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Frauenförderplan der Fakultät für Informatik

Inhaltsverzeichnis

  1. Präambel
  2. Zielsetzung
  3. Analyse des Ist-Zustandes
  4. Maßnahmen
  5. Geltungsdauer

I. Präambel

Die Umsetzung der Chancengleichheit von Frauen wird an der TU Chemnitz als eine universitäre Aufgabe gesehen. Auf der Grundlage des SächsHG v. 14.11.2008, des Sächsischen Frauenförderungsgesetzes v. 31.03.1994 sowie des Gleichstellungsprogramms der TU Chemnitz v. 26.02.2009 legte die TU Chemnitz im September 2010 einen aktualisierten Frauenförderplan vor. Darauf aufbauend sind die Fakultäten dabei, eigene Frauenförderpläne zu erstellen und darin Maßnahmen zur Frauenförderung festzulegen.

II. Zielsetzung

Der Frauenförderplan beschreibt die Situation der weiblichen Beschäftigten und Studierenden an der Fakultät für Informatik, beinhaltet Maßnahmen zur Erhöhung des Frauenanteils in den Beschäftigtengruppen, in denen Frauen unterrepräsentiert sind und wertet die bisherige Förderung der Frauen aus. Er soll zur Herausbildung von Arbeits- und Studienbedingungen beitragen, die den Frauen die gleichberechtigte Wahrnehmung ihrer Rechte, die Ausübung ihrer Pflichten und berufliche Chancengleichheit ermöglichen.

Die Fakultät für Informatik begrüßt die Bemühungen der Hochschule, die Präsenz von Wissenschaftlerinnen in Führungspositionen und im MINT-Bereich an der TU Chemnitz zu erhöhen. Die Umsetzung der Chancengleichheit von Frauen wird an der TU Chemnitz als eine universitäre Aufgabe gesehen. Auf der Grundlage der Gesetze und Programme unternimmt die Fakultät für Informatik entsprechende Maßnahmen zur Frauenförderung.

III. Analyse des Ist-Zustandes

1. Frauenanteil unter den Professoren (Stand: 01.10.2016)

Professoren davon weiblich %
12 1 8,3


2. Frauenanteil im wissenschaftlichen und nichtwissenschaftlichen Personal (Stand: 01.10.2016)

  Gesamt davon weiblich %
Wissenschaftliches Personal gesamt 76 9 11,8
Nichtwissenschaftliches Personal gesamt 13 11 84,6


3. Studierende an der Fakultät für Informatik (Stand: 01.10.2016, WS 2016)

Studierende insgesamt davon weiblich %
880 193 21,9


4. Nachwuchsförderung an der Fakultät für Informatik

  Gesamt davon weiblich %
Anzahl der Promovierenden 2011 52 1 1,9
Abgeschlossene Promotionen 2007 8 1 12,5
Abgeschlossene Promotionen 2008 5 0 0
Abgeschlossene Promotionen 2009 3 0 0
Abgeschlossene Promotionen 2010 5 0 0
Abgeschlossene Promotionen 2011 3 0 0
Abgeschlossene Promotionen 2012 5 0 0
Abgeschlossene Promotionen 2013 6 1 16,7
Abgeschlossene Promotionen 2014 3 0 0
Abgeschlossene Habilitationen 2014 3 1 33,3
Abgeschlossene Promotionen 2015 5 0 0
Abgeschlossene Promotionen 2016 7 1 14,3
Abgeschlossene Habilitationen 2016 1 0 0

IV. Maßnahmen

1. Wissenschaftlicher und Nichtwissenschaftlicher Bereich

Die Fakultät für Informatik strebt eine Erhöhung des Frauenanteils im wissenschaftlichen Bereich an. Grundlage hierfür bilden die gesetzlichen Bestimmungen, wie beispielsweise:

  • die Gestaltung flexibler Arbeitszeiten auf begründeten Wunsch der Beschäftigten
  • spezielle Vereinbarungen über die Urlaubsregelung insbesondere für Eltern schulpflichtiger Kinder
  • die Reduzierung der Arbeitszeit auf begründeten Wunsch der Beschäftigten
  • die Aufstockung der Arbeitszeit nach vorübergehender Teilzeitbeschäftigung zum nächstmöglichen Zeitpunkt
  • die Verlängerung befristeter Arbeitsverhältnisse um die Dauer des Erziehungs- und Mutterschutzes
  • die Möglichkeit einer angemessenen Wiedereinarbeitungszeit auf einem gleichwertigen Arbeitsplatz nach Ablauf der Beurlaubung

Die oder der Gleichstellungsbeauftragte der Fakultät für Informatik kann auf Anfrage weitere Auskünfte zu gesetzlichen Bestimmungen geben.

 

Die Fakultät strebt eine Erhöhung des Professorinnenanteils an.

In der Nachwuchsförderung strebt die Fakultät für Informatik eine Erhöhung des Frauenanteils an. Bei der Besetzung von Qualifikations- und Drittmittelstellen ist darauf zu achten, dass Frauen ebenfalls berücksichtigt werden. Zudem wird eine Erhöhung des Frauenanteils bei Promotionen und Habilitationen angestrebt.

Dabei sollten Anträge von Frauen für Wiedereinstiegsstipendien des Landes Sachsen zur Förderung der Chancengleichheit für Frauen in Forschung und Lehre unterstützt werden.

Die oder der Gleichstellungsbeauftragte der Fakultät für Informatik ist beratendes Mitglied in den jeweiligen Berufungskommissionen, welche von der Zentralen Gleichstellungsbeauftragten der TU Chemnitz bei schwierigen Entscheidungsfindungen beraten wird und zu jedem Berufungsvorschlag Stellung nimmt.

2. Studierende

An der TU Chemnitz finden sowohl geschlechterdifferenzierte als auch geschlechterübergreifende Studienwerbeaktivitäten statt. Seit einigen Jahren werden verschiedene Maßnahmen und Projekte zur Gewinnung junger Frauen für technische Studienrichtungen und zur Erhöhung der Studienzufriedenheit in den technischnaturwissenschaftlichen Studienfächern durchgeführt, da die Notwendigkeit einer gezielten Ansprache von Schülerinnen sowie weiblichen Studieninteressierten erkannt wurde.

Die Fakultät für Informatik ist bemüht, den Frauenanteil bei Studierenden zu erhöhen. Dazu wird von der Fakultät für Informatik die Sommerakademie Informatik für Mädchen und junge Frauen angeboten. Darüber hinaus verpflichtet sie sich, weitere spezielle Informations- und Einführungsveranstaltungen (z.B. Girlsday, Herbstuniversität, Schulpraktika etc.) in Kooperation mit der Zentralen Studienberatung und der Gleichstellungsbeauftragten der TU Chemnitz anzubieten und durchzuführen.

3. Vereinbarkeit von Familie und Beruf bzw. Studium

Die Vereinbarkeit von Studium und Kindererziehung wird für Studentinnen durch folgende Maßnahmen erleichtert:

  • größtmögliche Abstimmung des Lehrveranstaltungsangebots für Pflicht- und Wahlpflichtfächer mit den Öffnungszeiten öffentlicher Betreuungseinrichtungen
  • Abstimmung des Studienablaufplanes bzw. Vereinbarung von Sonderstudienplänen auf speziellen Wunsch der Studentinnen, sofern die Studienordnungen diese ermöglichen
  • Verlängerung von Beurlaubungen entsprechend der Regelungen des Mutterschutzgesetzes bzw. des Gesetzes zum Elterngeld und zur Elternzeit.

 

4. Fort- und Weiterbildung

Maßnahmen der Fort- und Weiterbildung dienen unter anderem der Verbesserung der Aufstiegschancen, der langfristigen Sicherung der Beschäftigung sowie dem Abbau der durch familiär bedingte Ausfallzeiten entstandenen Informationsdefizite.
In Anlehnung an § 34 der Dienstordnung für Behörden des Freistaates Sachsen vom 14. Januar 1999 sind die Frauen über inner- und außerbetriebliche Fortbildungsmaßnahmen zu informieren. Wenn die jeweiligen Kriterien erfüllt sind, ist der angezeigte Teilnahmewunsch an entsprechenden Qualifizierungsmaßnahmen zu befürworten.

5. Sicherheit für Frauen im Hochschulbetrieb

Die TU Chemnitz und damit auch die Fakultät für Informatik stellt sich die Aufgabe, spezifische Gefahrenquellen für Frauen aufzudecken und zu beseitigen sowie Formen sexueller Belästigung am Arbeitsplatz entgegenzuwirken. Frauen, die sich sexuell belästigt fühlen, können sich mit einer Beschwerde an die Universitätsleitung, die Frauenbeauftragte bzw. gemäß SächsPersVG an den Personalrat wenden. Die Universitätsleitung ist verpflichtet, dieser Beschwerde nachzugehen und entsprechende disziplinarische und arbeitsrechtliche Konsequenzen einzuleiten.

6. Gremien

Die TU Chemnitz insgesamt und auch die Fakultät für Informatik stellt sich zur Aufgabe, den Frauenanteil in den universitären Gremien kontinuierlich zu erhöhen. Dabei wird angestrebt, dass Frauen jeweils entsprechend ihrem Anteil an den Beschäftigten bzw. Angehörigen der jeweiligen Statusgruppe vertreten sind. Um eine Gleichverteilung von Einfluss, Status und Mitbestimmung von Frauen und Männern in der Hochschule zu erreichen, wird deshalb empfohlen, bei der Aufstellung von Listen und Kandidaturen auf eine dementsprechende Beteiligung von Frauen zu achten.

 

Die Wirksamkeit dieser Maßnahmen wird jährlich evaluiert.

 

V. Geltungsdauer

Der Frauenförderplan der Fakultät für Informatik tritt am Tage nach seiner Veröffentlichung in Kraft und gilt für zwei Jahre. Statistische Angaben werden jährlich aktualisiert.

Chemnitz, Dezember 2011

Presseartikel