TU Chemnitz Professur News Promotionsprogramm I AWIKO – ArbeitsWIssenschaftliches KOlloquium

Promotionsprogramm I AWIKO – ArbeitsWIssenschaftliches KOlloquium

Promotionsprogramm I AWIKO – ArbeitsWIssenschaftliches KOlloquium

28.01.2021

Seit dem Jahr 2012 veranstaltet die Professur Arbeitswissenschaft und Innovationsmanagement zwei Mal jährlich das eigens entwickelte Promotionsprogramm „AWIKO – ArbeitsWIssenschaftliches KOlloquium“. Im Rahmen der Promotion an der TU Chemnitz finden regelmäßige Kolloquien als State-Gate-Prozess statt, die dem Voranbringen der eigenen Dissertation dienen, aber auch um Themen sowie Interessen der Doktorand*innen kennenzulernen und eine persönliche Verbindung zwischen den Doktorand*innen zu fördern. Aufgrund des Feedbacks der anderen Teilnehmenden erhält man Ideen für das eigene Dissertationsvorhaben und kann diese ausbauen.

Das Kolloquium als State-Gate-Prozess aufzubauen, hat zum Ziel, ein strukturiertes und sogar teilweise betreuungsunabhängiges Format für die Doktorand*innen bereitzustellen. Der Begriff „Gates“ stellt hierbei das Vorrücken in die nächste Stufe in den Fokus.
Schritt I - der Methodenvortrag oder auch Methodenbeschreibung fokussiert zunächst die Vorstellung einer Forschungsmethode, um das Verständnis der gewählten Methode aufzuzeigen sowie das des wissenschaftlichen Arbeitens. Zusätzlich erhält der*die Promovend*in Unterstützung durch die Bereitstellung von Startliteratur. Die Vorstellung von Interessen oder einer ersten Idee für die Dissertation erfolgt im Schritt II Ideenposter. Der Fokus liegt hierbei auf dem Aufzeigen und Eingrenzen möglicher Themenfelder für die Dissertation und belegt diese mit einzelnen Quellen und einem Überblick über die Literatur. Anschließend an das Ideenposter folgt Schritt III Ideenvortrag. Ziel ist es eine Konkretisierung der ersten Dissertationsidee, die im Rahmen des Ideenposters präsentiert wurde, detailliert (Problemstellung, State-of-the-Art der Forschung, Zielstellung, Vorgehen und Zeitplan) vorzustellen. Schritt IV Proposalvortrag dient der Präsentation der Vorbereitung, des Feinschliffs oder der Weiterentwicklung eines Dissertationsproposals. Ziel ist es, das Thema klar zu erfassen und eine konkrete Planung der Dissertation vorliegen zu haben. Die Präsentation des Fortschrittberichtes erfolgt in Schritt V, in welcher die Fortschritte, d. h. das Vorankommen im Dissertationsprojekt vorgestellt werden. Der Ergebnisbericht (Schritt VI) veranschaulicht die ersten empirischen Ergebnisse. Im letzten Schritt VII, dem Probevortrag, hat der*die Promovend*in sein*ihr Ziel fast erreicht und steht kurz vor der Abgabe der Dissertationsschrift.

Die Doktorand*innen sind Teil des Prozesses mit den eigenen Dissertationen, unterstützen sich aber ganz wesentlich auch untereinander. Hierfür gibt es einen Peer-Review Prozess mit Developmental Reviews. Das bedeutet Abstracts, Proposals und Fortschrittsberichte werden von zwei Doktorand*innen im Sinne eines Peer-Reviews begutachtet. Ein weiterer Akteur in dem Promotionsprozess stellt der*die Diskutant*in dar. Während des Kolloquiums hat er*sie die Rolle des „advocatus diaboli“ inne. Nach dem Vortrag erhält der*die Diskutant*in die ersten 5 Minuten der Diskussionsrunde und begutachtet den Beitrag kritisch. Im Anschluss wird die Diskussion für die Doktormutter Frau Prof. Bullinger-Hoffmann bzw. das gesamte Auditorium, welches die Interdisziplinarität der Professur Arbeitswissenschaft und Innovationsmanagement widerspiegelt, geöffnet. Das Auditorium setzt sich einerseits aus Kolleg*innen aus dem eigenen Themenbereich, aber auch aus fachfremden Themengebieten zusammen, um eine vielseitige und konstruktive Diskussion anzuregen und sich auch methodisch weiterentwickeln zu können.

Aufgrund der Corona-Pandemie hat das AWIKO seit 2020 auch den Weg in die virtuelle Welt gefunden, indem die Doktorand*innen ihre Vorträge über eine virtuelle Plattform vorstellen und diskutieren können.


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