TU Chemnitz Forschung Projekte Augmented Education - Verknüpfung von virtuellem und realem Lernen anhand der digitalisierten Taktstraße für KKU in der beruflichen Aus- und Weiterbildung

Augmented Education - Verknüpfung von virtuellem und realem Lernen anhand der digitalisierten Taktstraße für KKU in der beruflichen Aus- und Weiterbildung

Augmented Education - Verknüpfung von virtuellem und realem Lernen anhand der digitalisierten Taktstraße für KKU in der beruflichen Aus- und Weiterbildung

Finanzierung

Europäische Union, Euröpäischer Sozialfonds, Freistaat Sachsen

Projektpartner

Arbeit, Technik und Bildung gGmbH (ATB)Bildungs -Werkstatt Chemnitz gGmbH (BWC)

Projektlaufzeit

April, 2019 bis März, 2022

Motivation und Zielstellung


Heutige Auszubildende besitzen eine hohe Affinität zu modernen Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT). In größeren Unternehmen finden diese bereits vielfach Anwendung, wohingegen sie in der beruflichen Ausbildung wie auch in den Lehrmethoden bisher unterrepräsentiert sind. Demnach belegt eine Bestandsanalyse des BIBB zur Relevanz digitaler Medien in der beruflichen Aus- und Weiterbildung innerhalb der Unternehmen eine hohe Verbreitung schriftlicher Unterlagen, Lehr- und Fachbücher sowie Gruppen- und Teamarbeit (2016).
Am Lernort Überbetriebliche Ausbildungsstätte der Bildungs-Werkstatt Chemnitz gGmbH (BWC) arbeiten Auszubildende bereits real und praxisnah mit Materialen, Bauteilen, Aktoren und Sensoren. Sowohl an dieser Stelle als auch bei den Kleinst- und Kleinunternehmen (KKU) besteht deutliches Potential beim Einsatz von digitalen Lernwerkzeugen.
Ziel des Projektes ist die Entwicklung, Einführung und Erprobung eines digitalgestützten Lernwerkzeugs welches lernortübergreifend vom überbetrieblichen Ausbildungsbetrieb bis hin zum ausbildenden Unternehmen einsetzbar ist. Der Nutzen liegt im Ausbau der Kompetenzen von Auszubildenden welche somit als Innovationsträger in den KKU fungieren. Daraus resultiert eine Erweiterung des Repertoires an digitalen Lehrmethoden innerhalb der beruflichen Ausbildung und somit eine Attraktivitätssteigerung der Aus- und Weiterbildung in den KKU.

Vorgehensweise


Mittels leitfadengestützter Interviews, Fragebögen und Fokusgruppen werden die Nutzer-anforderungen an das Lernwerkzeug und einhergehenden Ausbildungsinhalte erhoben. Der Kompetenzerwerb auf Seiten der Auszubildenden wird im Rahmen der Entwicklung und Erprobung durch eine individuelle und engmaschige Betreuung durch das Projektpersonal begleitet, sodass individuell auf die unterschiedlichen Bedürfnisse eingegangen werden kann. Auf der Basis bestehender konventioneller Lehr- und Lernkonzept findet daher ein „Brückenbau“ zwischen konventioneller Ausbildung und Digitalisierungselementen statt.

Ergebnisse


Am Ende des Vorhabens liegen folgende Ergebnisse vor: physischer/ digitaler Demonstrator: alle Bauteile, Baugruppen, Takte und somit die Taktstraße insgesamt stehen sowohl als Einzelkomponente als auch gesamte überarbeite und demnach verbesserte Taktstraße digital/ virtuell und physisch “in einem Raum/ einer Lernwerkstatt” zur Verfügung. In der überbetrieblichen Ausbildung ergibt sich eine Kollaboration aus befähigten Auszubildenden, die unter Anleitung der Ausbilder der BWC digitalgestützte Lernwerkzeuge anwenden und damit zur Etablierung dieser in die betrieblichen Ausbildungs- und Qualifizierungsprozesse in den KKU beitragen.

Ansprechpartner