Adventskalender 2018 der TU Chemnitz

Wanderung entlang des Bergbau- und Sanierungslehrpfades in Schlema.

Markierung des Rundwanderwegs

Heute bewegen wir uns auf den Spuren des Uranbergbaus im Erzgebirge. Der Rundwanderweg informiert an 13 Stationen über den Uranbergbau in Schlema und die anschließende Renaturierung der Umgebung. Die Wanderung startet am Kulturhaus „Aktivist“, wo sich auch das Museum „Uranbergbau“ befindet, das wir bereits besucht haben. Der Weg ist mit einem schrägen grünen Strich auf weißem Grund bzw. der Nummer 7 markiert.

Denkmal

Rechts am Kulturhaus vorbei geht es bergauf über den Kohlberg in Richtung Aue. Die Schautafel an der Station 2 (Zeche 50) steht an einem Abzweig, der Weg führt allerdings weiter geradeaus. Beim Abstieg vom Kohlberg treffen wir im Wald auf ein Denkmal für die 83 hier im April 1945 ermordeten KZ-Häftlinge und 18 nachträglich dorthin umgebettete sowjetische Kriegsopfer.

Denkmal

Wir verlassen diesen stillen Ort und kommen wieder in Schlema an. Hier wurde innerhalb eines Wohngebietes der Abraum der ehemaligen Schachtanlage 250 aufgeschüttet. Ab 1990 wurden die Halden abgetragen und die gewonnene Fläche wieder für Wohnbebauung genutzt. Durch das Wohngebiet hindurch gelangen wir zum Denkmal an 33 im Jahr 1955 bei einem Grubenbrand verunglückte Bergarbeiter.


Martin-Luther-Kirche

Am Denkmal geht es zunächst rechts und nach ca. 200 Meter links weiter. Wir folgen der Ausschilderung des Jakobsweges an der Martin-Luther-Kirche vorbei und überqueren den Schlemabach. Dort biegen wir links und dann gleich wieder rechts ab und erklimmen die Station 5 an Halde 38 (alt). Der Weg führt weiter bergauf. Kurz vor dem Golfplatz gehen wir rechts über eine kleine Brücke zu einem Abstecher zur Halde 38 (neu), die uns einen hervorragenden Ausblick auf Schlema und Aue bietet. Es geht zurück und an der kleinen Brücke nun geradeaus entlang der Hammerberghalde.


Ausblick von Halde 38 (neu)

Nach ca. einem Kilometer erreichen wir den Planeten Saturn am Planetenwanderweg Schlema. Wir zweigen rechts ab und kommen nach 100 Metern am Biedenkopfblick an, von wo aus wir einen guten Blick auf den Kurpark Schlema haben. Wer bereits erschöpft ist, geht zurück zum Saturn und legt die verbleibenden 6.8 astronomischen Einheiten bis zur Sonne im Kurpark in einer Rekordzeit von reichlich 10 Minuten zurück. Im Kurpark angekommen, bietet sich die Möglichkeit zur Einkehr.


Saturn auf dem Planetenwanderweg
Aussicht vom Biedenkopfblick auf Schlema und den Kurpark

Andernfalls folgen wir dem Weg vom Biedenkopf weiter zur Eichhörnchenquelle. Von dort geht es entlang des Silberbachs zurück nach Schlema. Am Campingplatz führt der ausgeschilderte Weg nach rechts über eine stark befahrene Straße. Wir halten uns stattdessen links und kommen am Wildgehege im Kurpark heraus. Von dort geht es links entlang zum Schacht 15IIb des Markus-Semmler-Stollns.

Schacht 15IIb

Nun können wir auch auf dieser Route im Kurpark einkehren. Nach einer Stärkung ist der Weg zur letzten Station am Rathaus schnell zurückgelegt. Von hier finden wir am Sportplatz vorbei zurück zum Kulturhaus.

Während der Wanderung haben unsere Wichtel den Start eines Heißluftballons aus dem Kurpark miterlebt.

Außerhalb des Stadtgebiets ist der Weg gut ausgeschildert. Es empfiehlt sich aber trotzdem, eine Wanderkarte bzw. ein GPS-Gerät dabei zu haben. Man sollte reichlich 2 Stunden für den kompletten Rundwanderweg einplanen.


Wanderkarte