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Doping: Raubbau oder Wundertüte?

von Perikles Simon

Selbstoptimierung im Sinne der perfektionierten Ausschöpfung des eigenen Potentials und hiermit die optimierte Anpassung der eigenen Fähigkeiten und des Erscheinungsbildes an gesellschaftliche Erwartungswerte haben die Entwicklung der Menschheit seit jeher begleitet.

Medikamente werden zu diesem Zweck ohne medizinische Notwendigkeit nicht nur im Hochleistungssport eingesetzt. Neben der Steigerung der physischen Leistungsfähigkeit und der Verbesserung des körperlichen Erscheinungsbilds, steht mittlerweile auch für manchen "Normalbürger" die Optimierung der geistigen Leistungsfähigkeit und der Arbeitsfähigkeit über Pharmaka auf der Tagesordnung. Vereinfachend wollen wir bei diesen Phänomenen der Selbstmedikation durch verschreibungs- oder apothekenpflichtige Substanzen von Doping und Hirndoping reden.

In diesem Vortrag wird den Fragen nachgegangen wie häufig dieses Phänomen im Sport aber auch losgelöst vom Sport in unserer Gesellschaft vorkommt, von welchen erwünschten positiven Effekten man plausibel ausgehen kann und welche negativen Kurz- und Langzeitwirkungen man beim Dopen zu befürchten hätte. Ziel ist es hierdurch zu einer Risikobewertung zu gelangen und die Konsequenzen dieser Risikobewertung für Individuum und Gesellschaft zunächst einmal losgelöst von moralischen Aspekten zu diskutieren.

 

Perikles Simon
 

Kurzvita

Perikles Simon promovierte 2000 im Bereich Humanmedizin (Dr. med.) und 2004 in der Verhaltens- und Neurobiologie (Dr. rer.nat.) in Tübingen sowie an der University of Pennsylvania Philadelphia. Ab 2004 war er in der Abteilung für Sportmedizin bei Prof. Andreas Nieß (Tübingen) im Bereich der ambulanten Versorgung, Diagnostik und sportmedizinischen Beratung eines breiten Spektrums von Patienten und Leistungssportlern tätig. Seit 2009 ist er Leiter der Abteilung für Sportmedizin an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und von 2009-2013 Mitglied im Gene Doping Pannel der WADA. Der Schwerpunkt seiner Labortätigkeit liegt in der Erforschung der molekularen Mechanismen und genetischen Vorraussetzungen die sowohl unserer körperlichen Leistungsfähigkeit als auch unserer Trainierbarkeit zu Grunde liegen.

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