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Adventskalender 2014 der TU Chemnitz

Der gläserne Neandertaler lädt ins „Schocken“ ein

Sachsens Geschichte wird in Chemnitz im neuen Landesmuseum auf 3.000 Quadratmetern lebendig – Weihnachtliche Schatzsuche im smac

Das „Schocken“ zu später Stunde: Ein herausragendes Merkmal des Gebäudeentwurfs von Erich Mendelsohn sind die horizontalen Fensterbänder im Wechsel mit der Fassadenverkleidung – die bei Tag und bei Nacht jeweils hell oder dunkel wirken. Nach der umfangreichen Sanierung von 2010 bis 2014 erstrahlt das oftmals als „Ikone der Moderne“ bezeichnete Gebäude nun in neuem Glanz. Foto: Michael Jungblut

Das markante Gebäude in der Chemnitzer Innenstadt wurde nach Plänen des Architekten Erich Mendelsohn gebaut und am 15. Mai 1930 als Kaufhaus Schocken eröffnet. Nach Stuttgart und Nürnberg war es der dritte Kaufhausbau Mendelsohns für Simon und Salman Schocken. Von Zwickau aus betrieb die Schocken KG bis zur Enteignung durch die Nationalsozialisten Ende 1938 eine der erfolgreichsten Warenhausketten Deutschlands. Bis 1945 als Merkur Verkaufsstätte, dann als HOWA und Centrum Warenhaus und schließlich von 1990 bis 2001 als Kaufhof geführt, blickt das Haus auf eine 71-jährige Kaufhausgeschichte zurück. Heute beherbergt das Gebäude das Staatliche Museum für Archäologie Chemnitz (smac). 48 Millionen in Euro wurden in den Umbau und in die Einrichtung investiert.


Die TU-Wichtel Sascha Gruner und Ursula Riedel gingen im smac der Frage nach, von wem die Erzgebirger abstammen. Ihr Fazit: Vom Neandertaler nicht! Foto: Mario Steinebach
300.000 Jahre von den Anfängen der Menschheit bis zur Neuzeit – die Zeitreise in die Vergangenheit ist hier – über drei Etagen verteilt – gut möglich. Jedoch auch wir WWW-Wichtel der Uni schafften es nicht an einem Tag. Im Museum zu sehen sind unter anderem alte Werkzeuge, Waffen und auch Tiere, die hierzulande vor langer Zeit gejagt wurden. Die Reise führt auch in die Zeit der Ritter und zur Geburtsstunde des Freistaates Sachsen. Dem Bergbau, der Industrialisierung und der Eisenbahnentwicklung wurde viel Platz eingeräumt. Besonders imposant ist das durch alle Etagen schwebende Landschaftsmodell Sachsens. Das Relief kann per Videoprojektion verändert werden und kann so verschiedene historische Zustände des Landes veranschaulichen.


Da staunt unsere TU-Wichteline Rosita Pudlat: Der gläserne Neandertaler sieht ja unter dem roten Rock und Rauschebart fast so aus wie der Weihnachtsmann. Foto: Mario Steinebach

Ein Besuchermagnet des smac ist auch der gläserne Neandertaler in der ersten Etage. Ein Geschoss höher werden die ältesten Holzbauten Mitteleuropas gezeigt: Rund 7.200 Jahre alte, jungsteinzeitliche Brunnen. Mit den darin erhaltenen organischen Funden und verzierten Gefäßen gelten sie als „Archive“ aus der Frühzeit dieses ereignisreichen Abschnitts unserer Kulturgeschichte. Insgesamt sind im Museum etwa 6.200 Exponate und Kulturschätze zu entdecken.

Die TU-Wichtel Ralph Sontag und Frank Richter sind beeindruckt, welche scharfkantigen Werkzeuge unsere Vorfahren aus Feuerstein herstellten. Foto: Mario Steinebach

Wie gesagt, das schafft man nicht an einem Tag. Und dann gibt es ja noch die wechselnden Sonderausstellungen in der vierten Etage, die dafür sorgen, dass das smac von den Besuchern wiederholt angesteuert wird. Den Auftakt des Sonderausstellungsprogramms bildet das Thema Salzbergbau der Eisenzeit – zu sehen ab Herbst 2015 in der 4. Etage, die für derartige Ausstellungen vorgesehen ist.


In diesem Jahr laden die TU-Wichtel in ihrem Adventskalender ins Staatliche Museum für Archäologie Chemnitz ein. Museumsdirektorin Dr. Sabine Wolfram zeigt das rote „a“, das es in der Ausstellung zu entdecken gilt. Foto: Sven Gleisberg
Für die Vorweihnachtszeit hat sich das smac etwas Besonderes einfallen lassen. Bis zum 23. Dezember wird täglich, außer am montäglichen Schließtag, ein kleines a in den Ausstellungsräumen versteckt. Wer es findet und an der Museumskasse einlöst, erhält einen Gutschein für eine smac-Eintrittskarte – am 23.12. sogar einen Gutschein für eine Gruppenführung. Die WWW-Wichtel der Uni und das smac-Team wünschen viel Freude und Erfolg bei der Schatzsuche.

Service-Info: Das smac am Stefan-Heym-Platz 1 hat dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr, donnerstags bis 20 Uhr geöffnet. Geschlossen ist montags, auch am 24./25. und 31. Dezember 2014 sowie am 1. Januar 2015. www.smac.sachsen.de