Yale C/AIM Web Style Guide

Überblick

Web-Grafik

Einführung

Farbbildschirme

Dateiformate für Grafiken

Interlaced GIF

Transparentes GIF

JPEG Grafiken

Zusammenfassung Formate

Illustrationen

Optimierung von Grafiken I

Optimierung von Grafiken II

Height & width Tags

Farbige Hintergründe

Imagemaps

In diesem Kapitel stellen wir Techniken vor, mit denen Sie Aussehen und Wirkung der Grafiken Ihrer Web-Seiten optimieren können. Beim elektronischen Publishing fallen Kosten und Beschränkungen, die mit der Farbwiedergabe auf Papier verbunden sind, zum Glück weitgehend weg. Trotzdem müssen wir sorgfältig abwägen und wahrscheinlich auch einige Kompromisse schließen, wenn wir unsere Grafiken und Fotos für die verschiedenen Bildschirme und aktuellen Internet-Zugangsgeschwindigkeiten optimieren wollen.

Grafiken und Modems
Das heutige Web-Publikum besteht zumeist aus Menschen, die ihre Internet-Service-Provider von zu Hause aus, vom Büro oder von entfernt gelegenen Arbeitsstätten via Modem anwählen. Die meisten dieser Modems haben eine Geschwindigkeit von 28,8 kbps pro Sekunde. Mit dieser Übertragungsgeschwindigkeit erhält man nur etwa 3,6 Kilobyte pro Sekunde auf den Bildschirm. Wie Sie vielleicht wissen, setzt sich jedes Byte aus 8 Bits zusammen. Das bedeutet, daß es 10 Sekunden oder länger dauern kann, bis der Benutzer eine kleine Grafik von 36 KB auf seinen Bildschirm geladen hat. Die tatsächliche Geschwindigkeit der Datenübertragung hängt von der Art des Modems, der Geschwindigkeit des Web-Servers, der Art der verwendeten Internet-Verbindung und anderen Faktoren ab. Allgemein ist aber sicher: je mehr Grafiken Sie verwenden, desto länger muß Ihr Leser vor dem Bildschirm Daumen drehen, bis er Ihre Seite zu Gesicht bekommt.
Wenn Sie Ihre Leser auf der Homepage mit einem seitenfüllenden grafischen Menü begrüßen, und auch der Hintergrund mit Grafiken gefüllt ist, kann es sein, daß sich diejenigen, die via Modem auf Ihre Site zugreifen, eine volle Minute oder noch länger gedulden müssen; selbst dann, wenn sie ein Modem auf dem neuesten Stand der Technik und eine gute Internet-Verbindung haben. Sehen Sie einmal eine volle Minute lang auf die Uhr, oder noch besser, halten Sie so lange Ihren Atem an. Dann überlegen Sie, daß dies das erste ist, was Sie vom Benutzer verlangen, wenn er Ihre Web-Site besucht. Eine bessere Strategie ist, das Laden der Grafiken schrittweise aufzubauen, so daß Sie Ihre Leser mit zumutbaren Zeiten nach und nach in Ihre Site hineinziehen. Je tiefer ein Benutzer in den Inhalt Ihrer Site vordringt, desto eher wird er bereit sein, längere Verzögerungen in Kauf zu nehmen. Sie können das Ihre dazu tun, indem Sie ihn über die Größe der Grafiken informieren. Eine andere Möglichkeit besteht darin, ihn davor zu warnen, daß bestimmte Seiten umfangreiche Grafiken beinhalten, so daß es länger dauert, sie zu laden.

Grafiken und Intranets
Die Grafikdesigner können von Glück reden, daß sich viele Web-Sites in erster Linie an Benutzer aus den Bereichen Bildung, Organisationen oder Handel richten. Diese Gruppen haben den Vorteil, daß sie auf ihre lokalen Intranets und auf das größere World Wide Web mit Ethernet- oder noch größeren Geschwindigkeiten zugreifen. Umfangreiche Grafiken und Seiten sind auch bei diesem Zugriff nicht leicht zu gerieren. Sinnvoll ist es jedoch auch nicht, Grafiken einer Web-Seite willkürlich zu beschränken, um die größtmögliche Bandbreite zu erreichen. Dogmatiker vergessen immer einen Punkt: es sind nämlich gerade die Grafiken, die die meisten Menschen überhaupt ins Netz locken. Wenn Sie über die notwendige Zugangsgeschwindigkeit verfügen, dann stürzen Sie sich doch einfach ins Vergnügen!
Copyright 1997 P. Lynch and S. Horton,
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