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Professur Deutsch als Fremd- und Zweitsprache
Studium

Bachelor

Der Fachbereich Deutsch als Fremd- und Zweitsprache bildet zusammen mit den drei anderen Teilbereichen Germanistische Sprachwissenschaft, Neuere Deutsche und vergleichende Literaturwissenschaft sowie Sprache und Kultur des Mittelalters und der frühen Neuzeit den Studiengang der Germanistik an der TU Chemnitz. Aus diesen vier Gebieten wählen die Studierenden eine Profilierung, in deren Rahmen neben speziellen Lehrveranstaltungen auch ein Praktikum zu absolvieren und abschließend die Bachelorarbeit zu verfassen ist.


Unabhängig von der Art Ihrer Profilierung sind im Bachelorstudium für den Fachbereich Deutsch als Fremd- und Zweitsprache die unten genannten Module und Veranstaltungen zu belegen. Der Inhalt und die Art der angebotenen Seminare und Vorlesungen können von Semester zu Semester variieren, die nachfolgend genannten Veranstaltungsbeschreibungen sind insofern als beispielhafte Orientierungshilfen zu verstehen. Über semesteraktuelle Veranstaltungsangebote informiert immer das kommentierte Vorlesungsverzeichnis der Germanistik

Link zur Ãœbersicht der Studienordnung beim Zentralen Prüfungsamt (ZPA):
Ãœbersicht Studienordnung

Im Basismodul D1:
  • das Seminar "Grundlagen des Deutschen als Fremd- und Zweitsprache"(1. Semester)
    • Das Seminar bietet eine Einführung in die verschiedenen Bereiche der Didaktik und Methodik des Deutschen als Fremd- und Zweitsprache. Thematisch beschäftigt sich das Seminar mit didaktischen Modellen und Methoden des Fremdsprachenunterrichts sowie mit der Vermittlung von Wortschatz, Grammatik und Phonetik und der Förderung rezeptiver und produktiver Kompetenzen. Auch die Analyse von Lehrwerken, der Faktor Lernerautonomie und der Stellenwert interaktiver Prozesse und Sozialformen im Unterricht werden behandelt.
  • die Vorlesung "Einführung in das Deutsche als Fremd- und Zweitsprache" (2. Semester)
    • Die Vorlesung führt ein in die zentralen Vermittlungsgegenstände des Faches Deutsch als Fremd- und Zweitsprache (deutsche Sprachstrukturen aus der Fremdperspektive, Fachsprache, Wissenschaftssprache, deutsche Literatur) sowie die Forschungsdisziplinen, die das Handwerkszeug für eine erfolgreiche Vermittlung des Deutschen für spezifische kommunikative Erfordernisse bereitstellen (Linguistik, Sprachlernforschung, interkulturelle Hermeneutik und Landeskunde).
  • außerdem ist eine mündliche Prüfung (20 Min.) zum Inhalt des Moduls D1 abzulegen (2. Semester)
Im Vertiefungsmodul D2:
  • die Vorlesung Strukturen des Deutschen mit einer Klausur als Prüfungsleistung (3. Semester)
    • Die Vorlesung gibt einen Überblick über vermittlungsrelevante Strukturen des Deutschen. Gegenstände sind: Wortform-Bedeutungsbeziehungen, Flexion, Wortarten und Wortbildung, Satz- und Phrasenstrukturen, Verbalkomplex und Grundbegriffe der Pragmatik.
  • das Seminar Didaktik und Methodik des Deutschen als Fremd- und Zweitsprache in dem eine Hausarbeit als Prüfungsleistung abzulegen ist (4. Semester)
    • Seminar Zweitspracherwerb: Ausgehend von den großen Hypothesen zum Zweitspracherwerb befasst sich das Seminar mit den Erkenntnissen der Zweitspracherwerbsforschung und ihren Implikationen für eine Didaktik des Deutschen als Fremd- und Zweitsprache sowie für die sprachliche Integration von Migranten (Sprachstandsmessung, Bilingualismus, Mehrsprachigkeit und muttersprachlicher Unterricht).
  • das Seminar Vermittlung von Varietäten und Strukturen, das mit einer Hausarbeit als Prüfungsleistung abgeschlossen wird (5. Semester) (alternativ kann die Hausarbeit auch im Seminar Didaktik im 4. Semester geschrieben werden).
    • Seminar Berufsbezogene Deutschdidaktik: Fach- und berufssprachliche Kontexte sind ein relativ neues, aber zentrales Anliegen besonders des Faches Deutsch als Zweitsprache, da immer mehr Lerner im Zuge von Globalisierung und verstärkter Arbeitsmigration einer kompetenten Vermittlung von fach- und berufssprachlich relevanten Text- und Diskursarten bedürfen. Themen der Veranstaltung sind u. a. die grundlegenden Eigenschaften und Prototypikalität von Fachsprachen; die Entwicklung und Ansätze der Fachsprachenforschung; Eigenschaften auf der Text-, Satz- und Wortebene sowie Fachtextanalyse, aber auch die Erstellung von Bedarfsanalysen und Zielgruppenprofile mit Profile Deutsch 2 sowie Didakisierungsmöglichkeiten von Fachtexten. Der zweite Teil des Seminars beinhaltet exemplarische Unterrichtserprobungen der Seminarteilnehmer für eine selbstgewählte Zielgruppe in einem Fach oder Berufsfeld
    • Seminar Curriculum planen, entwickeln, evaluieren: Die praktische Tätigkeit eines DaF-Lehrenden setzt voraus, dass der Lehrende in der Lage ist eigene Seminare, Lehrveranstaltungen oder Deutschkurse, die über einen längeren Zeitraum angesetzt sind, zielgruppenorientiert curricular zu planen, zu entwickeln und vor allem evaluieren zu können oder sich mit einem solchen Konzept bei entsprechenden Trägern zu bewerben. Aus diesem Grund möchte das Seminar zunächst theoretisch die aktuelle Literatur zur Curriculumentwicklung in Abgrenzung u.a. zur Lernfeldarbeit bzw. Lehrplangestaltung behandeln. In einem zweiten Teil sollen die Studierenden ermutigt werden, ein eigenes Curriculum zu einem Thema ihrer Wahl/Spezifikation zu erstellen (Bedarfsermittlung, Zielfestlegung, Inhaltsanalyse, Stoffverteilung, Evaluationsmöglichkeiten).
Profilierungsmodul D3:

Falls Sie sich für eine Profilierung im Bereich Deutsch als Fremd- und Zweitsprache entscheiden (Modul D3), sind ab dem 3. Semester weitere Leistungen zu erbringen:

  • ein mindestens vierwöchiges Praktikum mit Praktikumsbericht als Prüfungsvorleistung (empfohlen im 3. Semester)
  • Teilnahme am Seminar Aspekte der Sprachvermittlung (4. Semester)
    • Ziel des Seminars ist das Konzipieren eigener Unterrichtseinheiten im Bereich Deutsch als Fremd- und Zweitsprache. Über das globale/detaillierte Beobachten von Unterrichtseinheiten fährt das Seminar hin zur Konzeption einer eigenen Unterrichtseinheit. Inhaltlich orientiert sich das Seminar an Aspekten der Vermittlung im Bereich DaF/Z, der Lehrer- und Lernerrollen, der Unterrichtskommunikation und -struktur sowie der Formulierung von Lehr- und Lernzielen.
  • Teilnahme an der Vorlesung Linguistik und Didaktik mit Klausur als Prüfungsvorleistung oder Hausarbeit als Prüfungsleistung (5. Semester)
    • Vorlesung Wissenschaftssprache: Die Erforschung der Wissenschaftskommunikation ist ein zentrales Anliegen für DaF, da etliche Lerner einer kompetenten Vermittlung von Wissenschaftssprache und wissenschaftstypischen Text- und Diskursarten bedürfen. Themen der Vorlesung sind die Geschichte der Wissenschaftskommunikation, das Verhältnis zwischen Wissen-schaftssprache und Allgemeinsprache, wissenschaftstypische Text- und Diskursarten und Wissenschaftssprachkomparatistik.
  • Teilnahme am Seminar Linguistik und Didaktik mit Hausarbeit als Prüfungsleistung (5. Semester) (alternativ kann die Hausarbeit auch im Seminar Aspekte (4. Semester) geschrieben werden).
    • Seminar Grammatisch informierte Lehrwerksanalyse: In diesem Seminar werden zunächst methodische Grundlagen und Verfahren der Lehrwerksanalyse diskutiert und an ausgewählten Lehrwerken erprobt. Anschließend erfolgt eine Begutachtung der Lehrwerke mit sprachwissenschaftlicher Ausrichtung unter besonderer Herausarbeitung funktional pragmatischer Grammatikverarbeitung. Dabei sollen zum einen die grammatische Progression ausgewählter Lehrwerke/Lehrwerkseinheiten kritisch reflektiert werden, zum anderen fließen in die kritische Betrachtung die Ergebnisse der Zweitsprachenerwerbsforschung mit ein. In einem zweiten Teil des Seminars werden auf dieser analytischen Grundlage eigene Materialentwürfe erstellt, wobei die Studenten unter anderem die Gelegenheit bekommen, ihre theoretischen Kenntnisse für eine spezifische Lernergruppe umzusetzen.