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Doppel-M.A. Chemnitz-Breslau

Doppelabschluss-Masterprogramm „Europäische Geschichte“ Chemnitz/Breslau

 

 

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Bilinguales, deutsch-polnisches Doppelabschlussprogramm (Double Degree) „Europäische Geschichte“ (Chemnitz/Breslau)

 

Das ist in Deutschland einmalig: Ab dem Wintersemester 2015/16 bieten die Technische Universität Chemnitz und die Uniwersytet Wrocławski (Breslau) das deutsch-polnische Doppelabschluss-Masterprogramm „Europäische Geschichte“ an. Nach erfolgreichem Abschluss des zweijährigen Aufbaustudiengangs erhalten die Studierenden die akademischen Titel „Master of Arts“ im „Masterstudiengang Europäische Geschichte“ der Technischen Universität Chemnitz und „Magister Nauk Humanistycznych“ im „Magisterstudiengang Geschichte“ der Uniwersytet Wrocławski.

Pressemitteilung der TU Chemnitz.


Besuch aus Breslau
 

Seit dem Frühjahr 2018 studieren Withold  Zak und Pawel Sylwestrzak im Masterstudiengang „Europäische Geschichte“ an der TU Chemnitz. Sie sind die ersten Teilnehmer des unlängst angelaufenen bilingualen deutsch-polnischen Doppelabschlussprogramms „Europäische Geschichte“ (Chemnitz/Breslau). Die Einrichtung dieses in Deutschland einmaligen Studiengangs wurde von beiden Universitätsleitungen als Beitrag zur Vernetzung und Integration Europas durch eine länderübergreifende wissenschaftliche Ausbildung gefördert.

Nach dem Wintersemester 2017/18 an der Universytet Wroclawski (Breslau) folgen für die beiden Studenten nun drei Semester in Chemnitz, wobei das letzte Semester vor allem der Fertigstellung der Masterarbeiten dienen wird. Beide haben dafür bereits konkrete Projekte entwickelt und in Polen erste Vorarbeiten geleistet. Herr Sylwestrzak will die Wahrnehmung bzw. das Bild „der Deutschen“ in der (kommunistischen) polnischen Zeitung „Nowe Drogi“ in den Jahren 1956 bis 1970 analysieren. Herr Zak möchte eine wirtschafts- und sozialgeschichtlich orientierte Studie zu den eher landwirtschaftlich geprägten Regionen Oberschlesiens in der Zwischenkriegszeit am Beispiel der Kreise Kreuzberg und Rosenberg anfertigen. Dann werden sie einen doppelten Master- bzw. Magisterabschluss der Universitäten Chemnitz und Wroclaw in der Tasche haben.

Die Studierenden Withold Zak und Pawel Sylwestrzak mit dem Direktor des Instituts für Europäische Geschichte Prof. Dr. Rudolf Boch.

Beide sehr gut deutsch sprechende Studenten loben die hohe Qualität des Lehrangebots im Studiengang „Europäische Geschichte“ sowie das unkomplizierte und vertrauensvolle Verhältnis zwischen Studierenden und Lehrenden. Auch auf dem Campus und in der Stadt Chemnitz fühlen sie sich wohl. Die Recherchen für ihre Abschlussarbeiten werden sie freilich in den Semesterferien auch in Breslauer Archiven fortführen, aber ihre Heimatstadt ist – durchaus ein Standortvorteil für Chemnitz – nur vier Stunden Bahnfahrt entfernt.

 

Konzept und Inhalt des Studiums

 

Der deutsch-polnische Doppelmaster ermöglicht Studierenden ihre Ausbildung in Deutschland und Polen zu absolvieren und neben dem Doppelabschluss vor allem Sprache, Kultur und Landeskunde des Nachbarlandes kennenzulernen sowie die transkulturellen Erfahrungen des Studiums in die eigene Arbeitswelt zu integrieren. Dabei leistet der Studiengang einen Beitrag zur weiteren Vernetzung und Integration Europas, der sich insbesondere durch die wissenschaftliche Zusammenarbeit in der universitären Ausbildung zwischen Deutschland und Polen manifestiert.

 

 

 

Aufbau des Studiums

 

Das Studium thematisiert die Epochen Antike, Mittelalter und Frühe Neuzeit, die Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts sowie die Bereiche Wirtschafts- und Sozialgeschichte und Regionalgeschichte, hier im Besonderen die Geschichte Schlesiens. Ergänzt wird dieses Angebot durch das Translatorium Latein, eine Einführung in die Statistik und historische Demographie, dem Modul Geschichtskultur, Geschichtspolitik, Geschichtspraxis sowie Veranstaltungen zu Themen der Kultur- und Länderstudien an den Universitäten in Chemnitz und Breslau. Die Studierenden absolvieren das erste Semester an ihrer Heimatuniversität in Chemnitz oder Breslau und verbringen im Anschluss daran das zweite bis vierte Semester an der Partneruniversität. Dabei werden die im In- und Ausland erbrachten Studien- und Prüfungsleistungen von beiden Hochschulen gleichermaßen anerkannt. Die Lehrveranstaltungen werden weit überwiegend in der jeweiligen Landessprache angeboten. Die Abschlussarbeit kann von den Studierenden an ihrer Heimat- oder Partneruniversität in deutscher oder polnischer Sprache verfasst werden.

Berufliche Perspektiven

 

Das Studienprogramm „Europäische Geschichte“ ermöglicht den AbsolventInnen Tätigkeiten in unterschiedlichen Bereichen. Traditionelle Einsatzmöglichkeiten ergeben sich in Print- und Telemedien, Verlagen, Museen und Ausstellungen sowie Archiven und Bildungseinrichtungen. Die transnationale Zusammenarbeit der Universitätsausbildung, die sich nicht zuletzt im Erwerb der Fremdsprache auf hohem Niveau niederschlägt, ermöglicht darüber hinaus als besondere Zusatzqualifikation die Arbeit im Bereich der Sprach- und Kulturvermittlung, in internationalen Projekten, europäischen Verwaltungen, europaweit agierenden Stiftungen und Universitäten.

Zulassungsvorraussetzungen und Bewerbung

 

Zulassungsvoraussetzung ist ein erfolgreich abgeschlossenes Bachelorstudium im Fach Geschichtswissenschaften oder ein anschlussfähiger, vergleichbarer Abschluss (v.a. Slawistik, Polonistik, Kulturwissenschaften). Die genauen Zulassungsvoraussetzungen richten sich nach den Studien- und Prüfungsordnungen der Heimatuniversitäten, an der sich die Studierenden immatrikulieren. Darüber hinaus sind ausreichende Sprachkenntnisse für das Studium an der Partneruniversität nachzuweisen. Diese sind für Studierende der Technischen Universität Chemnitz Kenntnisse in Polnisch auf dem Niveau B2, für Studierende der Uniwersytet Wrocławski Kenntnisse in Deutsch auf dem Niveau B2 des gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen. Die beiden Universitäten bieten eine Sprach- und Fachsprachausbildung in Deutsch (Uniwersytet Wrocławski) bzw. Polnisch (Technischen Universität Chemnitz) für zukünftige Bewerber des Doppelabschluss-Masterprogramms an. Das Studium kann in Chemnitz bzw. in Breslau jeweils im Wintersemester begonnen werden.

Die Bewerbung erfolgt über das Bewerbungsportal der Technischen Universität Chemnitz (www.tu-chemnitz.de/studienbewerbung). Zusätzlich muss ein Bewerbungsformular ausgefüllt und unterschrieben an den Direktor des Instituts für Europäische Studien und Geschichtswissenschaften, Technische Universität Chemnitz, Thüringer Weg 9, 09107 Chemnitz geschickt werden.

Das Ministerium für Wissenschaft und Hochschulwesen der Republik Polen bietet für das Studienjahr 2015/2016 Stipendien an. Nähere Informationen dazu auf der Stipendienausschreibung.

Kontakt

 

Bei Fragen können sich Interessierte an folgende Verantwortliche wenden:

 

Technische Universität Chemnitz:

Prof. Dr. Stefan Garsztecki
Tel.: +49 371 531-38385
E-Mail: stefan.garsztecki@phil.tu-chemnitz.de

Dr. Stefanie Troppmann
Tel.: +49 371 531-39513
E-Mail: stefanie.troppmann@phil.tu-chemnitz.de

Technische Universität Chemnitz
Wirtschafts- und Sozialgeschichte
09107 Chemnitz

 

Uniwersytet Wrocławski:

Dr. hab. Filip Wolański
Tel.: +48 71 375-2107
E-Mail: wolfil@op.pl

Instytut Historyczny
Uniwersytetu Wrocławskiego
ul. Szewska 49
50-139 Wrocław

 

Presseartikel