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wissenschaftliche Karriere

Wer in Deutschland eine wissenschaftliche Karriere anstrebt, muss zunächst über einen Hochschulabschluss verfügen. Im Zuge der Harmonisierung von Studienabschlüssen in mittlerweile 40 europäischen Staaten im Rahmen der so genannten „Bologna-Prozess“ zur Schaffung eines einheitlichen Europäischen Hochschulraums ist das Studium an deutschen Hochschulen nun nahezu durchgängig gestuft:

Nach zumeist drei Jahren kann mit dem Bachelor ein erster berufsqualifizierender Abschluss erworben werden. Wer jedoch eine Karriere in der Wissenschaft anstrebt, sollte über einen Master-Abschluss oder ein Äquivalent verfügen, welcher in Deutschland üblicherweise nach zwei weiteren Jahren Studium verliehen wird. Die Zuständigkeit für die Anerkennung der Gleichwertigkeit ausländischer Examina für den Zugang zur Promotion ist in den Promotionsordnungen der einzelnen Fakultäten geregelt.

Mit der Zulassung zur Promotion beginnt die Promotionsphase, welche die Verleihung des Doktorgrades zum Ziel hat. Die Dauer einer Promotion ist individuell sehr unterschiedlich und sowohl von den persönlichen als auch strukturellen Rahmenbedingungen abhängig. Drei Jahre sollten jedoch mindestens eingeplant werden. Die Zuständigkeit für Promotionen liegt in Deutschland bei den Fakultäten der jeweiligen Hochschule, die zu diesem Zweck eigene Promotionsordnungen erlassen.

Eine erfolgreich abgeschlossene Promotion berechtigt wiederum zum Übergang in die Postdoc“-Qualifikationsstufe, welche einer unmittelbaren Vorbereitung auf eine Hochschullehrertätigkeit dient. Der am häufigsten gewählte Weg ist derjenige über eine Habilitation, es ist jedoch auch möglich, sich über eine Juniorprofessur für eine spätere Tätigkeit als Professor zu empfehlen.

Mit erfolgreichem Abschluss einer Habilitation oder einer Qualifikation über eine Juniorprofessur ist in Deutschland jedoch nicht zwingend der sofortige Übergang in eine reguläre Professur verbunden, sondern die Kandidaten müssen sich auf von den Hochschulen ausgeschriebene Stellen bewerben. Da in Deutschland die jeweiligen Bundesländer für die Hochschulgesetzgebung zuständig sind, unterscheiden sich die Berufungsverfahren je nach Hochschulstandort: In der Regel ist eine Berufungskommission an der jeweiligen Fakultät zuständig für die Auswahl von geeigneten Bewerbern, während die Berufung eines Kandidaten, nach erfolgreichen Berufungsverhandlungen, zumeist durch die Hochschulleitung erfolgt. Die Dauer eines Berufungsverfahrens ist in Deutschland sehr unterschiedlich und reicht von mehreren Monaten bis zu zwei Jahren.

Die übergeordnete rechtliche Grundlage für die oben beschriebenen Vorgänge in Sachsen bildet das Sächsische Hochschulgesetz, insbesondere die §§39 (Hochschulgrade), 40 (Promotion), 41 (Habilitation), 58-60 (Berufung von Professoren) sowie 63, 64 und 70 (Einstellung von Juniorprofessoren) SächsHSG.