Adventskalender 2019 der TU Chemnitz

Bergbaulehrpfad Mildenau

Der Bergbau ist im Erzgebirge allgegenwärtig. Deshalb gibt es hier auch zahlreiche Bergbaulehrpfade, die zum Wandern einladen. Heute führt uns unsere Wanderung nach Mildenau. Der örtliche Lehrpfad wurde 2018 fertiggestellt, ist 28 Kilometer lang und informiert an 38 Stationen über die örtliche Bergbaugeschichte.


Huthaus St. Petrus Fundgrube
Ausblick zum Pöhlberg von Station 5

Aus Richtung Geyersdorf kommend, beginnen wir an der Annaberger Straße und biegen links in die Wiesenbader Straße ein. Das Huthaus St. Petrus Fundgrube ist die erste Station. Wir bewundern die erzgebirgischen Holzkunstarbeiten im Schaukasten und gehen vorbei am Conradsteig nach rechts in den Wiesenweg. Zu Station 3 führt ein Abstecher nach rechts über den Sandbach und auf den langen Weg. Es geht zurück, weiter entlang des Wiesenwegs wieder nach rechts einen kleinen Anstieg hinauf. An den Stationen 4 und 5 genießen wir den Ausblick über Mildenau hin zum Pöhlberg. Auch hier kehren wir wieder um zum Wiesenweg, den wir dann für Station 6 endgültig verlassen.


Abstieg zum Pöhlbach

Ab hier verläuft der Lehrpfad zunächst entlang von Straßen. An der nächsten Kreuzung nehmen wir den Abzweig nach rechts in Richtung Plattenthal zu den Stationen 7 bis 9. Am Kanneloch grub u. a. Jacob Uthmann, Sohn von Barbara Uthmann, nach Silber und Zinn. Ein Stück an der Straße zurück geht es nun wieder auf Feld- und Waldwegen nach rechts. Zwischen den Stationen 11 und 12 erreichen wir das Pöhlbachtal. Der Lehrpfad folgt hier einer ehemaligen Bahntrasse zwischen Königswalde und Plattenthal, die nun auch für Fahradtouren genutzt werden kann.

Zechenhaus Kannelloch

Freibad
Weihnachtlich beleuchtetes Rathaus

Kurz verlassen wir das Pöhlbachtal und wandern einmal um das Freibad herum. Eine Badehose haben wir nicht eingepackt und die Temperaturen sind auch zu kalt. Da es nun bereits dämmert, entscheiden wir uns nach dem Freibad links zurück nach Mildenau abzubiegen. Der Turm der Luther-Kirche, der hinter dem Horizont hervorsticht ist unser Wegweiser. An der Kirche stoßen wir mit Station 35 wieder auf den Lehrpfad, der nun links entlang der weihnachtlich erleuchteten Ortschaft zurück zum Ausgangspunkt führt.


Pöhlbach
Aufstieg im „Schlicht“

Ab dem Freibad geht es rechts weiter zurück ins Pöhlbachtal. Bei Station 19 verschnaufen wir noch einmal kurz und stärken uns mit mitgebrachtem Weihnachtsgebäck. Der Lehrpfad verlässt hier angelegte Wege und führt das als „Schlicht“ bezeichnete Nebental des Pöhlbachs hinauf. Man hält sich hier am besten rechts des Gewässers. Oben angekommen, geht es weiter auf ausgebauten Wegen und Straßen. Ab Station 22 widmet sich der Lehrpfad der Wismut-Zeit. Kehrpunkt ist Station 28 von der es dann innerhalb der Ortschaft zurück zum Ausgangspunkt geht.


Abraumhalde des Silberbergbaus
Manche Steine auf den Abraumhalden haben ein überraschendes Innenleben.

Aufgrund der Länge und der kurzen Tage im Winter ist der gesamte Lehrpfad zu lang für einen Wandernachmittag. Es gibt aber genug Möglichkeiten, zwischendrin abzukürzen. Die Stationstafeln sind gut erkennbar. Eine Karte mit den Standorten der Tafeln wird empfohlen, da der Weg dazwischen nicht markiert ist. Für alle Wanderer haben wir eine entsprechende Karte zum ausdrucken vorbereitet.