste praktische Beispiel, bei dem sie ihre mathematischen Kenntnisse über lineare Funktionen für die Bewältigung einer praktischen Problemstellung heranziehen müssen. Wir hoffen so Brücken zwischen den Fächern schlagen zu können und den Übergang Schule/Studium zu erleichtern", erläuterte Organisator Max Hofmann (Professur Koordinationschemie, Projekt TU4U) bereits im Jahr 2016 zur konzeptionellen Ausrichtung der Veranstaltung.

Den Start in die Woche markierte ein Informationsvortrag zum Chemiestudium, danach begann die Stationsarbeit. Dabei durchliefen die Schüler innerhalb von vier Tagen 7 Stationen, wobei sie sich an unterschiedlichen Experimenten beweisen konnten. Da viele Versuche von Studierenden des Masterstudiengangs Chemie betreut wurden, gab es die Möglichkeit aus erster Hand zu erfahren, was es heißt Chemie zu studieren. Versuche waren zum Beispiel die Ionennachweise in alltäglichen Dingen wie Backpulver oder Kochsalz, sowie die Bestimmung des Eisengehaltes von wässrigen Proben per Photometer, die Stickstoffbestimmung in wässrigen Proben oder das Erkennen und Identifizieren von Kunststoffen. Die Umwandlung von elektrischer Energie in chemische Energie und die Umkehrung dieses Prozesses standen im Mittelpunkt eines Experimentes zur chemischen Energiespeicherung. Der dafür benötigte Strom wird im Versuchsaufbau direkt mithilfe von Solarzellen aus Licht erzeugt. Das einfache Konzept der Wasserelektrolyse bietet die Möglichkeit, die so gewonnene elektrische Energie in Form von chemischer Energie zu speichern. Darüber hinaus konnten sie auch den Wirkungsgrad der angeschlossenen Brennstoffzelle bestimmen, mit der die chemische Reaktionsenergie von Wasserstoff und Sauerstoff wieder in elektrische Energie umgewandelt wird. Der Versuch „Verbrennungskalorimetrie“ war wohl am engsten mit dem Leistungskurs „Ernährungslehre mit Chemie“ verknüpft. Hier wurden die Brennwerte von Lebensmitteln wie Gummibärchen überprüft und aufgezeigt, wie die Zahlen ermittelt werden, welche auf den Verpackung zu finden sind. Am Freitag konnten die Schüler dann noch bei der Wasserhärtebestimmung zeigen, dass sie sich in den letzten Tagen gut mit den verschiedenen Glasgeräten und chemischen Arbeitsweisen vertraut gemacht hatten. Eine willkommene Abwechslung zum Unterricht im Klassenzimmer!

Weitere Informationen erteilt Max Hofmann. E-Mail: max.hofmann@chemie.tu-chemnitz.de

    

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