Yale C/AIM Web Style Guide

Überblick

Page Design

Einführung

Grafikgestaltung 100

Ausgewogenheit der Seiten

Design-Gitternetze für Seiten

Sicherheitsbereiche für Grafiken

Kopfzeilen

Typographie I

Typographie II

Schriftarten

Einheitlichkeit

Grundlegendes zu Tabellen

Länge der Seiten

Plattform-
übergreifende Fragen


Frames

Komplexe Tabellen

Muster- und Seitengestaltung
Wenn der Inhalt Ihrer Seite hauptsächlich aus Text besteht, steht Ihnen die Typografie als Werkzeug zum Zeichnen struktureller Muster zur Verfügung. Das erste, was Ihr Leser sieht, ist nicht der Titel oder andere Einzelheiten der Seite, sondern das allgemeine Muster und die Kontraste. Das Auge des Lesers tastet die Seite als rein grafisches Muster ab und beginnt erst dann, Schrift und andere Elemente zu verfolgen und zu entschlüsseln. Die sich regelmäßig wiederholenden Muster, die durch sorgfältig aufgebaute Seiten mit Text und Grafiken entstehen, helfen dem Leser, Position und Organisation Ihrer Informationen rasch zu erkennen. Außerdem verbessern sie die allgemeine Lesbarkeit Ihrer Seiten. Zersplitterte, uneinheitliche Titel- und Textpassagen erschweren dem Benutzer die Erkennung wesentliche Muster. Darüber hinaus machen sie es ihm so gut wie unmöglich, vorherzusagen, wo er die gesuchten Informationen in Dokumenten, die ihm nicht vertraut sind, voraussichtlich finden wird:

Examples of good and poor typography layouts.

Beschränken Sie sich auf diejenigen Heading Styles und Untertitel, die unbedingt notwendig sind, um den Inhalt zu strukturieren. Verwenden Sie dann die gewählten Styles konsequent. Die Tatsache, daß HTML sechs Ebenen von Heading Levels bietet, bedeutet nicht, daß Sie sie alle auf einer einzigen Seite anwenden müssen. Im ganzen Handbuch, das aus über 60 Web-Seiten besteht, werden nur zwei Header verwendet: ein Seitentitel auf H2-Ebene, und fettgedruckte Untertitel.

Das Manipulieren von Textblöcken
Auf Computerbildschirmen ist Text schwer zu lesen. Das liegt einerseits an der niedrigen Auflösung der heutigen Bildschirme und andererseits daran, daß das Layout der meisten Web-Seiten eine der grundlegendsten Regel, die schon in der Buch-und Magazintypografie angewendet werden, verletzt. Die Textzeilen der meisten Web-Seiten sind viel zu lang, um leicht lesbar zu sein. Textspalten von Büchern und Magazinen werden aus physiologischen Gründen schmal gehalten.

In einem normalen Leseabstand beträgt die Bewegungsspannweite des Auges nur etwa 8 cm, so daß Layouter versuchen, dichte Textpassagen in Spalten darzustellen, die nicht breiter sind als die Blickspanne, die das Auge des Lesers leicht erfassen kann. Breitere Textzeilen verlangen vom Leser, seinen Kopf etwas zu bewegen oder seine Augenmuskeln anzustrengen, um lange Textzeilen verfolgen zu können. Bedauerlicherweise sind die meisten Web-Seiten fast doppelt so breit wie die Blickspanne des Betrachters, so daß er sich besonders anstrengen muß, um lange Textzeilen mit den Augen zu verfolgen. Wenn Sie die Benutzer Ihrer Web-Site dazu anregen wollen, ein Dokument online zu lesen (anstatt es auszudrucken und dann zu lesen), sollten Sie die Verwendung der HTML-Tags BLOCKQUOTE ode PRE ins Auge fassen. Mit ihrer Hilfe können Sie die Zeilenlänge von Textblöcken etwa auf die Hälfte der normalen Breite der Web-Seite verkürzen.
Die Seiten dieses Handbuchs sind mit Hilfe einer unsichtbaren zweispaltigen Tabelle (BORDER="0") gelayoutet. So konnte die Länge der Textzeilen auf etwa 40 bis 60 Zeichen pro Zeile beschränkt werden. Die genaue Zeichenzahl ist schwer zu prognostizieren, weil die verschiedenen Browserprogramme und Betriebssysteme die einzelnen Schriftgrößen unterschiedlich anzeigen. Im konventionellen Drucklayout gelten Spalten mit 30 bis 40 Zeichen pro Zeile als ideal. Diese Größe scheint für das Layout von Web-Seiten zu klein zu sein.

Referenzen

White, J. V. 1988. Graphic design for the electronic age. New York: Watson-Guptil.

Wilson, A. 1974. The design of books. Salt Lake City: Peregrine Smith, Inc.
Copyright 1997 P. Lynch and S. Horton,
   all rights reserved. Yale University   Revised January 1997.