Verein zur Pflege der
Industrie- und Heimatgeschichte
Förderverein Esche-Museum e.V.
Limbach-Oberfrohna
Verein zur Pflege der Industrie- und Heimatgeschichte
Förderverein Esche-Museum e.V. - Limbach-Oberfrohna
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Herzlich willkommen im Förderverein Esche-Museum e.V.

Aktuell

Enthüllung der Mauersberger-Büste

Oberbürgermeister Gerd Härtig, Irmgard Eberth und Michael Nestripke präsentieren die Büste von Heinrich Mauersberger der Öffentlichkeit.
Oberbürgermeister Gerd Härtig, Irmgard Eberth und Michael Nestripke präsentieren die Büste von Heinrich Mauersberger der Öffentlichkeit.

Viele interessierte Bürger waren gekommen, um die Ehrung des Erfinders Heinrich Mauersberger mitzuerleben. Mit einem freudigen musikalischen Auftakt sorgte die Blaskapelle "Freudenklänge" aus Niederfrohna für eine optimistische Stimmung.

Als dem Förderverein Esche-Museum im Januar vergangenen Jahres die Büste des Erfinders Heinrich Mauersberger an­ge­bo­ten wurde, hat sich der Förderverein der Sache ein wenig zögerlich genähert, würde es doch eine ziemlich teure An­ge­le­gen­heit werden. Dennoch erarbeiteten wir nach einigem Nachdenken ein zunächst noch recht utopisches Projekt.

Moralischen Rückhalt fanden wir bei der Museumsleitung und bei der Stadtverwaltung. Gerade letzteres war uns sehr wichtig, ging es uns doch von Anfang an darum, die Büste - wenn sie dann erst mal fertig sein würde - im öffentlichen Raum der Stadt Limbach-Oberfrohna aufzustellen. Die Zustimmung von Katrin Heiber und Robert Volkmann hat geholfen, auch letzte Zweifler zu überzeugen. Kurz nach der Zustimmung durch die Mitgliederversammlung rückte das Projekt mit einem Ruck aus dem ideellen Bereich in die Realisierungsphase.

Katrin Jeschkowski, die damals im Museum arbeitete, brachte die Information von dem Wettbewerb simul+ mit und erkannte diesen Wettbewerb sofort als Chance für ein „Projekt Mauersberger".

Tatsächlich gewannen wir einen Preis. Das war eine freudiger Schock. Freude natürlich, weil nun das Projekt Leben gewann. Nun aber gab es jede Menge organisatorischen Aufwand, ein solches Projekt muss binnen eines Jahres nach Auszahlung der Gelder abgeschlossen sein. Und wir wollten unbedingt die Büste als Eisenkunstguss in Lauchhammer gießen lassen. Das sei zwar sehr viel teurer als ein Bronzeguss in Tschechien wäre, hieß es. Aber der bestechende Vorschlag unserer Mu­se­ums­lei­te­rin bezog sich auf die enge Verbindung zwischen dem Ortsteil Wolkenburg von Limbach-Oberfrohna und der Gießerei Lauch­hammer. Bekanntlich gilt der Wolkenburger Detlev Graf von Einsiedel als Begründer des Eisenkunstgusses in Lauchhammer. Die Wurzeln des Eisenkunstgusses reichen also bis nach Limbach-Oberfrohna. Mit diesem Denkmal können wir auch diese Traditionslinie würdigen. Dieses Denkmal soll ein Beitrag des Fördervereins Esche-Museum zur Vorbereitung der Kultur­haupt­stadt-Aktionen sein.

Und warum soll nun ein Mauersberger-Denkmal in gerade Limbach-Oberfrohna stehen?

Da gibt es mehrere Antworten:

Die ersten Schritte auf dem steinigen Weg zur Entwicklung seiner Erfindung ging Mauersberger in einem Limbacher Betrieb, in der ehemaligen Nähmaschinenfabrik Bach & Winter.

Im damaligen Sicht- und Zerlegewerk hier in Limbach bekam er dann 1949 eine Festanstellung als „Spezialkonstrukteur für Entwicklung".

Die Maschine Mauersbergers wurde nicht etwa mit Begeisterung aufgenommen. Aber schließlich konnte er seine 1949 als Patent angemeldete Erfindung mithilfe von Freunden und Unterstützern durchsetzen.

Mauersberger hat betont, dass die Limbach-Oberfrohnaer ihm geholfen haben, seine Erfindung zu erproben und durch­zu­set­zen. Er war Ehrenbürger der Stadt Limbach-Oberfrohna und hat mit der Bezeichnung MALIMO die Stadt im Namen seiner Erfindung geehrt.

Man fragte ihn einmal, was denn das für eine so außergewöhnlich Stadt sei, die er für alle Zeiten international verewigt. Dazu erklärte er: „Abgesehen davon, dass Limbach-Oberfrohna eine landschaftlich sehr schöne Stadt ist, sind es die Menschen, die meine Lage als Erfinder anerkannten, an mich glaubten, mir Mut zusprachen, trotz Widerständen mir den Rücken stärkten und mir halfen, dass die Nähwirktechnologie zum Laufen kam."

Also, wo, wenn nicht in Limbach-Oberfrohna sollte eine Mauersberger-Büste Platz finden?

Nachzutragen bleibt noch, dass die Technik noch heute an vielen Orten zuverlässig läuft.

Für alle diejenige, die Lebensdaten von Heinrich Mauersberger noch einmal nachlesen wollen, haben wir auf der Tafel einen QR-Code angebracht, der zur Mauersberger-Biographie auf unserer Webseite schaltet.

Ein herzliches Dankeschön geht an die Spender, die unserem Aufruf folgend Gelder gespendet haben, damit wir auch die vielen nicht voraussehbaren kleineren Ausgaben tätigen konnten.

Die Stadtverwaltung hat außer dem ideellen Beistand auch sehr praktische Hilfe geleistet und für ein sachgerechtes Fun­da­ment gesorgt. Geholfen hat bei allem das Museumsteam, insbesondere der Techniker Bernd Riedel, der immer da ist, wenn man eine helfende Hand und eine rettende Idee benötigt.

Wir könnten heute nicht vor dem vollendeten Werk stehen, wenn sich nicht Herr Reimann, Geschäftsführer der Steinmetzfirma Kretzschmar, und Herr Kühnrich, Geschäftsführer der Firma Scherf, mit ihrem jeweiligen Fachwissen so engagiert eingebracht hätten.

Und immer zur Stelle und bereit zur Hilfe ist Michael Nestripke gewesen. Darum wurde ihm die Ehre zu teil, gemeinsam mit dem Oberbürgermeister Gerd Härtig, die Hülle vom Denkmal zu entfernen.

Jahr der Industriekultur - Beiträge des Fördervereins Esche-Museum

Vieles von dem, was wir uns für das Jahr der Industriekultur vorgenommen haben, musste wegen der Corona Pandemie gestrichen werden. Im Hintergrund und mit der gebotenen Vorsicht aber konnten doch einige Projekte in kleineren Arbeitsgruppen realisiert werden.

Restaurierung des Grabmals der Unternehmerfamilie Raetzer

Grabmale sind unserer Meinung nach wichtige Zeugen für die Geschichte eines Ortes. Sie würdigen die Lebensleistung Verstorbener und legen auch Zeugnis ab von der Kultur unterschiedlicher Zeitepochen.

Begraben im doppelten Sinne: Grabmal der Familie Raetzer, das unter der Last des wuchernden Efeus nicht mehr zu erkennen war.
(Foto: M. Müller, August 2018)
Begraben im doppelten Sinne: Grabmal der Familie Raetzer, das unter der Last des wuchernden Efeus nicht mehr zu erkennen war.
(Foto: M. Müller, August 2018)
Das Grabmal nach vollendeter Restaurierung
(Foto: M. Müller, September 2020)
Das Grabmal nach vollendeter Restaurierung
(Foto: M. Müller, September 2020)

Ende 2018 haben wir mit der Restaurierung des Grabmals begonnen. Dabei war uns eine Spende der fünf Firmen von dem Fertigungsnetzwerk der Firmengruppe Delta Barth Anregung für die weitere Arbeit und eine große Hilfe. Das Geld reichte für die Erneuerung der beiden seitlichen Namenstafeln. Für die noch fehlenden Summen warben wir Spenden ein, auch von unseren Mittgliedern.

Jens Barth (l.) übergab im Esche-Museum am 27. November 2018 den Förderscheck der Firmen AMS Technology GmbH, Delta Barth Systemhaus GmbH, Delta proveris AG, Limbacher Ober­flächen­veredlung und Omega Blechbearbeitung
(Foto: I.Eberth)
Jens Barth (l.) übergab im Esche-Museum am 27. November 2018 den Förderscheck der Firmen AMS Technology GmbH, Delta Barth Systemhaus GmbH, Delta proveris AG, Limbacher Ober­flächen­veredlung und Omega Blechbearbeitung
(Foto: I.Eberth)
Bei der Beseitigung des verwilderten Efeus musste sogar die Spitz­hacke zum Einsatz kommen.
(Foto: I. Eberth)
Bei der Beseitigung des verwilderten Efeus musste sogar die Spitz­hacke zum Einsatz kommen.
(Foto: I. Eberth)

Die Leitung der Arbeiten lag bei dem Dreierteam Christine Erler, Marvin Müller und Ursula Ziemert. Zu den schweren Arbeiten holten sie sich weitere Vereinsmitglieder zur Hilfe.

Dann aber sah man doch schon, dass es vorwärts ging. Die Fertigstellung zog sich jedoch noch länger hin, da es Lieferschwierigkeiten für die neuen Randsteine gab. Das stellte unsere Geduld auf eine harte Probe.

Schließlich konnte Marvin Müller im Namen des Fördervereins das restaurierte Grabmal der Öffentlichkeit präsentieren.

In seiner Rede dankt Marvin Müller allen an der Restaurierung Beteiligten. Besonderen Dank für die Unterstützung sagt er dem Friedhofsgärtner Herrn Winkler und nennt auch die ausführenden Firmen, die Kretzschmar Naturstein GmbH und Metallbau Reuter & Gräfe.
In seiner Rede dankt Marvin Müller allen an der Restaurierung Beteiligten. Besonderen Dank für die Unterstützung sagt er dem Friedhofsgärtner Herrn Winkler und nennt auch die ausführenden Firmen, die Kretzschmar Naturstein GmbH und Metallbau Reuter & Gräfe.
Ein Gruppenbild zum Abschluss: (von links) Bürgermeister Robert Volkmann, Stadtrat Marvin Müller, Ursula Ziemert, Günther Voigt, Sabine Barth, Peter Barth, Stadtrat Enrico Fitzner
(Foto: I. Eberth)
Ein Gruppenbild zum Abschluss: (von links) Bürgermeister Robert Volkmann, Stadtrat Marvin Müller, Ursula Ziemert, Günther Voigt, Sabine Barth, Peter Barth, Stadtrat Enrico Fitzner
(Foto: I. Eberth)

Karlstraße erhält ein Zusatzschild

Gebäude der Textilfabrik Carl Götzes im Jahre 1925. (Foto priv.)
Gebäude der Textilfabrik Carl Götzes im Jahre 1925. (Foto priv.)
So sieht die nunmehr zur Untätigkeit verdammte Fabrik heute aus.
So sieht die nunmehr zur Untätigkeit verdammte Fabrik heute aus.

Die Karlstraße erhielt ihren Namen zu Ehren des Unternehmers Carl Götze, der 1880 dort eine Textilfabrik errichtete. Die Initiative für das Zusatzschild ging von Marvin Müller aus, der vor einiger Zeit die Firmengeschichte aufgeschrieben hat (vgl. auch Geschichte(n) / Firma Carl Götze Oberfrohna).Das Stück Straße zu seiner Fabrik musste der Unternehmer selbst finan­zieren, daher wurde sie auch nach ihm benannt.

Zur Enthüllung des Zusatzschildes kam auch der ehemalige Inhaber und letzte Betriebsleiter der Firma Carl Götze Günther Voigt (rechts).
Zur Enthüllung des Zusatzschildes kam auch der ehemalige Inhaber und letzte Betriebsleiter der Firma Carl Götze Günther Voigt (rechts).
Günther Voigt und Marvin Müller schilderten in wenigen Sätzen die Geschichte der Firma, die sich auf hochmodische Damen- und Nacht­wäsche spezialisiert hatte
Günther Voigt und Marvin Müller schilderten in wenigen Sätzen die Geschichte der Firma, die sich auf hochmodische Damen- und Nacht­wäsche spezialisiert hatte
Enthüllung des Zusatzschildes
Enthüllung des Zusatzschildes

Am 13. September 2020 enthüllte Marvin Müller das Zusatzschild. Finanziert wurde es vom Förderverein Esche-Museum. Mit dieser Aktion setzt der Förderverein die seinerzeit die vom Heimatverein begonnene Heimatkunde am Straßenrand fort (Bezeichnung vom Stadtspiegel).

Neue Ausstellungsstücke in der Dauerausstellung

Weltneuheit aus dem Jahre 1975 - Doppelnähstation-Saumaggregat,VEB Ingenieurbüro Trikot Limbach-Oberfrohna

In Zusammenarbeit mit dem Esche-Museum, hat sich Michael Nestripke vom Förderverein Esche-Museum um den Erwerb und den Transport der Doppelnähstation gekümmert. Dies ist eine Schenkung der Firma R.Wrzal Gebäudetechnik. Bis alles fertig ist, wird noch etwas Zeit vergehen.

Am 01.08.2019 trafen sich die Konstrukteure des ehemaligen VEB Ingenieurbüro Trikot Limbach-Oberfrohna,im Esche-Museum zu einen Erfahrungsaustausch.

Fotos: I. Eberth, M.Nestripke

Neuerscheinung am Büchermarkt

Limbach-Oberfrohna - Vom Rittergutsdorf zur Industriestadt, Neuerscheinung 2018

In rund zweijähriger Arbeit haben Irmgard Eberth, Gabriele Pabstmann und Ursula Ziemert dieses Buch über die Geschichte des Ortes und dessen Industrie verfasst.

Hinweise

Hier noch einige Hinweise bevor Sie das Esche Museum besuchen:


https://www.förderverein-esche-museum.de - 25.09.2022, 20:27 Uhr