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11. Tagung über Probleme und Methoden der Mathematischen Physik
25. - 28. März 1999, Klaffenbach

gewidmet

Prof. Dr. Siegfried Prößdorf

(1939 - 1998)

Prof. Siegfried Prößdorf
Siegfried Prößdorf ist am 2. Januar 1939 in Baldenhain/Thüringen geboren.

Nach dem Abitur 1957 in Ronneburg begann er Mathematik zuerst in Leipzig, dann in Leningrad/UdSSR (heute St. Petersburg in Russland) zu studieren, wo er 1963 seinen Abschluß "summa cum laude" machte. 1966 promovierte er an der selben Universität; sein Tutor war Prof. S. G. Michlin.

Von 1966 bis 1968 arbeitete Dr. Prößdorf als wissenschaftlicher Assistent am Institut für Mathematik der Technischen Hochschule Karl-Marx-Stadt. Im Juli 1967 habilitierte er sich auch hier. Am 1. Februar 1968 wurde er zum Dozenten für Mathematik und am 1. September 1969 zum ordentlichen Professor für Analysis ernannt.

1972 war er ein Jahr lang als Gastprofessor am Mathematischen Institut der Akademie der Wissenschanften in Kishinev/UdSSR (heute Hauptstadt von Moldova), schrieb dort im Wesentlichen sein erstes Buch "Einige Klassen singulären Gleichungen" und machte Bekanntschaft mit Israel Gohberg. Diese war ausschlaggebend für seine spätere Arbeit auf dem Gebiet der Numerischen Analysis.

Die von Prof. Prößdorf initiierten Untersuchungen auf folgenden Gebieten wurden von den Mitarbeitern der Technischen Hochschule Karl-Marx-Stadt weitergeführt und erarbeitet:

-  Ausgeartete partielle Differentialgleichungen (M. Lorenz)
-  Ausgeartete gewöhnliche Differentialgleichungen (J. Elschner)
-  Guarternionwertige Varianten von SIO (W. Sprösig)
- Strukturierte Matrizen: Prof. Prößdorf veranlasst Aspirantur    von G. Heinig bei I. Gohberg (K. Rost)

Am 1. September 1975 begann Prof. Prößdorf seine Arbeit an dem damaligen Weierstraß-Institut für Mathematik der Akademie der Wissenschaften der DDR in Berlin. Von 1975 bis 1984 führte er die Sektion Angewandte Analysis und Numerische Mathematik an. Seit 1984 war er der Leiter der Fakultät und später der Leiter der Forschungsgruppe.

1980 erhielt Prof. Prößdorf den Nationalpreis der DDR für Wissenschaft und Technologie für seine wissenschaftliche Arbeit.

Nach der Wende wurde Prof. Prößdorf zu einem der führenden Wissenschaftler des Instituts und der Leiter der Gruppe "Integral- und Pseudodifferentialgleichungen".

Insgesamt verfasste Prof. Prößdorf 152 Publikationen aus den Bereichen Finite-Element-Methode, Operatortheorie, Integralgleichungen, Randwertprobleme, Numerische Analysis, Pseudodifferentialgleichungen.

1998 ist Prof. Prößdorf gestorben.

Prof. Siegfried Prößdorf
 
Klaffenbach, 25. - 28. 3. 1999
Teilnehmer der Tagung vor dem Wasserschloß Klaffenbach
 
Gruppenfoto   Während der Setzung
v. l. n. r. : V. Maz'ja (Universität Linköping/ Schweden), T. Shaposhnikova (Universität Linköping/ Schweden), I. Gohberg (Universität Tel-Aviv/Israel), B. Silbermann (Technische Universität Chemnitz), E. Meister Technische Universität TU Darmstadt)
  Während der Setzung (1. Reihe, 1. v. l. V. Maz'ja, Universität Linköping/ Schweden; 2. Reihe, 3. v. l. G. Masroianni, Universita della Basilicata)
 
Programm der Tagung (ps- oder pdf-file)

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