Adventskalender 2018 der TU Chemnitz

Fliegend vom höchsten Berg Sachsens

Fly-Line
Fly-Line

Oberwiesenthal hat eine neue Attraktion. Und obwohl sie in diesem Jahr bisher nur an einem Wochenende geöffnet hatte, waren wir schon dort und haben sie ausprobiert. Zwar wurde in den letzten Jahren viel über neue Skilifte diskutiert, gebaut wurde zuletzt allerdings erst ein kleinerer ohne wichtige Bedeutung. Stattdessen wurde in diesem Sommer ziemlich zügig etwas errichtet, mit dem man in umgekehrter Richtung, also bergab, unterwegs ist – und wozu man keinen Schnee braucht: die weltweit längste Fly-Line, direkt am Vierersessellift.


Schlitten
Am Start

Eine Fly-Line ist im Wesentlichen ein Stahlrohr, welches zwischen Bäumen oder Masten so befestigt ist, dass ein Schlitten auf Rollen darauf gleiten kann. Die Streckenführung ähnelt dabei einer Achterbahn. Es gibt Kurven und Spiralen, flachere und steilere Stücke. Mal befindet man sich in luftiger Höhe, dann wieder knapp über dem Waldboden. Trotzdem ist die Talfahrt eher gemütlich. Denn der Schlitten wird so abgebremst, dass man nicht schneller als 13 km/h wird.


Über dem Wald
Im Wald

Während man recht bequem in einem Sitzgeschirr hängt, welches an der Bergstation von freundlichen Helfern angelegt und an der Talstation auch wieder ausgezogen wird, hat man so genügend Zeit, die Aussicht zu genießen. Gleich nach dem Start ist besonders der Blick nach Norden auf Bärenstein und Pöhlberg interessant. Nachdem man etwas weiter unten wieder aus dem Wald herauskommt, hat man Oberwiesenthal vor und die Sprungschanzen und den Keilberg neben sich.


Im Wald
Oberwiesenthal

Die Strecke ist 1550 Meter lang und eine Fahrt dauert neun Minuten. So richtig durchstarten wird die Fly-Line erst im nächsten Jahr. Denn geöffnet ist nur von Mai bis Oktober – allerdings auch nur bei trockenem und frostfreiem Wetter. Während der Skisaison kann man die Fly-Line also leider nicht nutzen. Und da sich pro Minute nur ein Wagemutiger auf die Reise begeben kann, sollte man sich vorsichtshalber auf eine gewisse Wartezeit auf dem mitunter windigen Berggipfel einstellen. Aber das Warten lohnt sich, denn die Fahrt ist ein Riesenspaß! Und Angst haben muss man wirklich nicht.


Keilberg
Ansicht von unten