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Adventskalender 2015 der TU Chemnitz

Das Raachermannelmuseum

Der Große mit der kleinen Bahn
Der reproduziert sich selbst.

Die Geschichte des Räucher­mannes geht weit zurück. 1830 wurde das im Erz­gebirge erfundene „Raacher­mannel” erst­malig er­wähnt. Bereits Anfang des 19. Jahr­hunderts sollen Räucher­kerz­chen in den erz­ge­bir­gischen Stu­ben zur Weih­nachts­zeit dazu gehört haben. So ent­stan­den die ersten Exemplare, um die Kerz­chen im Bauch eines „Mannels” ab­brennen zu las­sen.


Hier dampft es nicht aus den Töpfen.

Anfänglich wurden die Figuren aus einer Papiermasse hergestellt.
Die Räucherkerzchen selbst bestehen aus einem speziellen Gemisch von gemahlener Holzkohle, Kartoffelstärke und Duftbeigaben wie Zimt, Myrrhe, Jasmin u.a.. (Wer mehr dazu wissen möchte, kann in die Nr. 19 im Adventskalender 2003 schauen. Dort erfährt man auch, wo man Räucherkerzchen selbst herstellen kann.)


Es gibt wirklich fast alle Berufe.

Als Begleiter der Weihnachtszeit ist der Räuchermann nicht mehr wegzudenken. War es früher nur Weihrauch, ziehen heute die unterschiedlichsten Düfte durch die Stuben.

Die Vielfalt der Holzfiguren ist groß, meist sind es Berufe, die als Vorlage dienten, aber auch Tätigkeiten, sportliche Aktivitäten bzw. Figuren aus dem Alltag sind zu sehen.

Liebevolle Details in allen Richtungen.

Im 1. Räucher­mann-Museum in Sehma­tal-Cran­zahl findet man eine riesige Aus­wahl dieser in­teres­santen Ge­sel­len. Auf einer Fläche von 200 qm sind ca. 2000 Exem­plare zu be­stau­nen. Sie sind zwischen 5 und 80 cm hoch und Leihgaben unterschiedlicher Besitzer. Der älteste Räuchermann stammt aus der Zeit um 1930.


Ohne Drechselbank kein Räuchermann.

Zu sehen ist ebenfalls, wie die Figuren hergestellt werden. Einzelne Teile werden gedrechselt, gedreht, gefräst, zugesägt und liebevoll bemalt. Das Holz stammt aus heimischen Laubwäldern, meist Birke, Linde, Erle, Buche, Ahorn oder Erle. Mit der Weiterentwicklung der Holzfiguren entstanden in den letzten Jahren Kantenhocker, moderne Szenen aus dem Alltag und längst ist es nicht mehr nur üblich, dass der Rauch aus den Pfeifen quillt. Rauchende Töpfe und Kaffeetassen sowie der rauchende Kopf eines Computerfreaks am PC gehören nun ebenfalls zum Alltagsbild.

Irgendwann wird auch ein Räuchermann müde.

Neben Figuren aus Holz gibt es inzwischen auch originelle Alternativen aus Metall zum Beispiel in Form von Räucherhäuschen, Mülleimern, Töpfen u.ä.. Neben Räucherfiguren gibt es im Museum auch Schwibbögen, Krippen und andere Weihnachtsdekoration zu besichtigen.

Weitere Informationen: www.raachermannlmuseum.de