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Professur Deutsch als Fremd- und Zweitsprache
Call for Papers

Sprache_Denken_Wirklichkeit

 

14. Internationale Tagung zur Funktionalen Pragmatik 2020 

08. bis 10. Oktober 2020, TU Chemnitz

 

CALL FOR PAPERS

Die Trias Sprache, Denken und Wirklichkeit kann als die Basis der funktional-pragmatischen sprachlichen Handlungstheorie gelten, wie sie zugleich graphisch im sprachtheoretischen Grundmodell (P-Π-p-Modell; Ehlich & Rehbein 1986, 96) erfasst ist.

Die analytische Bestimmung des Verhältnisses der drei Wirklichkeitsinstanzen zueinander ist begrifflich wie methodologisch so fundamental wie kontrovers.

Die 14. Internationale Tagung zur Funktionalen Pragmatik in Chemnitz widmet sich dieser stets aktuellen Problematik, verbindet sie mit neuen Herausforderungen und lädt alle interessierten Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen ganz herzlich dazu ein, mit ihren Perspektiven zur Diskussion beizutragen. Sowohl theoretische Überlegungen als auch Analysen empirischer Daten können dabei wertvolle Impulse zur Konkretisierung des Verhältnisses der Wirklichkeitsinstanzen zueinander in verschiedenen Handlungskontexten liefern.

Ein besonderer Fokus soll im Rahmen der Tagung auf dem Denken liegen. Hierbei ist auch zu fragen, was wir über den Bereich des Mentalen (Π) und die in ihm stattfindenden Prozesse wissen und wissen können. Schon im handlungstheoretischen Grundmodell wird das Mentale nicht als Ort der simplen Widerspieglung der Wirklichkeit beschrieben, sondern als Gesamtheit einer „komplexen Menge psychischer Strukturen, die die Widerspieglung der Wirklichkeit ebenso leisten wie die Kombination von Wissenselementen zu neuen Erkenntnissen, die dann selbst als Wissen abgelagert werden, wie aber auch komplexe Bewertungsprozesse […] usw.“ (Ehlich & Rehbein 1986, 97).

Diskussionen des Verhältnisses der Trias Sprache, Denken und Wirklichkeit mit besonderer Fokussierung des Π-Bereichs können u.a. an folgenden Punkten ansetzen:

  • Die Verhältnisbestimmung zwischen sprachlichem Handeln, Denken und Wirklichkeit lässt sich auf allen Ebenen sprachlicher Strukturbildung adressieren – wie z.B. sprachliche Ausprägung von Wissensstrukturtypen, Exothesen, Anapherngebrauch, Konjunktionen, epB-nahe Strukturen, Synthesen etc.; dies ggf. auch in Verbindung mit der Nutzung multimodaler kommunikativer Ressourcen.
  • Die Untersuchung mehrsprachiger Handlungskontexte kann Aufschluss geben über die Einzelsprachengebundenheit vor allem auch derjenigen Mittel, mit denen der gnoseologische Funktionsbereich von Sprache bedient wird.
  • Lehr-Lern-Diskurse können mikroanalytisch für Fragen der Mentalität bezüglich Wissen und Denken fruchtbar gemacht werden.
  • Erkenntnisse bezüglich der Interrelation von Sprache, Denken und Wirklichkeit können für den Sprachunterricht fruchtbar gemacht werden, z.B. mit dem Anliegen, vom zitierenden zum authentischen sprachlichen Handeln zu gelangen.

Im Programm der Tagung in Chemnitz sind Plenarvorträge im Umfang von 45 Minuten und 20-minütige Präsentationen in Arbeitsgruppen vorgesehen. Die Präsentation und Diskussion von work in progress ist in den Arbeitsgruppen möglich, in denen besonders Beiträge von Nachwuchswissenschaftlern und Nachwuchswissenschaftlerinnen erwünscht sind (siehe Programm).

Zudem nehmen wir Einreichungen für wissenschaftliche Poster, in denen Ergebnisse aus Qualifikationsarbeiten vorgestellt werden, entgegen. Einreichungen zu studentischen Abschlussprojekten sind hierbei besonders willkommen. Näheres hierzu finden Sie hier.

Hauptkonferenzsprache ist Deutsch. Vorträge auf Englisch sind möglich.

Bitte reichen Sie Ihr Abstract (als PDF) im Umfang von 300 Wörtern bis 15.04.2020 per Mail fp20@phil.tu-chemnitz.de ein.

Die Tagungsanmeldung ist ab Anfang 2020 über diese Webseite möglich.

 

Download des Calls im PDF-Format