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Adventskalender der TU Chemnitz 2010

Spannende Fotos von Technik und Mode sowie einzigartige DKWs


Das Sächsische Industriemuseum Chemnitz ist auch in der Advents- und Weihnachtszeit mindestens einen Besuch wert

Das Sächsische Industriemuseum Chemnitz mit seiner markante Fassade befindet sich an der Zwickauer Straße 119. Das Museum ist mit Bus, Bahn und Pkw gut zu erreichen.
Foto: Archiv Industriemuseum Chemnitz/Dietmar Träupmann


Wer im Dezember das Chemnitzer Industriemuseum an der Zwickauer Straße ansteuert, trifft auch hier auf einen schon etwas in die Tage gekommenen Adventskalender. Dieses Jahr wurde er in der DKW-Ausstellung aufgebaut. Gefüllt ist er mit vielen wissenswerten Details und ausgewählten Exponaten rund um die sächsische Automobilproduktion, insbesondere der Marke DKW. In einigen Fächern erwarten den ersten Besucher des Tages besondere Angebote - mehr wird nicht verraten.


Anschauen erlaubt: Das Industriemuseum verfügt über eine einzigartige private Sammlung von DKW-Automobilen. Foto: Industriemuseum Chemnitz/Daniela Schleich

Dafür gibt es schon jetzt einige Infos zur DKW-Ausstellung gratis: Im Oktober 2010 übergab Jørgen Skafte Rasmussen, Enkel des gleichnamigen Gründers des DKW-Imperiums, die einzigartige private Sammlung von DKW-Automobilen an das Industriemuseum. Damit hat auch die Marke DKW, die einst zu den vier Pfeilern der Auto Union gehörte, eine Heimstätte in Sachsen gefunden. Zu sehen sind nun mehr als 20 Automobile von den 1920er bis 1930er Jahren vom Personenkraftwagen bis zum Nutzfahrzeug.


Dieser "klassische Maywald" ist eine von 250 Fotografien, die für Pariser Modehäuser entstanden. (Fath, ca. 1949; © Association Willy Maywald / VG Bild-Kunst, Bonn 2010 Information)

Auch Freunde der Fotografie kommen in den Wintermonaten voll auf ihre Kosten, denn das Industriemuseum präsentiert gleich zwei Ausstellungen mit Fotos von Willy Maywald und von Thomas Ernsting. So sind 250 Fotografien Maywalds zu sehen, die er in den 1930er bis 1960er Jahren für renommierte Pariser Modehäuser fertigte und teilweise noch nie öffentlich zu sehen waren. In Verbindung mit ausgewählten sächsischen Luxusprodukten bilden sie bis 27. Februar 2011 den Rahmen der ersten neuen Sonderausstellung. Verschiedene Veranstaltungen ergänzen das Angebot. Dazu gehören eine öffentliche Führung am 2. Weihnachtsfeiertag, die 14 Uhr beginnt, oder die Aktion "Selbst blümeln" der Kunstblumenmanufaktur Heide Steyer am 4. Dezember. Mehr über die Geschichte der Fotografie erfahren Interessenten beim Vortrag von Andreas J. Mueller am 15. Dezember ab 18 Uhr.


Technik, die begeistert: In der Sonderausstellung mit Fotos von Thomas Ernsting findet man auch dieses Bild eines unbemannten, nicht wiederverwendbarer Weltraumfrachters, der von EADS Astrium Space Transportation in Bremen gebaut wird. Im All versorgt er die Internationale Raumstation (ISS) mit Nahrung, Wasser, Ausrüstung, Stickstoff, Sauerstoff und Treibstoff. Nach seinem vollautomatischen Andockmanöver korrigiert ATV die Umlaufbahn der ISS.

"Deutsche Technikstraße" ist der Titel der zweiten Fotosonderausstellung. Technik sei langweilig und trocken, das meinen zwar immer noch einige Zeitgenossen. Genau das Gegenteil beweist diese Ausstellung der Initiative des Verein Deutscher Ingenieure (VDI) SACHEN MACHEN, die bis zum 13. Januar 2011 im Museum Station macht. Hier wird den Besuchern spannende Ingenieurkunst, die tagtäglich unser Leben einfacher und angenehmer macht, präsentiert. Gezeigt werden mehr als 40 spannende Aufnahmen des mehrfach ausgezeichneten Fotografen Thomas Ernsting.

Wer am 24. Dezember alle Geschenke im Sack hat, sollte mit seinen Kindern oder Enkeln das Heiligabend-Angebot des Industriemuseums nicht verpassen. Kinder können von 10 bis 13 Uhr ein Spielzeugauto aus Holz bauen und natürlich die DKW-Ausstellung besuchen.

Und auch 2011 ist jede Menge los im Industriemuseum. Einen ganz speziellen Tipp haben die WWW-Wichtel der TU Chemnitz noch: Am 3. Mai 2011 öffnet hier eine Sonderausstellung zum 175-jährigen Jubiläum der TU Chemnitz ihre Türen. Darauf freuen auch wir uns schon.

Über allen Sonderausstellungen und (vor)weihnachtlichen Aktionen sollten wir aber auch die umfangreichen Dauerausstellungen nicht vergessen. Hier wird in kompakter und anschaulicher Form aus verschiedenen Blickwinkeln und mit so eindrucksvollen Exponaten wie einer echten Hartmann-Lok die sächsische und insbesondere die Chemnitzer Industriegeschichte dargestellt. Ein Besuch lohnt sich also immer.

Weitere Informationen zum Museum, inklusive zu den Sonderöffnungszeiten in der Weihnachtszeit: www.saechsisches-industriemuseum.de



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Mario Steinebach, Die TU-Wichtel

Adventskalender der TU Chemnitz 2010