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Europäische Geschichte studieren in Chemnitz
Aktuelle Informationen

Aktuelle Informationen

Am kommenden Mittwoch, den 13.12.2017, spricht Dr. Kaveh Yazdani (Berlin/Johannesburg, SA) über Die Ursachen für den Aufstieg Westeuropas aus ''indischer Persepktive''.
Die große Mehrzahl der Publikationen zur wichtigen Frage nach Europas Aufstieg ist der eurozentrischen Denkrichtung zuzuordnen. In den letzten zwei Jahrzehnten jedoch wurden v.a. seitens einer Reihe von Akademikern, z.B. Vertreter der ‚kalifornischen Schule‘, gewaltige Anstrengungen unternommen, den ‚Westen und den Rest‘ aus nicht-eurozentrischer und globaler Perspektive zu verstehen und zu analysieren. Die Ursachen für die sogenannte Große Divergenz stehen dabei im Mittelpunkt der Debatte. Allerdings untersucht das Gros der Publikationen die Voraussetzungen für die Industrielle Revolution Großbritanniens und stellt die Frage, warum England und nicht andere fortgeschrittene Regionen Europas und Chinas den Durchbruch schafften. Was den Aufstieg des Westens und den Verfall des Ostens, die Ursachen für die Industrielle Revolution und die Dynamiken der Moderne betrifft, gibt es nur wenige Historiker und Sozialwissenschaftler, die sich mit dem indischen Mogul-Reich und ihren Nachfolgestaaten befassen und diese Themen aus einer überwiegend ‚indischen Perspektive‘ bearbeitet haben. Yazdani untersucht und analysiert in seinem Vortrag daher v.a. die sozio-ökonomischen, techno-wissenschaftlichen, militärischen, politischen und institutionellen Entwicklungen Indiens. Der Fokus liegt dabei auf zwei Regionen: Gujarat (im Nordwesten Indiens) zwischen dem 17. und frühen 19. Jahrhundert sowie Mysore (im Süden Indiens) unter der Herrschaft von Haidar ‘Ali und Tipu Sultan in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts.
Link zum Buch von Dr. Kaveh Yazdanihttp://www.brill.com/products/book/india-modernity-and-great-divergence

Der Vortrag findet von 19.00 bis 20.30 Uhr im Raum 2/NK003 (Neues Hörsaalgebäude) statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

„Meilensteine und Perspektiven der wissensbasierten Wirtschaft“
Gemeinsame Tagung der Technischen Universität Chemnitz mit dem Fraunhofer-Zentrum für Internationales Management und Wissensökonomie


Der Frage und Relevanz von Wissen für die Wirtschaft des 21. Jahrhunderts haben sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Tagung „Meilensteine und Perspektiven der wissensbasierten Wirtschaft“ am 14. und 15. September 2017 an der Technischen Universität Chemnitz angenommen. Gemeinsam mit dem Leipziger Fraunhofer-Zentrum für Internationales Management und Wissensökonomie IMW hat die TU Chemnitz Expertinnen und Experten der Wirtschafts-, Sozial-, Geschichts- und Kulturwissenschaften eingeladen, um Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Wissensökonomie aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten und interdisziplinär zu diskutieren.


„Die Perspektive, die Wirtschaftswissenschaftler oder Ingenieurwissenschaftler auf Forschungsfragen entwickelt haben, reichen nicht aus, um eine komplexe Frage wie die der Wissensökonomie zu beantworten. In interdisziplinären Teams können Individuen und ihre Ideen besser gedeihen. Wir schaffen mit unserer Perspektive der angewandten Forschung und mit unserer Beteiligung an der Tagung den Innovationsraum dafür, dass sich Forscherinnen und Forscher interdisziplinär einbringen können,“ erklärte Professor Posselt, Institutsleiter des Fraunhofer IMW bereits im Vorfeld.


Dr. Yaman Kouli, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Professur Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Technischen Universität Chemnitz, moderierte den interdisziplinären Dialog und setzte Fragen und Ergebnisse in einen historischen Rahmen und Zusammenhang. Dr. Kouli betonte vor der Tagung die gesellschaftliche Verantwortung der Fachdisziplinen: „Obwohl es sich bei der wissensbasierten Wirtschaft und dem Wandel der Industrie um eine der zentralen Diskussionspunkte der Gegenwart handelt, sind die Sozialwissenschaften und auch die Wirtschaftshistoriker wenig an der öffentlichen Debatte beteiligt. Um zu verstehen, ob es sich bei den jüngsten Trends wie der Digitalisierung um tiefgreifende Revolutionen oder nur um eine Fortsetzung alter Entwicklungen handelt, ist ihr Engagement jedoch unerlässlich.“

In der Einführung beschrieb YAMAN KOULI die Herangehensweisen der verschiedenen Disziplinen, die wissensbasierte Produktion zu beschreiben. Das umfasste die soziologischen Konzepte der Wissensgesellschaft sowie die Indikatoren Innovationen (Innovationssoziologie Wirtschaftswissenschaften) und Humankapital (Wirtschaftswissenschaften, Kliometrie), um nur einige zu nennen. Dabei kritisierte er, dass die Disziplinen miteinander nur in einem schwachen Austausch stehen, weshalb auch die Widersprüche nicht offengelegt werden können.
⇒Link zum gesamten Tagungsbericht

Weltwende 1917 – Russland, Europa und die bolschewistische Revolution

Im Rückblick: Professur für Europäische Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts veranstaltete internationale Expertentagung zum Jahrhundertjubiläum der bolschewistischen Machtergreifung in Russland

„Proletarier aller Länder vereinigt Euch!“ Dieses – aus dem Kommunistischen Manifest stammende – Zitat ziert in Chemnitz nicht nur die Gebäudefassade hinter der Büste seines Urhebers Karl Marx, sondern markiert zugleich eine wesentliche Intention sozialistischer Herrschaftsansprüche. Mit der Machteroberung der Bolschewisten im Oktober 1917 vollzog sich eine Weltwende, die nicht nur das Russische Zarenreich in eine sozialistische Ein-Parteien-Diktatur verwandelte, sondern auch ganz Europa fundamental veränderte. Anlässlich des 100. Jahrestages der bolschewistischen Revolution organisierte die Professur für Europäische Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts (Prof. Dr. Frank-Lothar Kroll) der Technischen Universität Chemnitz eine Konferenz in Verbindung mit der Akademie Herrnhut, mit der die Philosophische Fakultät der TU seit 2015 kooperiert.
(Autorin: Antonia Sophia Podhraski)

⇒ Den gesamten Artikel findet Ihr unter Uni aktuell.

Kolloquium „Aktuelle Themen und Forschungen in der Geschichtswissenschaft“
Wintersemester 2017/18

Institut für Europäische Geschichte


Mittwoch, 08.11.2017         Thilo Tress M. A. (Freiburg im Breisgau)

                                           „Der Herrscher als Held? Friedrich Barbarossa in der
italienischen Historiographie.“

Mittwoch, 29.11.2017         Dr. Paolo Cecconi (Chemnitz)

                                           „Die spätantike Rezeption der Antike: Die Bibel und Homer.“


Mittwoch, 13.12.2017         Dr. Kaveh Yazdani (Berlin/Johannesburg, SA)
                                           „Die Ursachen für den Aufstieg Westeuropas im 18. und frühen 19. Jahrhundert aus indischer

                                           Perspektive.“

- Weihnachtspause –


Mittwoch, 10.01.2018         Dr. Yaman Kouli (Chemnitz)
                                         
„Deutsch-französische Annäherungen 1870 – 1914 – Staatenkooperation als ‚background
                                          ideology‘.“


Mittwoch, 24.01.2018         Dr. Sabine Wolfram (Chemnitz)
                                         
„Zurück zu den Anfängen: Die Grundlegung der Technik.“

Mittwoch, 31.01.2018         Prof. Dr. Rudolf Boch/PD Dr. Michael Schäfer (Chemnitz)

                                          „Zur Frühgeschichte der Sozialdemokratie in Südwestsachsen (1834 – 1905)"

Das Kolloquium findet von 19.00 bis 20.30 Uhr im Raum 2/NK003 (Neues Hörsaalgebäude) statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

"Meine Daniel-Düsentrieb-Phase ist mittlerweile vorbei"

Jun.-Prof. Marian Nebelin über seine Leidenschaft für Comics, warum er nur Professor sein möchte und was ihm an Chemnitz gefällt

In der zweiten Episode von TUCpersönlich gibt Jun.-Prof. Dr. Marian Nebelin, Juniorprofessur Antike und Europa der Technischen Universität Chemnitz, persönliche Einblicke. Unter anderem, was ihn am Berufsbild "Professor" reizt, warum er Comics mag und wie er Chemnitz erlebt.

Über TUCpersönlich

Der Podcast „TUCpersönlich“ wird im Staffel-Format zu je sechs Episoden produziert und über das Semester hinweg im Monats-Rhythmus in den sozialen Medien der TU  veröffentlicht. In der ersten Staffel kommen vor allem neu und kürzlich an die TU Chemnitz gewechselte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu Wort. Die Reihe wird aber nach und nach auch auf bereits etablierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie weitere Persönlichkeiten der Universität erweitert.    

Der Podcast kann im YouTube-Kanal der TU Chemnitz abgerufen werden: http://bit.ly/TUC_YouTube

Matthias Fejes
01.12.2017

Fortbildungsveranstaltung für Lehrer des Fachs Geschichte an Oberschulen und Gymnasien des Freistaates Sachsen durch das Institut für Europäische Geschichte der TU Chemnitz

Am 26. Oktober 2017 führte das Institut für Europäische Geschichte der TU Chemnitz eine Fortbildungsveranstaltung für Lehrer des Fachs Geschichte an Oberschulen und Gymnasien des Freistaates Sachsen durch. An der in Abstimmung mit der Sächsischen Bildungsagentur, Regionalstelle Chemnitz, organisierten ganztätigen Veranstaltung waren die Professuren für die Geschichte Europas im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit, für Wirtschafts- und Sozialgeschichte sowie für Europäische Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts beteiligt.


Nach einer kurzen Einführung und Begrüßung der 64 anwesenden Lehrer stellte Prof. Dr. Rudolf Boch, Inhaber der Professur für Wirtschafts- und Sozialgeschichte, ein aktuelles, an seiner Professur durchgeführtes Forschungsprojekt zur Frühgeschichte der Arbeiterbewegung in Sachsen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts vor. Dem folgte ein Referat von Prof. Dr. Frank-Lothar Kroll, Inhaber der Professur für Europäische Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Frank-Lothar Kroll skizzierte den Ablauf der Oktoberrevolution der russischen Bolschewiki 1917 in Petrograd und band diese Darstellung ein in den Gang der russischen Geschichte seit der Mitte des 19. Jahrhunderts.

Im zweiten Abschnitt der Fortbildungsveranstaltung präsentierten Prof. Dr. Martin Clauss, Inhaber der Professur für die Geschichte Europas im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit, sowie Sebastian Schaarschmidt, M.A., wissenschaftlicher Mitarbeiter an dieser Professur, aktuelle Forschungsprojekte. Dazu zählen insbesondere auch Untersuchungen zur Gründungsgeschichte der Stadt Chemnitz. Martin Clauss verortete im Rahmen seines Beitrages zur Geschichte von Stadt und Kloster Chemnitz im Mittelalter die Gründungszeit der Stadt in den 1180er Jahren. Sebastian Schaarschmidt stellte im ersten Teil seines Referats das von der Professur betriebene Internet-Projekt „Chemnitzer Geschichtskalender“ und im Anschluss Untersuchungen zu seinem Forschungsprojekt „Königtum und Krieg“ vor.


Den dritten und abschließenden Teil der Fortbildungsveranstaltung bestritten Dr. Yaman Kouli und Dr. Hendrik Thoß. Yaman Kouli, wissenschaftlicher Mitarbeiter an den Professuren für Wirtschafts- und Sozialgeschichte bzw. Europäische Regionalgeschichte, informierte die Veranstaltungsteilnehmer über wirtschaftspolitische Strukturen und Rahmenbedingungen in Europa in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, die eine Grundlage für die Entwicklung einer Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft bzw. der heutigen EU bildeten. Im letzten Beitrag der Veranstaltung setzte Hendrik Thoß, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Europäische Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts, die Anwesenden über aktuelle Tendenzen der Reformations- bzw. Lutherforschung in Kenntnis.


Sämtliche Referate stießen bei den Teilnehmern der Fortbildung auf reges Interesse. Breits unmittelbar im Anschluss bekundeten viele Lehrer, dass sie an einer Folgeveranstaltung des Instituts für Europäische Geschichte der TU Chemnitz erneut teilnehmen würden.

 
 
 
 

Das Vorlesungsverzeichnis für das Wintersemester 2017/2018 ist online!
Die PDF-Datei findet ihr HIER und im Archiv.

Presseartikel

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