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Es folgt ein kurzer Überblick über Computer-Farbbildschirme. Darin werden einige grundlegende Begriffe erklärt, die bei den Betriebssystemen von Macintosh und Windows verwendet werden.
Die Farbbildschirme der heutigen PCs sind mit Kathodenstrahlröhren (Cathode ray tubes - CRTs) ausgestattet. Da CRTs Licht übertragen, arbeiten CRT-Bildschirme mit dem additiven Rot-Grün-Blau Farbmodell (RGB). Das RGB-Modell wird additiv genannt, weil sich die drei reinen Farben gemeinsam zu weißem Licht addieren.

Diagram of RGB color model for display monitors.

Das Betriebssystem des Computers (Mac, Windows etc.) teilt den Bildschirm nach Art eines Schachbretts in ein Gitternetz mit x- und y-Koordinaten ein. Die kleinen Kästchen, die auf diese Weise auf dem Bildschirm entstehen, werden Pixel genannt (eine Verkürzung des englischen Ausdrucks "picture element"). Die heutigen Macintosh- und Windows-Bildschirme setzen sich aus solchen Pixel-Gitternetzen zusammen (siehe untenstehendes Bildschirmdiagramm).

Pixel und Farbe
Damit die Farbe der einzelnen Pixel auf dem Bildschirm gesteuert werden kann, muß ihnen das Betriebssystem eine geringe Menge an Speicher zuweisen. In seiner Gesamtheit wird dieser Speicher, der dem Bildschirm zugeteilt ist, oft Video RAM oder VRAM genannt. Bei den einfachsten Schwarzweiß-Bildschirmen wird jedem Pixel ein einziges Bit Speicher zugewiesen. Da jedes Speicherbit nur entweder positiv oder negativ (0 oder 1) sein kann, kann ein solches Ein-Bit-Bildschirmsystem für jedes Pixel auf dem Bildschirm nur zwei Farben (schwarz oder weiß) steuern:

Diagram of 1-bit computer display.

Wenn wir jedem Pixel auf dem Bildschirm aber mehrere Speicherbits zuweisen, können wir mehr Farben steuern. Wenn jedem Pixel acht Bit Speicher zugeteilt sind, könnte jedes Pixel eine von insgesamt 256 Farben annehmen (256 = 2 hoch 8, oder, anders ausgedrückt, 256 ist die maximale Zahl einzigartiger Kombinationen von 0 und 1, die man mit acht Bit herstellen kann). Diese Art Computerbildschirm nennt man Acht-Bit- oder 256 Farben-Bildschirm. Bei den heutigen Mikrocomputern ist er sehr verbreitet, vor allem bei Laptops und älteren Desktop-Geräten.

Diagram of 8-bit display screen.

Wenn jedem Pixel noch mehr Speicher zugeordnet ist, können die Farben, die wir auf dem Bildschirm erhalten, fast fotografische Qualität erreichen. True Color oder 24 Bit-Bildschirme können gleichzeitig Millionen einzelner Farben auf dem Computerbildschirm anzeigen. True Color (24 Bit)-Bilder werden erzeugt, indem jedem Pixel 24 Bit Speicher zugeordnet werden - acht jeweils für die rote, blaue und grüne Komponente (8+8+8 = 24).

Diagram of 24-bit display screen.

Die Menge des VRAM, die jedem Pixel auf dem Bildschirm zugeteilt wird, wird häufig als die Bit-Tiefe des Monitors bezeichnet. Die meisten Mac- und Windows-Mikrocomputer, die in den letzten Jahren verkauft wurden, sind imstande, größere Bit-Tiefen als 8-Bit darzustellen, und zwar in Tausenden (16-Bit) oder Millionen (24-Bit) gleichzeitig angezeigten Farben.
Wenn Sie nachsehen wollen, welche Bit-Tiefen Ihr Computersystem bietet, betätigen Sie bei Windows 95 das Bedienungsfeld "Anzeige" oder bei einem Macintosh das Kontrollfeld "Monitore":

Win95 and Mac display control panels.

Bit-Tiefe und farbige Grafikdateien
Die bei Farbbildschirmen verwendete Terminologie und die Speicherschemen weisen eine direkte Analogie zu jenen auf, die zur Beschreibung der Farbtiefe in Grafikdateien verwendet werden. Im unkomprimierten Zustand ordnen 8-Bit- oder 256 Farben-Bilddateien jedem Farbpixel des Bildes acht Bit zu. Bei 8-Bit-Bildern werden die 256 Farben, aus denen sich das Bild zusammensetzt, als Palette oder als Index bezeichnet (oder auch als Farb-Nachschlagetabelle oder Color lookup table - CLUT). Das wichtigste Merkmal von 8-Bit-Bildern ist, daß sie nie mehr als 256 Farben enthalten können.

8-bit image with color palette.

True Color- oder 24-Bit-Bilder sind typischerweise viel größer als 8-Bit-Bilder in unkomprimiertem Zustand. Der Grund dafür liegt darin, daß in einem 24-Bit-Bild jedem Pixel 24 Bit Speicher zugeteilt sind, und zwar typischerweise in drei monochromen Schichten: Rot, Grün und Blau:

Diagram of RGB image layers in 24-bit image.

Referenzen

Rizzo, J., and K. D. Clark. 1996. How Macs work. Emeryville, CA: Ziff Davis Press.

Siegel, D. 1996. Creating killer web sites. Indianapolis: Hayden Books.

www.killersites.com

Weinman, L. 1996. Designing Web graphics. Indianapolis: New Riders.

www.lynda.com
Copyright 1997 P. Lynch and S. Horton,
   all rights reserved. Yale University   Revised January 1997.