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Professur Bewegungswissenschaft
ESF Landesinnovationspromotion Belastungsfaktoren des Bindegewebes

ESF Landesinnovationspromotion

Biomechanische Untersuchungen zu Belastungsfaktoren des Bindegewebes und Ableitung von Bewegungsempfehlungen zur Schmerzprävention und -therapie für sächsische Erwerbstätige

Aufgrund des demografischen Wandels in Sachsen wird dessen Bevölkerung im Bundesvergleich immer älter, womit eine erhöhte Prävalenz von (chronischen) Schmerzzuständen des Bewegungsapparates einhergeht. Zunehmend jüngere Menschen sind ebenso betroffen, sodass Schmerzzustände eine Vielzahl an Ausfalltagen im Beruf bedingen, lang andauernde Therapien benötigen und bis zur Arbeitsunfähigkeit führen können. Folglich müssen der Erhalt und die Förderung der Gesundheit sächsischer Erwerbstätiger noch stärker in den Fokus rücken.

Mit der Entstehung von (chronischen) Schmerzen und Verletzungen des Bewegungsapparates rückt zunehmend ein lange vernachlässigter Faktor in den Vordergrund: das faserige Bindegewebe/ die Faszien. Mechano- und Schmerzrezeptoren innerhalb dieser Gewebe signalisieren Schmerzen, wenn Entzündungen und Verletzungen innerhalb des Bindegewebes auftreten. So werden bei Rückenschmerzen Veränderungen der Rückenfaszie als häufige Schmerzursache vermutet, da sie eigene Schmerzrezeptoren besitzt. Um solchen pathologischen Gewebeveränderungen entgegenzuwirken, ist es notwendig, optimale Belastungsfaktoren für zu identifizieren, um sowohl präventiv als auch rehabilitativ gezielte Trainingsempfehlungen geben zu können. Hierfür wird zunächst die genutzte Messtechnik evaluiert, um anschließend auf der Basis biomechanischer Gewebeeigenschaften morphologische Adaptationen von Bindegeweben beurteilen zu können. Abschließend sollen auf Basis der Ergebnisse arbeitsplatzorientierte Bewegungsprogramme für das Bindegewebe konzipiert werden, um Schmerzen am Arbeitsplatz zeiteffizient zu verringern, bspw. im Rahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung.

 

Förderzeitraum: Januar 2018 bis Dezember 2020

Weitere Informationen erteilt:

Nicolai Kram, Telefon 0371 351-34787, E-Mail nicolai.kram@hsw.tu-chemnitz.de