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Europäische Geschichte studieren in Chemnitz
Lehre

Aktuelle Lehrveranstaltungen Wintersemester 2017/2018


Das Vorlesungverzeichnis als PDF-Dokument.
 

Dr. Christopher Degelmann
Vorlesung: Der Anfang vom Ende: Die römische Republik von den Gracchen bis Sulla


B_EG PM 1, PM 3, PM 4; M_RezKult; B_GE; B_PW; B_EU; M_KO

Zeit: dienstags, 9.15-10.45 Uhr
Beginn: 03.04.2018
Raum: 2/D 201

Die Suche nach den Gründen für den Untergang der römischen Republik (und für die Errichtung des Prinzipats durch Octavian/Augustus) stellt einen ebenso traditionellen wie immer noch – gerade im Angesicht von failed state Debatten und wankenden Staatenverbünden – aktuellen Gegenstand der althistorischen Forschung dar. In aller Regel wird die Betrachtung des Niedergangs mit der Untersuchung der politischen Aktivität des Tiberius und Gaius Gracchus (ca. 133-123 v. Chr.) begonnen, während die Analyse ihren Abschluss in den Bürgerkriegen des ausgehenden 1. Jh. v. Chr. findet. Die Gracchen seien die ersten politischen Akteure gewesen, die es verstanden hätten, die Interessen des Volkes mit ihren eigenen Belangen zu verknüpfen und die Klaviatur des politischen Systems zu spielen. Doch bereits Theodor Mommsen hat darauf aufmerksam gemacht, dass der Diktator Sulla (82-79 v. Chr.) mit seiner fundamentalen Reform der politischen Ordnung, die als Wiederherstellung alter Traditionen daherkam, die gewachsene Struktur der Republik zu Grabe trug. Daher werden wir unseren Überblick vor der Zeit eines Pompeius, Caesar und Cicero beschließen, die in einer Epoche mit neuen und ganz eigenen Dynamiken lebten.
Wir wollen uns in der Vorlesung nicht nur dieser turbulenten Zeit widmen, dabei die politische Kultur der römischen Republik in zahlreichen Facetten kennenlernen, sondern uns zum Schluss auch dem nachantike Wirken unserer Protagonisten zuwenden, denn sowohl die in der Überlieferung als Revolutionäre gezeichneten Brüder Gracchus als auch Sulla, der erste römische Alleinherrscher nach über 400 Jahren, haben immer wieder Anlass zu Bezügen in der Neuzeit gegeben.

Einführende Literatur:
B. Linke, Die römische Republik von den Gracchen bis Sulla. Darmstadt 2005.
Th. Mommsen, Römische Geschichte, Bd. II & III. 6. Auflage. (Dt. Taschenbuch Verlag,) München 2001.
U. Walter, Politische Ordnung in der römischen Republik. Berlin/Boston 2017.

Dr. Christopher Degelmann
Hauptseminar: Fake-News, Klatsch und Tratsch: Gerüchte in der antiken Welt


B_EG PM 6; B_EU SV 1; B_GE; B_Meko; B_PW; M_EG SM 1; M_RezKult; M_EI

Zeit: mittwochs, 15.30-17.00 Uhr
Beginn: 04.04.2018
Raum: 2/Rh.39/333

In Zeiten zunehmender populistischer Agitation oder zumindest deren gesteigerter Wahrneh-mung ist das Post- oder Kontra-Faktische in aller Munde. Scheinbare gegen jedes „bessere Wissen“ ins Feld geführte Argumente führen immer wieder zu harschen politischen Debatten. Besonders beliebt ist dabei der Rekurs auf Gerüchte, um Vorwürfe zu verwerfen oder zu lan-cieren. Das Gerede als kommunikative Erscheinung ist vermutlich bis heute in allen politischen Kulturen zuhause – auch trotz oder gerade wegen der gegenwärtigen Medienkommunikationsmittel.
Während im heutigen Diskurs des Politischen Gerüchte als dysfunktional und moralisch fragwürdig eingestuft werden, scheint sich das Diktum über das Phänomen gerade in antiken Gemeinwesen ambivalenter zu gestalten. Einerseits haben ethnologische Untersuchungen zeigen können, dass Gerüchte in Regionen ohne moderne Massenmedien eine gewichtige Funktion erfüllen, um einen regen wie raschen Informationsaustausch zu gewährleisten. Auch werden Klatsch und Tratsch als bedeutende Mittel der sozialen Kontrolle wahrgenommen. Andererseits haben die Altertumswissenschaften auf den doppelten Charakter der phémē bzw. fama, wie Griechen und Römer das Gerücht nannten, abgehoben. Beide Begriffe bezeichnen neben dem Gerede eben auch den Ruf einer Person, der unmittelbar auf der Qualität der über sie verbreiteten Information beruht.
Im Seminar werden wir uns sowohl mit antiken als auch gegenwärtigen Theorien und Konzeptionen von Gerüchten befassen, ferner mit Fallstudien, die ebenso aus dem archaischen und klassischen Griechenland stammen wie aus der römischen Republik und frühen Kaiserzeit. Entstehung und Verbreitung von Gerüchten, aber auch die Folgen, die sie zeitigen konnten, stehen dabei im Fokus.

Einführende Literatur:
J.-N. Kapferer, Gerüchte. Das älteste Massenmedium der Welt. Berlin 1997.
H.-J. Neubauer, Fama. Eine Geschichte des Gerüchts. Berlin 2008.

 

Dr. Eske Bockelmann
Altgriechisch I (fakultativ)


Zeit: Dienstag, 15.30-17.00 Uhr
Beginn: N.N.
Raum: 2/Rh.39/333
 

Dr. Burkhard Müller
Latein II


Parallelkurs A: dienstags und donnerstags, 07.30-9.00 Uhr (vierstündig)
Parallelkurs B: dienstags, 09.15-10.45 Uhr und donnerstags, 11.30-13.00 Uhr (vierstündig)

Beginn: N.N.
Raum: N.N.

Eine Einschreibung erfolgt über das Fremdsprachenzentrum.

Dr. Burkhard Müller
Kurs „freiwillige Lateinische Lektüre" (fakultativ)


Zeit: N.N.
Beginn: N.N.
Raum: N.N.

Dieser Kurs richtet sich an interessierte Studierende mit einem Abschluss in Latein.

Daniel J. Naumann
Sprachkurs Altes Hebräisch I (FAKULTATIV)


Zeit: montags, 19.00-20.30 Uhr
Beginn: N.N.
Raum: 2/N105

Ziel des viersemestrigen Kurses ist es, Grundkenntnisse der hebräischen Grammatik zu erwerben, narrative althebräische Texte (Quelle: BibliaHebraica, das s.g. „Alte Testament“ der Bibel) und Inschriften zu übersetzen und somit auch wichtige Quellen zum Alten Orient und der frühen Antike zu erschließen. Der Kurs schließt auf Wunsch im vierten Semester mit der Abiturergänzungsprüfung Hebraicum ab. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Lehrmaterial gibt es zunächst vom Dozenten, weiterführende Literatur wird im Kurs vorgestellt. Dieser Kurs ist grundsätzlich auch sehr gut für Gasthörer geeignet.

Kurzfristige Raum- und Terminänderungen finden Sie unter www.althebräisch.de

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