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Adventskalender 2019 der TU Chemnitz

Wanderung durch die Vogtländische Schweiz

Über die Elstertalbrücke nach Hof

Unsere heutige Wanderung führt uns zu einigen Sehenswürdigkeiten im vogtländischen Trieb- und Elstertal bei Plauen. Sie ist etwa 9 km lang, und anders als bei meinen sonstigen Vorschlägen gibt es (zumindest im Winter) keine Einkehrmöglichkeit. :-(

Loreley

Wir fahren mit der Vogtlandbahn von Zwickau in Richung Plauen/Cheb bis Jocketa. Am Bahnsteig wenden wir uns nach rechts, durchqueren die Unterquerung der Bahnlinie und laufen geradeaus durch den Park bis zur nächsten Kreuzung. Hier biegen wir rechts in die Friedensstraße und am nächsten Abzweig links in die Loreleystraße. Etwa 300 Meter nach dem Bahnhof erreichen wir den Aussichtspunkt des Loreleyfelsens, von dem wir schöne Blicke in das Triebtal und zur Elstertalbrücke genießen.

Abstieg von der Loreley
Loreleybrücke

Nun steigen wir links vom Aussichtspunkt den Treppenweg entlang der Loreley hinab ins Tal, überqueren die Loreleybrücke und stoßen auf einen breiten Querweg, dem wir nach links durch das Triebtal folgen.

Im Tal der Trieb

Nach etwa 1,5 km erreichen wir den Fuß der Staumauer der Talsperre Pöhl.

Hier folgen wir dem steil ansteigenden, rot markierten Pfad rechts bergauf zum Huthausplatz. Hier sind noch alte Steinmauern aus der Bergbauzeit und Infotafeln zur steinzeitlichen Besiedlung dieser Region am Eisenberg zu sehen.

Wir folgen nun halblinks dem mit rotem Strich und der Jakobsmuschel markierten Weg über einige Treppen hinauf zum Eisenberg. Nach dem steilen Abschnitt können wir nach links zu einem Ausblick auf die Talsperre Pöhl abbiegen. Weiter geht es gerade hinauf zum Julius-Mosen-Turm (3 km vom Start).

Siedlungsreste am Huthausplatz
Talsperre Pöhl
Julius-Mosen-Turm

Der 14 Meter hohe Turm wurde im Jahr 1897 vom Verein der Naturfreunde Plauen errichtet. Der Grundbesitzer und Sponsor Bodenhausen veranlasste, den Turm nach dem Namen seiner Frau Charlotte zu benennen. Im Jahre 1953 erhielt der Turm anlässlich des 150. Geburtstags von Julius Mosen seinen heutigen Namen.


Nachdem wir die Aussicht genossen haben, folgen wir weiter dem Hauptweg mit roter und Jakobswegmarkierung, bis wir nach reichlich 1,5 km die Straße erreichen.

Überdachte Elsterbrücke

Wir wenden uns nach rechts und biegen nach wenigen Metern unmittelbar nach der Kläranlage rechts in den Fahrweg, der in eine Senke führt. Hier biegen wir wiederum rechts ab und laufen hinab ins Elstertal. Eine überdachte Brücke führt zum historischen Gasthof «Lochbauer» (5,7 km ab Start, im Winter geschlossen).

Lochbauer

Der Gasthof wurde 1648 als Schutzort vor marodierenden Truppen am Ende des dreißigjährigen Krieges abseits von Orten und Handelsstraßen erbaut. Weitere Informationen.


Teufelskanzel

Wir folgen der Zufahrtsstraße bergauf, überqueren die Elstertalbahn und biegen unmittelbar darauf rechts in den gelbmarkierten Feldweg in Richtung Elstertalbrücke. Vorbei an der Teufelskanzel laufen wir nun durch das Elstertal bis zur imposanten Elstertalbrücke (8,3 km ab Start).

Gedenktafel zum Bau der Elstertalbrücke

Diese zweitgrößte Ziegelsteinbrücke mit 279 Metern Länge und 68 Metern Höhe wurde zwischen 1846 und 1851 als Teil der Eisenbahnstecke Leipzig–Hof errichtet. Geplant wurde sie von Johann Andreas Schubert. Kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges wurde sie von der Wehrmacht gesprengt, konnte jedoch bis 1950 wiederhergestellt werden. Weitere Informationen in der Wikipedia.


Elstertalbrücke

Etwa 100 Meter vor der Brücke folgen wir links dem steil ansteigenden Stufenweg, der uns auf halber Höhe direkt an die Brücke führt. Diese überqueren wir auf einem Fußweg auf den unteren Bögen, wenden uns nach rechts und folgen dem breiten Weg hinauf nach Jocketa. Dieser geht in die Friedensstraße über, auf der wir wieder den Bahnhof erreichen (9,1 km). Wenn wir noch etwas Zeit haben, können wir am Rande des Parks noch das Kunstwerk «Vogtländischer Bilderbogen» besichtigen.

Vogtländischer Bilderbogen

Der Bilderbogen wurde 1987–1988 errichtet und stellt vogtländisches Brauchtum und Handwerk dar. Er umfasst 10 Figuren und 8 figürliche Darstellungen. Weitere Informationen.


Da wir auch im Ort vermutlich keine Einkehrmöglichkeit finden, bietet es sich an, nach der Tour mit der Vogtlandbahn direkt bis ins Zentrum von Zwickau zu fahren und uns hier auf dem Weihnachtsmarkt oder in einer der zahlreichen Gaststätten zu stärken.


Karten

Online-Karte (OpenStreetMap), GPX-Track.

Karte
Karte zum Ausdrucken (A4, ca. 1:25'000)