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Adventskalender der TU Chemnitz 2009

Marienberg - eine kleine Perle mitten im Erzgebirge


Traditionell findet immer am 3. Adventssonntag hier die große Bergparade statt. Doch nicht nur deshalb ist die kleine Bergstadt, (gut erreichbar über die beiden Bundesstraßen B171 und B174), ein lohnenswertes Ausflugsziel. Mittlerweile 488 Jahre alt, ist sie für Geschichtsforscher ebenso wie für Naturfreunde ein Erlebnis.


Das Zschopauer Tor
Fährt man auf der ehemaligen Bundesstraße B174 von Chemnitz kommend, in Richtung Stadtmitte, fällt als erster markanter Punkt das "Zschopauer Tor" mit einem Teil der ehemaligen Stadtmauer ins Auge.

Rückwärtige Ansicht der Stadtmauer mit Zschopauer Tor
Postsäule
Eine von 1727 stammende Postsäule kann man am Ende dieser Stadtmauer betrachten. Im 16. Jahrhundert umschloss eine zwei Meter dicke Stadtmauer mit 5 Stadttoren und 4 runden Ecktürmen die aufstrebende Bergstadt.


Marktplatz - vor der Eröffnung des Weihnachtsmarktes; leider ohne Schnee
Heinrich der Fromme

Auf dem Marktplatz angekommen, schauen wir zuallererst auf das Bronzedenkmal des Wettiner Herzogs Heinrich der Fromme von Sachsen. (Fromm - daher, weil er die Reformation in Sachsen einführte). Er gründete 1521 nach reichen Silbererzfunden Marienberg.

Die Restaurierung seiner Statue wurde erst Ende Oktober 2009 abgeschlossen und prägt nun wieder den Mittelpunkt der Erzgebirgsstadt.


Rathaus
Eingangsportal des Rathauses
Hübscher Blickfang über dem Eingang zum Ratskeller
Stadtwappen; Maria mit dem Jesuskind
Sonnenuhr


Oberhalb des Marktplatzes ist das aus dem 16. Jahrhundert stammende historische Rathaus zu finden. Sein reich verziertes Eingangsportal hat mehrere schwere Stadtbrände überstanden, wurde restauriert und ist ein echter "Hingucker", ebenso wie das gemalte Stadtwappen und die Sonnenuhr; beides an der Vorderfront zu sehen.


Blick zur Stadtkirche Sankt Marien
Blick vom Zschopauer Tor zu "Sankt Marien"

In südöstlicher Richtung des Marktplatzes entdeckt man die dreischiffige Kirche "Sankt Marien" .

Der markante Zwiebelturm ist weithin sichtbar. Das Innere der Kirche beherbergt viele Kostbarkeiten.


Was gibt es noch Sehenswertes in Marienberg?

Das Lindenhäuschen in der Bergstraße

Zum Beispiel das Lindenhäuschen:

Es ist das älteste Wohnhaus in Marienberg, ein Bergarbeiterwohnhaus aus dem Jahre 1541. Einst standen zwei Linden an den Seiten des Häuschen und seither kennt man das kleine Häuschen an der Bergstraße unter diesem Namen.

Der Rote Turm

Der Rote Turm:

Er befindet sich im Osten der Altstadt. Nach dem Stadtbrand 1610 wurde er als einziger wieder aufgebaut. Geplant als Waffenarsenal diente er später als Getreidespeicher und wird heute vom Gymnasium für verschiedene Veranstaltungen genutzt.


Freizeitzentrum im Anton-Günther-Weg

Im Anton-Günther-Weg steht eine hübsche Villa. Das architektonische Kleinod wurde 1907 erbaut. Einst vom Bauherrn Theobald Baldauf (Inhaber der Knopf- und Metallwarenfabrik) als Wohnhaus genutzt, hatte es später eine sehr wechselnde Bedeutung als Ferienheim, Säuglingsheim, Entbindungsstation, Kreiskommandatur der Sowjetischen Militäradministration und Pionierhaus.

Heute dient die Villa als Freizeitzentrum. Prominente Gäste wie Harry Rohwohlt, Pierre Brice, Otto Mellies, Karl Dall, Hardy Krüger waren hier schon zu Gast.


Heimatmuseum

Das Heimatmuseum Marienbergs ist in einem geschichtsträchtigem Gebäude, dem Bergmagazin untergebracht. Für das Gebäude, ein faszinierendes Baudenkmal, wurde 1806 der Grundstein gelegt. Ursprünglich diente es als Getreidespeicher, später u.a. als Lazarett und Militärkammer.

Eine repräsentative Dauerausstellung über das sächsisch-böhmische Erzgebirge dokumentiert das Leben und die Kultur der Bewohner in dieser Region.


Im Ortsteil Lauta finden Sie den Pferdegöpel, der 2006 originalgetreu wieder aufgebaut wurde. Besucher erhalten einen Einblick in die Arbeitsweise deser Förderanlage, die im zweiten Drittel des 19. Jahrhunderts mit Pferden betrieben worden ist. Zu bestimmten Terminen wird Ihnen eine Schauvorführung mit Pferden geboten.
"Aqua Marien" darf in der Aufzählung nicht fehlen. Sachsens größtes Erlebnisbad ist ein Paradies für Wasserratten.


Aussichtsturm auf der "Drei Brüder Höhe"
Unser schönes Erzgebirge - noch fehlt der Schnee

Naturfreunde kommen rings um Marienberg auf ihre Kosten. Oben auf der "Drei Brüder Höhe" gibt es einen Aussichtsturm. Bei klarer Sicht hat man einen tollen Blick auf die Stadt und die Berge des Erzgebirges wie Keilberg, Fichtelberg, Wildsberg, Pöhlberg und Lauterbacher Knochen ( ja, - der heißt wirklich so :-) ).

Natur pur - ein Eldorado für Wanderer, an vielen Stellen mit Panoramablick. Gut wandern läßt es sich z.B. im Schwarzwasser-, Preßnitz- und im Natzschungtal. Naherholung findet man u.a. auch im Rätzteichgebiet, am Katzenstein und im Tal der Roten und Schwarzen Pockau.


Naaa, sind Sie ein bissel neugierig geworden? Dann besuchen Sie doch Marienberg! Der Weihnachtsmarkt ist noch bis zum 20.12.09 geöffnet. Und sollten Sie in der Adventszeit `"ausgebucht"' sein, dann nehmen Sie sich Marienberg zu einem späteren Zeitpunkt als Ziel!


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© Fotos: R. Pudlat
Rosita Pudlat, Die TU-Wichtel

Adventskalender der TU Chemnitz 2009