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Gliederung


  1. Einleitung
  2. Paysafecard
  3. Das EC-System
  4. Electronic Cash
  5. edc bzw. Maestro
  6. POZ (Point of Sale ohne Zahlungsgarantie)
  7. eMeal
  8. Weitere Verfahren


Einleitung


  • Bei EC- & Prepaid-Systemen handelt es sich um elektronische Bezahlsysteme.
  • Nur etwa 15% der Internet-User kaufen auch im Internet ein.
  • Sie haben Angst, dass ihre persönlichen Daten oder Bankverbindungen missbraucht werden können.
  • Sie sind unter 18 und/oder besitzen keines der üblichen Zahlungsmittel, wie zum Beispiel eine Kreditkarte (nur etwa 30% der deutschen Bevölkerung haben eine Kreditkarte).
  • Sie möchten sich nicht registrieren lassen bzw. keine Verträge abschließen
  • Sie möchten aufwendigen Software-Downloads oder Hardware-Installationen vermeiden.
  • Prepaid-Zahlungsmittel werden bereits seit Jahren erfolgreich im Mobilfunksektor verwendet.
  • Wunsch der Webshop-Betreiber, das Ausfall- und Inkasso-Risiko zu minimieren.


"Europas erste prepaid-Karte zum Online-Shoppen" - paysafecard


  • von paysafecard.com Wertkarten AG 2000 entwickelt
  • 2000: Start in Österreich
  • Mai 2001 Start in Deutschland
  • 2002: weitere Expansion in Vorbereitung (z.B. Schweiz)
  • Versuch der Etablierung eines neuen Kartensystems und einer Integration mit den Telefon-prepaid-Karten.

Vorteile für den Kunden

  • geringe Komplexität des Bezahlverfahrens (Software/ Hardware)
  • hoher Sicherheitsstandard
  • kein Mindestalter
  • dennoch erhöhter Jugendschutz

Wie handhabt man diese Karte ?

  • basiert auf dem bekannten und etablierten System der prepaid-Karten
  • es wird ein 16-stelliger PIN-Code auf der Kartenrückseite freigerubbelt
  • Anbieter muß dieses Verfahren unterstützen -> Angabe der PIN und eines evtl. angeg. Paßwortes
  • zur Ausgleichung von Restbeträgen und zur Zahlung höherer Beträge können bis zu 10 paysafecards hintereinander geschaltet werden
  • 2 Varianten erhältlich:
    • die blaue Classic paysafecard mit Beträgen von 50, 100 oder 200 DM (nun eben entsprechend Euro ;-) )
    • die rote <18 paysafecard (50 und 100 DM) ist für nicht jugendfreie Seiten gesperrt (Wetten, Erotik)
    • sie entspricht den nationalen Jugendschutzbestimmungen
    • Händler muß Face-to-face-Kontrolle machen

Weitere Vorteile auf einen Blick:

  • Maximale Sicherheit bei jedem Online-Einkauf durch den begrenzten Wert der Karte und die hohe gewährleistete Sicherheitstechnologie (durch den strategischen Technologiepartner IBM)
  • keine Software-Download und/oder Hardware-Installationen beim Kunden
  • von jedem Web-Terminal aus verwendbar
  • keine Vertragsbindung
  • kein Bankkonto nötig
  • übertragbar
  • persönlichen Daten nicht notwendig
  • aus Kundensicht kostenlos
  • Guthabenkontrolle unter www.paysafecard.com
  • Nachvollziehbarkeit aller mit der paysafecard getätigten Transaktionen

Wie funktioniert's nun ? :)

    1. Kauf der paysafecard

      • Die paysafecard ist bei über 9.000 Vertriebspartnern erhältlich (Stand Juli 2001).
      • Hierzu zählen in Deutschland und Österreich Tankstellen, Kioske, Bertelsmann Der Club Filialen und Commerzbank Shops.
      • Ziel ist es, eine flächendeckende Verfügbarkeit "Rund um die Uhr" zu gewährleisten sowie bei Vertriebspartnern präsent zu sein, bei denen der User gewohnt ist, die prepaid-Karten aus dem Mobilfunkbereich zu erwerben.

    2. Zahlungen des Händlers

      • Sämtliche "prepaid"-Gelder werden von den Bankpartnern der paysafecard auf sog. Nostro-Konten geführt. Hierdurch sind die Auszahlungen an die Webshop-Partner zu 100 Prozent gewährleistet.

    3. Kaufentscheidung

      • Unter www.paysafecard.com findet sich eine Liste aller angebundenen Webshops.
      • Nach Auswahl des gewünschten Produktes bzw. den Dienstleistung klickt der User unter Zahlungsoptionen den paysafecard-Button an.
      • Zeitgleich sendet der Webshop ein Protokoll an paysafecard, in dem der paysafecard-Server über den bevorstehenden Zahlungsvorgang informiert wird (u.a. Merchant ID, Transaktionsnummer, Betrag, Währung).


    4. Routing

      • Über einen Redirect wird eine zweite Session zwischen dem User und dem paysafecard-Rechenzentrum geöffnet. Hierdurch kann sichergestellt werden, dass der Webshop zu keinem Zeitpunkt PINs oder Passwörter der User sammeln kann. Auf der paysafecard-Zahlungsseite gibt der User nun seinen freigerubbelten PIN-Code und sein persönliches Passwort ein, das er zu seinem persönlichen Schutz selber einrichten kann.
      • Pro Transaktion können bis zu 10 paysafecards eingesetzt werden.
      • Nach erfolgreicher Validierung des Kartenwerts erhält der User einen Hinweis, dass der gezahlte Betrag auf seiner paysafecard reserviert ist und ihm nicht mehr zur Verfügung steht. Gleichzeitig geht eine zweite Meldung an den Webshop, die ihn über die, in diesem Fall erfolgreiche Zahlung seines Kunden informiert.
      • Die Verbindung zwischen paysafecard und User schließt sich, er ist nun wieder auf der Webseite des Webshops.

    5. Zahlung an den Webshop

      • Der Webshop wird nach Anweisung von paysafecard vom Bankpartner nach Abzug des Disagios ausbezahlt.



Was sind Micropayments?

Unter Micropayments versteht man Zahlungen von Kleinstbeträgen im Bereich von wenigen Euro-Cent. Diese Abrechnungsart kann vor allem bei Datenbank-Recherchen, Software-Downloads, Video on demand oder Music on demand eingesetzt werden.
Die paysafecard ermöglicht eine Abrechnung ab 0,01. paysafecards sind über ein breites Händlernetz erhältlich. Sie können sich Ihre paysafecard im stationären Handel, wie zum Beispiel bei Fachhändlern aus dem Telekommunikations-/IT-Bereich, Tankstellen, Kiosken, Tabakgeschäften und Bertelsmann Der Club-Filialen kaufen. Geben Sie hier einfach Ihren Wohnort oder die Postleitzahl ein und ermitteln Sie die in Ihrem Umkreis am nächsten gelegene Verkaufsstelle.


Fallen für mich Transaktionskosten an?

Für die Transaktion fallen ausschließlich die zwischen Ihrem Webshop und paysafecard vertraglich vereinbarten, umsatzbezogenen Kosten an.


Sicherheit

Bei paysafecard haben Sie eine 100-%ige Zahlungssicherheit, da die Prepaid Cards von den Kunden im Voraus bezahlt werden. Unsere Bankpartner garantieren Ihnen alle Zahlungen, die auf Ihrem Shop gebucht wurden. Wenn der Betrag einmal von uns mit Ihnen gegenverrechnet wurde, bekommen Sie das Geld ohne etwaige Rückverrechnungskosten überwiesen. Die üblichen Rückabwicklungskosten entfallen, da ein für Sie reserviertes Guthaben einfach aufgelöst und der betreffenden paysafe card wieder gutgeschrieben wird. Sichere Kommunikation: Alle Datentransaktionen finden ausschließlich verschlüsselt statt. Das genutzte System ist SSLv3, ein weltweit anerkannter Standard. Da der direkte Zahlungsvorgang nicht über Ihren Webshop, sondern direkt zwischen dem Kunden und paysafe card stattfindet, wird auch hier eine SSLv2-Verschlüsselung aufgebaut.



Das EC-System



Wie alles begann...




Der Ladevorgang

Der Ladevorgang beginnt, indem der Student seinen eMeal an das Aufladegerät hält. Hierdurch wird (wie bereits beschrieben) eine Spannung in der Karte induziert und der Chip nimmt seine Arbeit auf. Die Karte autorisiert sich nun gegenüber dem Ladeterminal mittels eines Challenge-Response-Verfahrens und übermittelt anschließend ihre 128 bit ID. Das Terminal setzt sich nun mit dem zentralen eMeal-Server in Verbindung, bringt Kontostand und Verfallsdatum der Karte in Erfahrung und informiert den Studenten über diese. Nun zahlt der Student sein Geld ein und beendet dies mit einem Knopfdruck. Daraufhin setzt sich das das Terminal erneut mit dem eMeal-Server in Verbindung und übermittelt diesem den eingezahlten Betrag. Zuletzt wird der Student über seinen neuen Kontostand informiert und der Ladevorgang ist beendet.




Der Bezahlvorgang

Auch der Bezahlvorgang beginnt mit einer Challenge-Response-Autorisation und der Übermittlung der Karten-ID. Nun prüft das Kassenterminal auf dem eMeal-Server die Verfügbarkeit des Betrages und bucht diesen gegebenenfalls vom Kartenkonto ab. Abschließend wird der Student über seinen neuen (reduzierten) Kontostand informiert.




Die Technik

Das eMeal-System besteht aus einem zentralen Server, ungefähr 15 Kassen- und 10 Ladeterminals. Der Server verwaltet eine Datenbank, in der alle ausgegebenen eMeals mitsamt deren Kontoständen und Verfallsdaten sowie dem Datum der letzten Transaktion gespeichert sind. Jedes der Terminals ist an das Universitätsnetz angeschlossen. Alle Anfragen an den Server resultieren in HTTP-Requests, die (wie schon bei der Paysafecard) mittels des SSLv3-Protokolls verschlüsselt werden. Auf diese Weise autorisieren sich beide Transaktionspartner gegenseitig beieinander.




Verlust/Diebstahl eines eMeals

Verliert ein Student seinen eMeal, kann er sich an die eMeal-Betreiber wenden und gibt seine Karten-ID an (diese wurde ihm zusammen mit dem eMeal ausgeteilt). Der eMeal wird daraufhin gesperrt (aus der Datenbank ausgetragen) und der Student erhält sein Guthaben zurück.



Es gibt natürlich noch weitere Verfahren...





Quellen: www.informatik.hu-berlin.de/Forschung_Lehre/algorithmenII/Lehre/WS2001-2002/Bezahlsysteme/

Paysafecard.com


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