Navigation

Springe zum Hauptinhalt

Digitales Prüfen

Digitale Prüfungen

Allgemeine Informationen: Digitale Prüfungen spielen, bedingt durch die Covid-19 Pandemie, aktuelle eine zentrale Rolle für die erfolgreiche Gestaltung der Prüfungszeit im Wintersemester 2020/2021. Im vergangenen Semester wurde die Durchführung digitaler, schriftlicher Klausuren durch eine Studie der Professur „Psychologie digitaler Lernmedien“ und dem BMBF-Verbundprojekt „Lehrpraxis im Transferplus“ begleitet, deren Ergebnisse sich in den folgenden Seiten in den Empfehlungen wiederfinden. Ein Videotutorial zur didaktischen Gestaltung und technischen Durchführung digitaler Prüfungen an der TU Chemnitz finden Sie auf dem Videocampus Sachsen. 

Zur Durchführung digitaler Prüfungen hat der Senat am 3. November 2020 beschlossen:
„Prüferinnen und Prüfer konnten im Sommersemester 2020 und können im Wintersemester 2020/2021 von der in der Modulbeschreibung vorgesehenen Lehr- und Prüfungsform abweichen. Bei von der Modulbeschreibung abweichender Lehr- oder Prüfungsform wird Studierenden eine Nichtanrechnung einer Prüfung, welche im Wintersemester 2020/2021 absolviert wurde, gewährt, wenn der Antrag (ohne Angabe von Gründen) auf Nichtanrechnung bis zu einer nochmaligen Anmeldung zu dieser Prüfung, spätestens bis zum 30.09.2021 (je nachdem, was eher eintritt) im ZPA gestellt wird. Der Antrag auf Nichtanrechnung soll unter Verwendung des vom ZPA bereitgestellten Formulars gestellt werden. Der in der Senatsberatung am 09.06.2020 unter TOP 5a gefasste Beschluss bleibt unberührt. Das ZPA dokumentiert die Anzahl der eingegangenen Anträge ausschließlich aufgeschlüsselt nach Fakultäten (bei den Fakultäten für Naturwissenschaften, Human- und Sozialwissenschaften sowie der Philosophischen Fakultät getrennt nach Lehreinheiten) und Zentralen Einrichtungen.“

Prüfungsformen

Klausuren

Closed-Book-Klausuren

Diese Klausurform verbietet die Nutzung jeglicher Lernmaterialien und erzwingt damit eine Klausuraufsicht. Multiple-Choice-Klausuren sind in der Regel im Closed-Book-Format angelegt, aber auch Klausuren, die sich generell vor allem auf die Abfrage von Wissen beschränken und sich daher auf unteren Taxonomiestufen ansiedeln. Daher ist es empfehlenswert, auf diese Klausurform möglichst zu verzichten.

Open-Book-Klausuren

In der Open-Book-Klausur dürfen während der Bearbeitungszeit alle Materialien zur Beantwortung der Fragen verwendet werden. Eine Klausuraufsicht ist dann nur nötig, um sicherzustellen, dass die Studierenden allein arbeiten. Diese Form der Prüfung zielt darauf ab, Anwendungswissen auf höheren Taxonomiestufen abzufragen. Daher ist es möglich, alle Lernunterlagen zu nutzen sowie darüber hinaus Recherchen zu tätigen. In Abgrenzung zum Take-Home Exam ist die Open-Book-Klausur aber zeitlich in der Regel auf 2 h–4 h begrenzt.

Take-Home Exam

Das Take-Home Exam ist in Zusammenhang mit digitalen Prüfungen eine spannende Möglichkeit, die Vorteile von Open-Book-Klausuren und Hausarbeiten miteinander zu kombinieren, die Prüfung auf einer höheren Taxonomiestufe (Anwendung, Analyse) anzusiedeln und von einer digitalen Prüfungsaufsicht abzusehen. Grundsätzlich handelt es sich beim Take-Home Exam um eine fragengeleitete Hausarbeit, bei der zu einem bestimmten Themenfeld Fragen innerhalb eines Zeitraumes von in der Regel 6 h–48 h bearbeitet werden sollen. Alle Materialien können hierbei verwendet werden, es steht den Studierenden somit offen, die Klausuren beispielsweise auch in der Bibliothek zu schreiben.

Um eine Zusammenarbeit der Studierenden zu verhindern, können verschiedenen Aufgaben in einem Aufgabenpool (z. B. ONYX) angelegt und zufällig auf die Klausurteilnehmenden verteilt werden. Grundsätzlich bietet es sich aber an, den Aufgabenbaustein in OPAL zu nutzen, wenn die Klausur auf einen längeren Zeitraum angelegt ist. Zudem ist es ratsam, wie auch bei jeder Hausarbeit, eine Plagiatsprüfung durchzuführen und hierbei auch die einzelnen Klausuren untereinander zu vergleichen.

Mündliche Prüfungen

Mündliche Prüfungen können über das TU-Chemnitz-eigene Videokonferenzsystem BigBlueButton durchgeführt werden. Hierbei kann sowohl Wissen auf unteren Taxonomiestufen sowie im Bereich Anwenden und Analysieren abgefragt werden. Idealerweise beschränkt sich die Prüfung nicht nur auf eine reine Wissensabfrage. Zudem können Studierendenreferate sowie die Auswertung von schriftlichen Arbeiten ebenfalls Teil einer mündlichen Prüfung sein. Auch Ergebnisse von Gruppenarbeiten können in einer Videokonferenz als Teil einer mündlichen Prüfung abgefragt werden. Genauso ist es möglich, eine Gruppenprüfung abzulegen. Die Rahmenbedingungen der Prüfung orientieren sich hierbei an den in der Prüfungsordnung festgelegten Richtlinien. Grundsätzlich ist eine Aufzeichnung der Prüfung nicht erlaubt, daher ist in der Regel (je nach Prüfungsordnung) ein Beisitzer notwendig. Vor der Prüfung muss die Identität des Studierenden mit dem Studierendenausweis, welcher in die Kamera gehalten wird, bestätigt werden.

Hausarbeiten

Hausarbeiten bzw. Beleg-, Bachelor-, oder Masterarbeiten siedeln sich in der Regel in den höchsten Taxonomiestufen an und orientieren sich in ihrer Ausrichtung und im Bewertungsraster am Studienfortschrift der Studierenden. Hausarbeiten sind eine gute Alternative, um Anwendungswissen zu überprüfen, schließen aber eine längere Korrekturzeit mit ein.

Portfolio-Prüfung

Eine Alternative könnte hier eine Portfolio-Prüfung sein. Ein E-Portfolio dient als Sammelmappe für Lerngegenstände, zum Beispiel Texte, Fotos, Videos, Audioaufnahmen, Präsentationen etc., die im Lernprozess über das Semester erstellt wurden. Im Portfolio können zudem Lerninhalte (z. B. unter einer bestimmten Fragestellung) wiedergegeben, der Lernprozess reflektiert und die Artefakte (= Werkstücke) in Zusammenhang gesetzt werden. Möglich ist dann am Semesterende eine formal-summative Prüfung z. B. mit Vorleistungen (eingereicht im Portfolio) und einer mündlichen Abschlussprüfung. Es kann aber auch das Portfolio an sich bewertet werden.

Detaillierte Informationen zu den einzelnen Prüfungsformaten finden Sie in der Übersicht (PDF).

Für Studierende

Digitale Prüfungen sind für viele eine neue Form, Prüfungen abzulegen. Mit der Prüfungsform sind mitunter einige Sorgen verbunden, gerade was die technische Umsetzbarkeit anbelangt. Dabei ist es relativ unwahrscheinlich, dass es zu technischen Störungen kommt, wenn man einige Dinge beachtet.

Hinweise zum Datenschutz finden Sie auf der Seite des Datenschutzbeauftragten .

Was ist für eine digitale Prüfung notwendig?

  • Computer/Notebook mit Kamera, Mikrofon und Lautsprecher
  • stabile Internetverbindung (mind. 300 kBit/s Up- und Download) bei Proctoring mit einer Aufsichtsperson
  • Studierendenausweis
  • Browser, vorzugsweise Mozilla Firefox oder Chrome

Ablauf der Prüfung

Studierende können auf der Prüfungsplattform TUCexam in einer Demo-Klausur den Ablauf kennenlernen und verschiedene Fragetypen ausprobieren.

Der genaue Ablauf der Prüfung ist abhängig vom Dozierenden, der Prüfungsordnung und dem Prüfungsformat. Scheuen Sie sich nicht, bei etwaigen Fragen und Unsicherheiten den Dozierenden im Vorfeld der Prüfung zu kontaktieren.

  1. Sie erhalten im Vorfeld der Prüfung genaue Infomationen zum Ablauf und zu den Bedingungen Ihrer Prüfung vom Prüfenden. Hierin finden Sie auch alle notwendigen Links.
  2. Die meisten Prüfungen finden auf der Prüfungsplattform TUCexam statt. Melden Sie sich bereits im Vorfeld an und machen Sie sich mit der Plattform vertraut. Wir haben zur Demonstration der möglichen Fragetypen Ihrer Prüfung eine Beispielklausur erstellt (ohne Bewertung). Arbeiten Sie diese durch, um ein Gefühl für das Systemver halten zu bekommen!
  3. Am Prüfungstag starten Sie Ihre Prüfung gemeinsam mit allen anderen Studierenden. Sie rufen dazu einen Prüfungskurs auf der Prüfungsplattform auf und starten die Prüfung. Sie müssen dann zunächst auf die Freischaltung durch den Prüfenden oder die Prüfungsaufsicht warten. Lassen Sie dabei das Fenster offen, die Ansicht aktualisiert sich automatisch.
  4. In der Regel geben die Dozierenden einen Notfallkontakt an, sollte es zu technischen Störungen kommen. Alternativ können Sie uns auch unter der Hotline 0371/53113444 erreichen.

Hinweise und Tipps zum Prüfungsablauf

Die hier gelisteten Punkte sind Empfehlungen. Der Prüfer kann unter Umständen andere Hinweise zum Ablauf seiner Prüfung erteilen. Bitte beachten Sie immer die Informationen zu den einzelnen Prüfungen.

  • Sitzen Sie allein in einem geschlossene Raum (keine Gemeinschaftküche, Mensa, Balkon u. Ä.)
  • Jegliche Kommunikation mit anderen Personen ist ein Verstoß gegen die Prüfungsordnung und kann entsprechend geahndet werden (sofern es sich nicht um eine Gruppenarbeit handelt).
  • Sorgen Sie für ein ruhiges und störungsfreies Arbeitsumfeld.
  • Ihr Arbeitsplatz sollte leer bzw. aufgeräumt sein (ohne andere Unterlagen als erlaubte Hilfsmittel).
  • Lesen Sie die Bedingungen bei der Einschreibung zur Prüfung durch, schreiben Sie sich ein, wenn Sie mit den Bedingungen wirklich einverstanden sind.
  • Seien Sie pünktlich da (etwa 30 Minuten vor Prüfungsbeginn), um technische Probleme rechtzeitig zu beheben.
  • Vergewissern Sie sich, dass alle Geräte aufgeladen sind, bzw. das Ladekabel angesteckt ist.
  • Halten Sie ggf. leeres Papier und Taschenrechner bereit.

Zur Identifikation einer Prüfung dient Ihr Studierendenausweis. Ist eine gesonderte Identifkation nötig und befinden Sie sich nicht zusammen mit dem Prüfenden in einem Raum, kann eine Prüfungsaufsicht (Proctoring) über eine Videokonferenz durchgeführt werden.

Wir empfehlen für die Prüfungsaufsicht den Webkonferenzdienst BigBlueButton. Beachten Sie folgende Empfehlungen:

  • Testen Sie die Verbindung zum Konferenzsystem im Vorfeld.
  • Sollten Sie während der Klausur Ihre Webcam angeschaltet lassen müssen, dann sitzen Sie so, dass Ihre Hände und die Tür zu sehen sind.
    • Gegebenenfalls werden Sie von der Aufsicht aufgefordert, einen Schwenk im Zimmer durchzuführen.
    • Nur die Aufsichtsperson kann das Bild Ihrer Webcam sehen, die anderen Studierenden sehen Ihr Bild nicht.
      Zeichnung Kamerasicht auf Prüfling und Tür
      Zeichnung Kameraposition und Sichtradius
  • In der Liste der Teilnehmenden wird Ihnen nur die Prüfungsaufsicht angezeigt. Fragen können Sie in Form einer privaten Chatnachricht stellen.
  • Muten Sie Ihren Ton, andernfalls werden auch Hintergrundgeräusche wie das Tippen der Tastatur in die Konferenz übertragen, das stört auch die anderen Teilnehmenden.
  • Nutzen Sie – wenn möglich – für das Proctoring einen anderen Laptop/PC als für die Prüfung im Prüfungsbrowser. Sollte es zu Lastproblemen während der Webkonferenz kommen, können Sie auf diese Weise zumindest die Prüfung weiter bearbeiten.

Bei Problemen kontaktieren Sie sofort die Prüfungsaufsicht oder den Prüfenden unter den Ihnen mitgeteilten Kontaktdaten. Ein Verbindungsabbruch (auch unverschuldet) kann zum Abbruch der Prüfung führen.

Checklisten für Prüfende

Wenn Sie sich für eine digitale Prüfung entscheiden, stellt sich als nächstes die Frage, wie Sie diese technisch umsetzen. Zunächst ist zu erwähnen: viele Studierende haben noch keine Erfahrungen mit digitalen Klausuren. Hier ist es wichtig, Angst zu nehmen und genau darüber zu informieren, wie die Prüfung abläuft. Die Erfahrungen aus dem Sommersemester 2020 zeigen: Es kommt relativ selten zu technischen Störungen, in der Regel läuft die Prüfung ohne Probleme ab.

Die TU Chemnitz hält mehrere Möglichkeiten zur Durchführung von Prüfungen bereit. Take-Home Exams und Hausarbeiten können Sie über den OPAL-Aufgabenbaustein einbetten. Für schriftliche Klausuren eignet sich die Prüfungsplattform TUCexam. Die hier aufgeführte Checkliste soll eine Orientierung für Sie darstellen. Nicht alle Schritte sind für alle Prüfungsformen notwendig. Sollten Sie Fragen oder Beratungsbedarf haben, stehen Ihnen die Mitarbeitenden des E-Learning Teams gern zur Verfügung.

Hinweise zum Datenschutz finden Sie auf der Seite des Datenschutzbeauftragten .

Welche Schritte sind vor der Prüfung notwendig?

Für eine Online-Prüfung in TUCexam benötigen Sie einen Kurs mit den Kursbausteinen „Einschreibung“ und „Test“, die entsprechend konfiguriert werden. Dazu haben wir in der Lernplattform OPAL eine Vorlage erstellt. Wie sie die Vorlage nutzen können und eine Prüfung anlegen, lesen Sie in der Beschreibung zur Prüfungsplattform TUCexam.

Wichtige Hinweise zur Durchführung der Prüfung

Auch wenn eine digitale Prüfung vermuten lässt, wenig Personal zur Betreuung zu benötigen, ist es ratsam, eine weitere Person, hinzuzuziehen, welche zum Beispiel den technischen Ablauf überwacht, gerade bei größeren Kohorten. Weiterhin sollten Sie eine Notfallnummer bereithalten, sollte es bei den Studierenden zu technischen Störungen kommen. Planen Sie unbedingt genug Zeit ein, um eine Kontrolle der Studierendenausweise über BigBlueButton durchzuführen, sollten Sie eine Closed-Book-Klausur schreiben. Weiterhin bietet es sich an, die Durchführung der Klausur im Vorfeld zu testen.

Checkliste Prüfung erstellen - Lernplattform OPAL

    • Studierende melden sich an der Prüfungsplattform an
    • Studierende machen sich mit dem Aufbau der Fragen zu Prüfung vertraut
    • allgemeine Demo-Prüfung auf Prüfungsplattform
Ergänzende Hinweise:

Checkliste Prüfung veröffentlichen – Prüfungsplattform TUCexam

Checkliste Prüfungsaufsicht anlegen –BigBlueButton

    • Zugangscode generieren (Würfelsymbol)
    • Teilnehmer beim Betreten stummschalten EIN
    • Freigabe durch Moderator, bevor der Raum betreten werden kann EIN
    • Jeder Teilnehmer kann das Meeting starten AUS
    • Alle Nutzer nehmen als Moderator teil AUS
    • Aufzeichnung ermöglichen AUS
    • Betreten des Raums erfordert Authentifizierung EIN

Planen Sie immer genügend Zeit vor der Prüfung ein (bis zu 45 Minuten), um ggf. aufkommende technische Probleme im Vorfeld klären zu können.

Checkliste Prüfungsaufsicht BigBlueButton vorbereiten (ca. 45 Minuten vorher)

    • Webcam freigeben Freigeben
    • Sichtbarkeit der Webcam (Einstellungen unterschiedliche benannt in verschiedenen Browsern)
      • Nur Moderatoren sehen Webcams (Firefox, MacBook Chrome) Gesperrt
      • Webcams aller Teilnehmer sehen (Windows Chrome) Gesperrt
    • Mikrofon freigeben Gesperrt
    • Öffentliche Chatnachrichten senden Gesperrt
    • Private Chatnachrichten senden Freigegeben
    • Geteilte Notizen bearbeiten Gesperrt
    • Andere Teilnehmer in der Teilnehmerliste sehen Gesperrt

Alle Einstellungen werden beim Schließen der Konferenz zurückgesetzt!

Checkliste Prüfungsaufsicht BigBlueButton Teilnehmende einlassen (ca. 30 Minuten vorher)

  • Zeichnung zeigt Kamerasicht auf Prüfling vorm Rechner mit Tür im Hintergrund
    Zeichnung von Kameraposition und Sichtradius

Checkliste Prüfungsaufsicht BigBlueButton Während der Prüfung

Checkliste Prüfungsplattform

Hinweise:
  • Studierende starten den Test und warten auf Freigabe, die Prüfung beginnen zu können
  • Schließen des Prüfungsfensters (ONYX-Ansicht) führt zum Unterbrechen der Prüfung (auch bereits vor Prüfungsbeginn)
  • Das Gewähren zusätzlicher Zeit beim Fortsetzen ist optional und individuell.

Plagiatsprüfung

Zur Prüfung von Plagiaten kann durch das URZ ein Zugang zur Online-Software Docoloc bereitgestellt werden. Eine Lehrstuhllizenz muss im Vorfeld beschafft werden. Melden Sie Ihren Bedarf frühzeitig an, ggf. müssen weitere Lizenzen beschafft werden.

Bewertung der Prüfung

Im Bewertungswerkzeug der Prüfungsplattform TUCexam können Sie die Auswertung für alle Aufgaben (nutzerunabhängig) durchführen. Automatische Bewertungen aus ONYX können nachträglich auch angepasst werden.

Nach Abschluss der Bewertung können Sie die Sichtbarkeit der Ergebnisse im Prüfungskurs aktivieren.

Datenarchivierung

Vor Beginn der nächsten Prüfungsphase wird die Prüfungsplattform TUCexam geleert, und alle Prüfungen und Ergebnisse werden gelöscht. Über die Datenarchivierung (Prüfungskurs auf Prüfungsplattform → Funktionbereiche (oben Mitte) → Pfeil unten → Datenarchivierung) haben Sie nach Abschluss Ihrer Prüfung die Möglichkeit, die Ergebnisse und Bewertungen aller Teilnehmenden zu exportieren. Speichern Sie die Daten sicher auf Netzlaufwerken der Universität ab.

  • Datum, Uhrzeit, Dauer der Prüfung
  • Prüfungsform
  • Eine zweite Kontaktmöglichkeit während der Prüfung (E-Mail, Telefonnummer) für die Kommunikation zu möglichen technischen Problemen.
  • Liste aller Hilfsmittel
  • Regeln für Toilettenpausen
  • Regelungen bei Verbindungsabbrüchen (Abbruch Proctoring, Abbruch Prüfungsplattform)

Didaktische Hinweise

Allgemeines zur Wahl einer geeigneten Prüfungsform

Generell hängt die Prüfungsform eng mit den Lehr- und Lernzielen Ihrer Veranstaltung zusammen. Mögliche Prüfungsformate sind zumeist in den Prüfungsordnungen und Modulbeschreibungen festgelegt. Die Auswahl eines geeigneten Formats sollte sich an den zu Beginn festgelegten Lernzielen und an den Lernaktivitäten orientieren. Näheres zur Formulierung von Lernzielen finden Sie in der Handreichung zur Lernzielformulierung. Dabei ist es von zentraler Bedeutung, schon zu Beginn des Semesters während der Planung der Veranstaltung ein geeignetes Prüfungsformat festzulegen, um etwaige Lernaktivitäten daran zu orientieren. Prüfungen sollten die Studierenden ermutigen, die Kompetenzen, welche als Lernziele festgelegt wurden, einzusetzen und den Lehrenden die Möglichkeit geben, das Erlangen der Kompetenzen zu beobachten, um den Studierenden ein entsprechendes Feedback zu geben.

Bei der Entwicklung von lernzielorientierten Prüfungsaufgaben können Sie sich an der in der Handreichung beschriebenen Taxonomie der kognitiven Lernziele orientieren. Prüfungen im Hochschulkontext sollten idealerweise auf Taxonomiestufen angesiedelt sein (>2), dies gibt auch der Hochschulentwicklungsrahmen vor.

Abbildung: Übertragung der Taxomoniestufen nach Bloom auf verschiedene Prüfungsformen, eigene Darstellung

Demnach reproduzieren Prüfungen nicht Fachwissen, sondern sind handlungsorientiert gestaltet: erlangtes Wissen wird angewendet. Die Wiedergabe von Definitionen, das Erläutern von Fachbegriffen oder die Abfrage von Formeln siedelt sich auf den unteren Kompetenzstufen an und sollte nicht Teil einer Hochschulprüfung sein. Vielmehr sollte jenes Wissen zur Anwendung kommen. Dies kann beispielsweise im Anwenden von Formeln oder der Interpretation von Definitionen an geeigneten Beispielen passieren. Noch komplexer gestaltet sich die Analyse oder das Bewerten von Fallbeispielen auf der Basis von theoretischem Wissen. Wird, wie beispielsweise im Rahmen einer Masterarbeit, neues Wissen auf Basis von der Generierung und Auswertung wissenschaftlicher Daten produziert, siedelt sich dies auf der höchsten Kompetenzstufe an. Sicherlich orientiert sich die Gestaltung und die Wahl der Prüfungsform auch an den Kapazitäten der Lehrperson, die Ergebnisse zu bewerten. Etwa für große Kohorten kann es schwierig werden, kompetenzorientierte Prüfungen in höheren Taxonomiestufen anzubieten, da der Bewertungsaufwand automatisch höher ist. Je nach Fachbereich und Prüfungsordnung kann es an dieser Stelle beispielsweise sinnvoll sein, die Prüfung zu teilen und einen schriftlichen Multiple-Choice Teil sowie eine schriftliche Ausarbeitung, die dann kürzer ausfallen kann, einzufordern. Weiterhin können Gruppenarbeiten und Zwischentests während des Semesters sowie kontinuierliche Abgaben den Bewertungsaufwand am Ende verringern.

Diversität und Barrierefreiheit

Chancengleichheit ist ein Gütekriterium für digitale Prüfungen. Das heißt, es handelt sich dabei um eine zentrale Anforderung an digitale Prüfungen. In (digitalen) Prüfungen gilt der allgemeine Gleichheitsgrundsatz (Art. 3 Abs. 1 Grundgesetz): Das heißt, für alle Personen, die zu prüfen sind, sollen identische Prüfungsbedingungen vorhanden sein. Auch unter Wahrung des Gütekriteriums „Chancengleichheit“ in digitalen Prüfungen, sollte bei der Planung und Konzeption von digitalen Prüfungen darauf geachtet werden, welcher Zusammenhang zwischen verschiedenen Diversitätsdimensionen und der Prüfungsdurchführung bestehen könnte. Zwei Beispiele sollen hier näher erläutert werden:

Diversitätsdimension „Behinderung und chronische Erkrankung“

Auch digitales Prüfen muss von vornherein barrierefrei angelegt sein – denn auch hier gilt die Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung (BITV).

Das betrifft vor allem:

  • Tools und Lernmanagementsysteme, die für digitale Prüfungen genutzt werden
  • Dokumente und Materialien, die in digitalen Prüfungen genutzt werden
  • Bewertungsinstrumente
  • bestimmte Aufgabentypen, die Barrieren u. a. für Studierende mit Sehbeeinträchtigungen enthalten können (z. B. Drag- & Drop-Aufgaben können.)

Sollten Studierende mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen nicht in der allgemein üblichen Weise an der digitalen Prüfung teilnehmen können, so besteht die Möglichkeit, einen sogenannten Nachteilsausgleich zu beantragen. Hinweise dazu sind u. a. hier zu finden: Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung . Weitere Hinweise zum Thema Barrierefreiheit finden Sie auch im Modul "Inklusion und Barrierefreiheit in der digitalen Lehre".

Diversitätsdimension „Geschlecht“

Im Prozess der digitalen Transformation im Hochschulbereich gibt es Geschlechterunterschiede (ungleicher Zugang zur Digitalisierung, Unterschiede im Nutzungsverhalten und der Teilhabe an digitalen Trends). Dies sollten Sie bei der Prüfungsplanung berücksichtigen und ggf. (für alle Studierende) die Möglichkeit anbieten, digitale Tools zu testen.

Was können Sie bedenken?

  • Ist die Angabe des Geschlechts in Kombination mit dem an der Hochschule eingetragenen Namen notwendig?

    → Diskriminierungsrisiko für trans* Studierende

  • Welcher Aufgabentyp wird gewählt?

    → Aufgabentypen haben mitunter eine Geschlechterkomponente. Frei zu formulierende Texte werden meist von Personen bevorzugt, die sich dem weiblichen Geschlecht zuordnen.

  • Achten Sie auf eine geschlechtersensible/diversitätssensible Ansprache in Prüfungen.

Presseartikel