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Nelken für alle? Die Erinnerung an die Nelkenrevolution im 21. Jahrhundert
Podiumsdiskussion
Nelken für alle? Die Erinnerung an die Nelkenrevolution im 21. Jahrhundert 

Podiumsdiskussion

Lusophonie und postkoloniale Kritik

Freitag, 27. September 2024, 16 Uhr, M-Bau (Campus Reichenhainer Straße)

Das Konzept der Lusophonie verweist zunächst auf Länder und Regionen, in denen Portugiesisch oder eine Varietät davon gesprochen wird. Diese Sprachgemeinschaft, die sich etwa in Institutionen wie der CPLP sowie dem Literaturpreis Prémio Camões manifestiert, ist überaus heterogen. Der Status des Portugiesischen ist in diesem Zusammenhang zudem umstritten und politisch aufgeladen, da es eng mit der Geschichte des Kolonialismus und versklavter Menschen verbunden ist. Vor dem Hintergrund aktueller Diskurse und einer kritischen Herangehensweise an afro-portugiesische Identitätskonzepte ergibt sich die Notwendigkeit einer Rekonzeptualisierung der Sprache Camões‘ und die Infragestellung ihres imperialen Erbes. Ziel des Panels ist es, einen Dialog zwischen verschiedenen Forscher*innen und Akteur*innen des Kultursektors zu fördern. Dabei steht ein sensibler Umgang mit dem historischen Hintergrund des Konzepts der Lusophonie im Mittelpunkt, der sich zugleich auch offen für die Möglichkeiten des interkulturellen Dialogs erweist.

An der Podiumsdiskussion nehmen teil: Rosa Cabecinhas (Museu da Lusofonia, Centro de Estudos de Comunicação e Sociedade da Universidade do Minho), Luísa Costa-Hölzl (Associação Lusofonia, Munique) und Apolo de Carvalho (Centro de Estudos Sociais da Universidade de Coimbra)

Moderation: Robert Stock